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Drei Bilder mit Häusern, bei denen auf unterschiedliche Art und Weise oberflächennahe Geothermie genutzt wird. (Quelle: FP-Werbung F. Flade GmbH & Co. KG)

Arten der Nutzung

Für die Nutzung oberflächennaher Geothermie stehen das Grundwasser, der Boden oder das Festgestein zur Verfügung. Je nach Standort und verwendeter Technik kommen dabei Wärmepumpen in Kombination mit Erdwärmekollektoren, Erdwärmesonden oder Energiepfählen zum Einsatz.

Da der Temperaturbereich bis etwa 100 m Tiefe mit durchschnittlich 7 - 12 °C zum direkten Heizen zu gering ist, wird er mittels Wärmepumpe auf das benötigte Niveau angehoben, in der Regel auf ca. 35 °C. Wärmepumpen können dabei nicht nur elektrisch, sondern auch mittels Gas- und Hybridtechnologie betrieben werden. Letztere eignen sich besonders für den Gebäudebestand.

Für die Raumkühlung ist das Temperaturniveau von 7 - 12 °C ohne zusätzliche Kältemaschine meist gut geeignet. Für beide Einsatzbereiche steht ein breites Spektrum von Techniken zur Erschließung der Wärmequellen (Grundwasser, Boden, Festgestein) zur Verfügung.

Die wichtigsten Typen der Wärmequellenanlagen sind:

  • Erdwärmekollektor
  • Erdwärmesonde
  • Grundwasser-Wärmepumpe
  • erdberührte Betonbauteile ("Energiepfahl")
  • thermischer Untergrundspeicher

Sonderfälle im Übergangsbereich der oberflächennahen zur tiefen Geothermie sind:

  • tiefe Erdwärmesonde (über 400 m Tiefe, z. B. in aufgegebenen Bohrungen)
  • Erdwärmegewinnung aus Gruben- oder Tunnelwässern

Erdwärmesonden in Bayern
Die zur Zeit am Bayerischen Landesamt für Umwelt erfassten Bohrungen für Erdwärmesonden finden Sie im Energie-Atlas Bayern.

Tatsächlich existieren wahrscheinlich deutlich mehr Bohrungen. Wir freuen uns, wenn Sie uns dabei helfen, die Datenbasis im Energie-Atlas Bayern fortlaufend zu verbessern.

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