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Dienstreisen und Pendeln

Emissionen durch Dienstreisen oder Pendeln lassen sich durch ein paar einfache Maßnahmen verringern. So ist spätestens seit dem Jahr 2020 klar, dass gute Zusammenarbeit in vielen Fällen auch digital möglich ist.

Je stärker Unternehmen global vernetzt sind, desto häufiger treten Angestellte in einen internationalen Austausch. Auf dem Arbeitsmarkt ist räumliche Flexibilität inklusive Pendeln gefragt. Beides verursacht hohe Emissionen. In der nachfolgenden Grafik sind die Treibhausgas-Emissionen verschiedener Verkehrsträger zu sehen.

Grafik Treibhausgase einzelner Verkehrsmittel im Personenverkehr pro Personenkilometer, Bezugsjahr 2019 (Quelle: UBA-Homepage)

Treibhausgasemissionen in Gramm pro Personenkilometer

  • In der Grafik (zu vergrößern per Klick) sehen Sie die Treibhausgas-Emissionen verschiedener Verkehrsträger.
  • Flugzeug, Inland: 214
  • Pkw: 143
  • Linienbus, Nahverkehr: 80


Dienstreisen

Prüfen Sie, ob Dienstreisen tatsächlich erforderlich sind. Stellen Sie sich dazu folgende Fragen:

  • Ist ein persönliches Gespräch erforderlich oder gewünscht?
  • Ist eine Videokonferenz als Ersatz für eine Dienstreise denkbar?
  • Kann ein persönliches Treffen mit anderen Events wie Messen kombiniert werden?
  • Welches Verkehrsmittel bietet die beste Kombination aus Komfort und Emissionsvermeidung?
  • Wie können verursachte Emissionen ausgeglichen werden?
Vorteil Bahn: Zeitsparend und komfortabel
Gut ausgebaute Fernverkehrsnetze erlauben es, vor allem im Inland schneller zu reisen als mit Flugzeug oder Auto. Entscheidend ist die Anbindung der Flughäfen oder Bahnhöfe zum eigentlichen Zielort. Da bei Kurzstreckenflügen die energieintensiven Start- und Landevorgänge besonders ins Gewicht fallen, sollten diese nach Möglichkeit vermieden werden.

Eine Bahnfahrt bietet die Möglichkeit, während der Fahrt zu arbeiten. Sie können während der Fahrt einen Termin vor- und nachbereiten oder sich einfach entspannen. Zudem müssen Sie bei Bahnreisen weniger Zeitpuffer einplanen, da zum Beispiel Check-In und Boarding entfallen.
Videokonferenzen: Einfach und trotzdem persönlich
Im Zuge der Pandemie im Jahr 2020 hat sich die Nutzung von Videokonferenzen im geschäftlichen Alltag etabliert. Für das Knüpfen erster Kontakte sind persönliche Gespräche nach wie vor wichtig.

Bei internen Meetings, aber auch beim Austausch mit bekannten Geschäftspartnern, können Geschäftsreisen durchaus durch digitale Lösungen ersetzt werden. Dadurch sinkt der ökologische Fußabdruck und alle Beteiligten sparen Zeit und Geld.
Elektromobilität: eine starke Alternative
Für die Zukunft werden sinkende Preise und weiter steigende Reichweiten für Elektroautos erwartet. Prüfen Sie, ob Elektroautos ganze oder teilweise alte Flottenbestände ersetzen können. Gerade für lokale Aktivitäten oder bei regelmäßigem Pendeln zwischen den Standorten eines Unternehmens sind Elektroautos ökonomisch sinnvoll.

Achten Sie aus Klimaschutzgründen auf die Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien. Auch andere alternative Antriebe wie Brennstoffzellen oder hybride Lösungen können dabei helfen, die Emissionen von Dienstreisen zu verringern.

Pendeln

Als modernes Unternehmen haben Sie die Pendelaktivitäten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Blick und berücksichtigen diese in der Energiebilanz. So können Sie Strategien entwickeln, wie Sie gemeinsam Energie und Emissionen einsparen. Meistens erhöht sich dabei die Flexibilität und der Komfort für die Angestellten – und damit die Motivation. Hier ein paar Ansatzpunkte:

  • Ermöglichen Sie Homeoffice und mobiles Arbeiten (z. B. auf dem Arbeitsweg im Zug).
  • Stellen Sie eine gute Infrastruktur für Radfahrer/innen bereit, z. B. Duschen, Fahrradunterstände, Leihräder.
  • Schaffen Sie betriebsinterne Mitfahrbörsen und falls nötig eigene Shuttle-Buslinien zum Bahnhof während der Stoßzeiten.
  • Stellen Sie E-Ladesäulen für Pkw und E-Bikes bereit, eventuell mit eigener Photovoltaik.
  • Bieten Sie Jobtickets und flexible Arbeitszeiten an.