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Neubau des Wasserkraftwerkes Keselstrasse

Im Allgäu wurde eine große regenerative Baumaßnahme umgesetzt.

Projektträger: Allgäuer Überlandwerk GmbH

Projektstandort

Kempten

Kempten

Kontakt

Wasserkraftwerk Keselstraße
Thorsten Häusler
Illerstraße 18
87435 Kempten
Tel: (0831) 2521-422
Thorsten.Haeusler[at]auew.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Lärmschutz für die zukünftige Wohnbebauung - gewässerökologisch nach den neuesten Erkenntnissen

Einsparungen: CO2-Einsparung: 5.400 t / Jahr

Nutzen: zusätzlich 4 GWh CO2-freier Strom

Kosten: Gesamtkosten: 15.000.000 Euro
Fotos
Klicken Sie auf ein Bild (insgesamt 4 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Neubau eines Laufwasserkraftwerkes an der Iller in Kempten als Ersatz einer 50 Jahre alten Anlage. Höhere Ausbauleistung und besserer Wirkungsgrad führen zu einer Steigerung der Stromerzeugung von etwa 30 %.

Die bestehende Kraftwerksanlage wurde komplett erneuert. Es bedurfte einer Anlage, die zum Einen hoch effizient arbeitet und zum Anderen den gestiegenen Anforderungen des Schallschutzes (geplante Wohnbebauung) Rechnung trägt.
Durchführung
Im neuen Kemptener Wasserkraftwerk werden jährlich ca. 10,5 Millionen kWh CO2-freier Strom produziert. Damit können rund 3.000 Haushalte versorgt und etwa 5.400 Tonnen der schädlichen CO2-Emissionen vermieden werden.

Anfang November 2007 wurde mit dem Bau des neuen Laufwasserkraftwerks an der Keselstraße begonnen. Dabei wurde der Altbau aus dem Jahr 1958 vollständig abgebrochen und eine neue Konstruktion gebaut. Die Investitionskosten betrugen rund 15 Millionen Euro. Für den Bau wurden insgesamt 12.000 Kubikmeter Beton und 770 Tonnen Stahl verbraucht.

Die beiden Kaplanturbinen stammen von der Firma AndritzHydro aus Ravensburg. Jede Turbine hat einen Durchmesser von 2,35 Metern und ist sieben Meter hoch. Der Nenndurchfluss (Schluckvermögen) liegt bei 32 Kubikmeter pro Sekunde. Das Volumen kann man sich vorstellen, als ob auf der Allgäuer Festwoche 32.000 Maßkrüge pro Sekunde auf einmal ausgetrunken werden würden.

Seit der Fertigstellung im Juli 2010 wird das Turbinengebäude als gefrorene Welle, Gletscherzunge oder sternförmig geschliffener Flussstein bezeichnet. Neben dem Kraftwerk befinden sich die alten und denkmalgeschützten Gebäude aus Backstein, in denen bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts Spinnereien und Webereien betrieben wurden.
Stolpersteine
  • Sicherung der angrenzenden Bebauung: Die Baugrube war bis zu 20 m tief und die Wände der landseitigen Baugrubenumschließung wurden mit mehreren hundert (bis zu 12 m langen) Nägeln gesichert.
Auszeichnungen
  • Deutscher Architekturpreis "Beton" 2011
    verliehen von: deutsche Zement- und Betonindustrie in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten

Beispiel gemeldet:03/2011
zuletzt aktualisiert:05/2021

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