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Nachhaltige Klimaanpassung mit Biomasseheizkraftwerk

Schnell wachsende Baumarten liefern nicht nur regionalen Brennstoff, sondern auch hochwertiges Trinkwasser und dienen als "grüne Lunge".

Projektträger: Markt Kaufering

Projektstandort

Kaufering

Kaufering_georeferenzierung

Kontakt

Ludwig Pertl
Dipl.Ing (FH) Forst, Revierleiter und forstlicher Berater des Marktes Kaufering
Ahornring 34
86916 Kaufering
Tel: (08191) 66181
ludwig.pertl[at]aelf-ff.bayern.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Nachhaltige Anpassung mit den Kräften der Natur sichert die Lebensqualität vor Ort.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 4.700 t / Jahr

Nutzen: Gesunde lebendige Böden und hohe Gemeinwohlleistungen (Klimapuffer, "grüne Lunge", Trink- und Hochwasserschutz) sind nicht zu ersetzen und werden leider nicht bewertet.

Beschreibung

Auslöser
Der Bau des Biomasseheizkraftwerkes Kaufering war der Auslöser für das Konzept. Die Kommunalwerke Kaufering bauten das Werk und betreiben es.

Die Selbsthilfeeinrichtungen (Waldbesitzervereinigung Landsberg und Maschinenring Landsberg) sollen langfristig die Belieferung der Hackschnitzel übernehmen.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürstenfeldbruck, Revier Kaufering lieferte das Konzept.
Durchführung
Die Energieversorgung mit Hackschnitzel soll aus einem Umkreis bis 15 km erfolgen. Da aus den bestehenden Wäldern nur ca. 2/3 der benötigten ca. 10.000 Tonnen (atro) kommen werden, soll mit schnell- wachsenden Baumarten (Energie-, Nieder- und Mittelwälder) die Versorgung abgesichert werden.
Diese neuen Wäldern sollen bevorzugt hochwertiges Trinkwasser (mit finanziellem Anreiz und laufendem Forschungsvorhaben) erzeugen und für natürlichen Hochwasserschutz sorgen. Im Westen des Marktes soll dadurch eine "grüne Lunge" entstehen, die als Klimapuffer der Gesundheit förderlich ist.

Dank des Absatzmarktes für Holzhackschnitzel ist für die Forstwirtschaft die Abnahme für alle Baumarten gegeben und damit kann der wichtige Waldumbau zu klimaplastischen Wäldern beschleunigt werden. Da seit 10 Jahren die Jagd mit Eigenbewirtschaftung betrieben wird und dank des abgesenkten Wildbestandes alle Baumarten ohne Zaunschutz wachsen, können unsere stark versauerten, stickstoffgesättigten Waldböden noch rechtzeitig fit gemacht werden.

Ein gesunder, regenwurmreicher Boden löst nicht nur die Probleme Versauerung und Stickstoff, sondern ist dank seines großen Wasserspeichers und hoher Biodiversität für die Herausforderungen der Zukunft bestens gerüstet.
Tipps
  • Für jedes Projekt sollte eine Stärken- Schwächeanalyse vorgenommen werden und eine Zielstrategie erarbeitet werden.
Stolpersteine
  • Betriebswirtschaftlich ist das Projekt nicht rentabel, aber volkswirtschaftlich vorbildlich.

Beispiel gemeldet:12/2010 

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