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Energiewende vor Ort: Pfaffenhofen macht`s vor

Die oberbayerische Stadt deckt ihren Energiebedarf zu einem großen Anteil mit erneuerbaren Energien und plant neue spannende Projekte.

Die 26.000-Einwohner-Stadt an der Ilm setzt konsequent auf erneuerbare Energien – nun wurde sie von der Agentur für Erneuerbare Energien als Energie-Kommune des Monats November ausgezeichnet. Das Ganze startete 2013 mit der Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft und der kommunalen Stadtwerke sowie der Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes. Seither wurde im Bereich Wärme und Strom viel erreicht:

  • Der Anteil von erneuerbaren Energien an der Wärmeversorgung vor Ort liegt bei 35 Prozent.
  • Durch ein Biomasse-BHKW wurde der jährliche Kohlendioxid-Ausstoß von 148.000 Tonnen im Vergleich zum Jahr 1990 um 65.000 Tonnen reduziert.
  • 900 Erzeuger und Bürger produzieren Strom aus erneuerbaren Energien.
  • Der Strom für alle kommunalen Verbrauchsstellen stammt bereits zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. So können 1.500 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Windpark und Power-To-Gas

Für die Zukunft ist in Pfaffenhofen einiges geplant: Seit Oktober 2017 wird der Einsatz von Power-to-Gas-Anlagen erprobt. Aus überschüssigem erneuerbaren Strom wird Wasserstoff erzeugt und nach einer Veredelung in der örtlichen Kläranlage können damit bis zu 250 Fahrzeuge mit Gasantrieb betankt werden. Auch ein Bürgerwindparkt ist in Planung – obwohl anfangs nicht alle Bürger begeistert waren. Bürgermeister Thomas Herker: "Im gesamtstädtischen Kontext wurde jedoch deutlich, dass wir die gemeinsame Verantwortung haben, im eigenen Einzugsbereich das Bestmögliche umzusetzen".

Mehr Informationen finden Sie hier:
Agentur für Erneuerbare Energien: Kommunal Erneuerbar: Pfaffenhofen

Strommix in Pfaffenhofen. (Quelle: Kommunalunternehmen Stadtwerke Pfaffenhofen a. d. Ilm)