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Personal einbinden

Ein Schlüsselelement eines erfolgreichen Energiemanagementsystems ist eine Belegschaft, die eingebunden, gut geschult und engagiert ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Kommunikation, Weiterbildung und Motivation.

„Was? Warum? Wie?“ – die Beantwortung dieser drei Fragen ist entscheidend dafür, ob die Belegschaft an einem Strang zieht, um die Verschwendung von Energie zu minimieren. Informieren Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rechtzeitig und verständlich darüber, was geplant ist – also über neue strategische Energieziele und die Maßnahmen, diese zu erreichen.
Kommunizieren Sie nachvollziehbare Größen, wie beispielsweise die jährlichen Kosteneinsparungen oder die Energieeinsparung in Litern Öl-Äquivalente.

Die ganze Belegschaft kann zur Energieeinsparung beitragen, aber nicht alle müssen gleichermaßen aktiv werden. Beachten Sie generell, dass Verhaltensänderungen auch bei großem Engagement Zeit benötigen.

Informieren und einbinden
Informieren Sie bereichsübergreifend zu konkreten Handlungsmöglichkeiten, z. B. mit Informationskampagnen zu Stand-By-Verlusten. Kommunizieren Sie auch unbedingt die Erfolge!

Speziell in der Produktion ist es wesentlich, ein Gefühl für den Umgang mit Energie zu schaffen. Kommunizieren Sie den Beschäftigten beispielsweise die Kosten der eingesetzten Druckluft und erreichbare Benchmarks. Sie können in Workshops zusammen mit den Angestellten Ansatzpunkte für Einsparungen erarbeiten. Gerade für Spezialmaschinen bieten sich solche Workshops an. Oft führen sogar kleine Verhaltensänderungen zu großen Einspareffekten.

Als besonders effektiv hat es sich erwiesen, ein (moderiertes) Energie-Team zu bilden. Das Team erarbeitet und verbreitet Wissen, stößt Veränderungen an und motiviert zur Umsetzung.
Ideen aktiv einholen
Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden sich nah am Produktions-/Betriebsgeschehen. Hier schlummert Wissen mit großem Potenzial, das Sie nutzen können.
Ein Ideenmanagement mobilisiert Wissen und Optimierungsansätze. Ob schriftlich, in einer offenen Sprechstunde oder in Wettbewerben – wesentlich ist die Bewertung aller Hinweise und ein wertschätzendes Feedback. Ein Belohnungssystem, aber auch ein positiver Vermerk in der Personalakte, kann motivierend wirken. Aber Vorsicht: Das Ganze muss fair und transparent ausgestaltet werden, damit kein Unmut entsteht!
Fortbildung – intern wie extern
Das Thema Energieeffizienz ist sehr dynamisch und entwickelt sich stetig fort. Je besser Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen Bereichen geschult sind, desto stärker können sie Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in ihrem betrieblichen Alltag umsetzen.

Fortbildungen zeigen Zusammenhänge und Gründe für den sorgsamen Umgang mit Energie auf. Nutzen Sie das vorhandene Wissen im Unternehmen, indem erfahrene Beschäftigte – z. B. aus einem Energie-Team – neue Angestellte schulen.
Nutzen Sie auch externe Schulungsangebote, um das Wissen anschließend im Unternehmen zu verbreiten. Die Industrie- und Handelskammern bieten beispielsweise eine Qualifizierung von Auszubildenden zu Energie-Scouts und Ausbildungen im Bereich Energiemanagement an.