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Zwei Häuser, die unterchiedliche Arten der Geothermie nutzen (Bildquelle: Maria Wölfl, LfU).

Geothermie

Im Erdkern in mehr als 6.000 km Tiefe ist es etwa 5.000 °C heiß. Diese nach menschlichen Maßstäben unerschöpfliche Wärmeenergiequelle nennt man Geothermie (Erdwärme).

Es wird zwischen oberflächennaher (bis ca. 400 m Tiefe) und tiefer Geothermie (bis ca. 7.000 m Tiefe) unterschieden. In Bayern sind die Voraussetzungen für die Nutzung der Erdwärme aus oberflächennahen und tiefen Bereichen vielerorts günstig.

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Symbolbild Vorteile (Bildquelle: vahit – stock.adobe.com)

Vorteile der Geothermie:

  • Erdwärme steht unabhängig von Witterung und Tageszeit zur Verfügung.
  • Die Erde selbst dient als Speicher.
  • Bei fachgerechter Ausführung ist die Erdwärme eine erneuerbare, ressourcenschonende Energie.
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Schema einer Grundwasserwärmepumpe (Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt)

Nutzung der Erdwärme vorwiegend für:

  • Wärmeversorgung von Gebäuden
  • Thermalbäder
  • Nah- bzw. Fernwärmeversorgung (öffentliche Gebäude, größere Siedlungen, Gewerbe- bzw. Indust­riegebiete)
  • Stromerzeugung

Weniger bekannte Nutzungen sind:

  • Die Kühlung von Gebäuden und Industrieanlagen – bei ausgeglichener Wärmebilanz – durch Umwandlung von Wärme in Kälte, z. B. durch Ab- oder Adsorptionskältemaschinen.
  • Die Wärmespeicherung im Untergrund.
  • Frostfreihaltung oder Kühlung von Hallen, Straßen, Brücken oder Start- und Landebahnen.