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Innovative Wasserkraftnutzung mittels Wasserkraftschnecke

Diese neue Technologie verspricht neben der Stromerzeugung einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit zu leisten.

Projektträger: S & W Wasserkraft GmbH

Projektstandort

Hofstetten

Hofstetten_georeferenzierung

Kontakt

Gerhard Wolff
Gaismuehlring 27
91550 Dinkelsbuehl
Tel: (0160) 5388471
gerhardclaudia.wolff[at]t-online.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Wasserkraft ist grundlastfähig und steht kontinuierlich, unabhängig von der Tageszeit zur Verfügung.
besonders schnell – braucht nicht viel Zeit zur Umsetzung
Der Bau der Wasserkraftschnecke erfolgte komplett beim Hersteller. Die Anlage konnte in wenigen Tagen vor Ort installiert werden.
besonders kostengünstig – mit wenig Kapitaleinsatz machbar
Abhänig von Wassermenge und Fallhöhe in kürzester Zeit wirtschaftlich.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 240 t / a (vgl. deutscher Strommix)

Kosten: Gesamtkosten: 600.000 Euro

Beschreibung

Auslöser
Die sogenannte "kleine Wasserkraft" hat eine lange Tradition. An Wehren siedelten sich Mühlen, Sägewerke und Industriebetriebe an, um die Wasserkraft zur Energieerzeugung zu nutzen. Durch den Bau der Anlagen wurde jedoch auch häufig die Durchgängigkeit flussabwärts für Fische eingeschränkt.
Mit der Entwicklung der Wasserkraftschnecken, deren Technologie ursprünglich von den Hebewerken in Kläranlagen stammt, gelang es eine wirtschaftliche und potenziell fischverträglichere Wasserkraftanlage zu bauen. Dadurch soll ein wichtiger Beitrag zur Kombination von Wasserkraftnutzung und Ökologie geleistet werden. Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach unterstütze bei der Planung und Realisierung dieses Projektes.
Durchführung
Die Wasserkraftschnecke am Heckerwehr stammt von der Fa. Rehart und besitzt eine Leistung von 80 kW. Die Besonderheit der Technologie besteht darin, dass die Schnecke eine niedrige Drehzahl und große Kammern aufweist, wodurch das Verletzungsrisiko für Fische beim Abstieg verringert werden soll. Der Fischaufstieg ist über eine parallel eingebaute "Fischaufstiegsschnecke" geplant.
Die Anlage am Heckerwehr wird im Rahmen des Forschungsvorhabens "Fischökologisches Monitoring an Wasserkraftanlagen" durch die TU München untersucht. Aufgabe der Forschungen ist es die Auswirkungen verschiedener Anlagentypen bzw. innovativer Technik auf die Gewässerökologie zu untersuchen. Dabei werden sowohl die Veränderungen des Lebensraums als auch die direkten Schädigungen von Fischen bei Passage der Wasserkraftanlage (Rechen und Turbine) ermittelt. Weitere Informationen zu diesem Forschungsvorhaben finden Sie unter "Links und Downloads".
Zitate
"Mustergültige Anlage." (Aussagen von Fischern vor Ort sowie dem Ersten Bürgermeister der Stadt Roth)
Tipps
  • Unsere Planungserfahrungen nutzen
Stolpersteine
  • Genehmigungsverfahren

Beispiel gemeldet:11/2016 

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