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Geowärme Erding

Geothermieanlage mit angeschlossenem Geofernwärmenetz

Projektträger: Zweckverband Geowärme Erding

Projektstandort

Erding

Erding

Kontakt

Zweckverband Geowärme Erding
Michael Perzl
Geschäftsleiter
Landshuter Str. 1
85435 Erding
Tel: (08122) 408-105
michael.perzl[at]erding.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt

Einsparungen: CO2-Einsparung: 15.000 t / Jahr

Förderung: Zuschuss: 4.200.000 Euro
  Fördergeber: Freistaat Bayern, EU

Beschreibung

Auslöser
Auslöser des Projektes war eine nichtfündige Ölbohrung, aus der das vorgefundene 65 °C warme Thermalwasser nun mittels einer Wärmetauscher- und Wärmepumpenanlage in das neu errichtete Fernwärmenetz in Erding eingespeist wird und so die Bürgerinnen und Bürger mit umweltgerechter Wärme versorgt.
Durchführung
Das geförderte Thermalwasser wird in dreifacher Weise sowohl stofflich (Thermalbadnutzung und Trinkwasser) als auch energetisch (Geo-Fernwärme) genutzt. Aus dem Projekt hat sich u. a. die THERME ERDING als zwischenzeitlich größte Therme Europas entwickelt.

Durch das Projekt werden im Endausbau jährlich bis zu 7 Mio. Liter Heizöl kompensiert. Die Heizwerke erreichen im Endausbau einen Gesamtanschlusswert von 75 MW – das entspricht 15 % des Erdinger Wärmebedarfs.

Gesicherte Daten über die Warmwasservorkommen,Tiefe sowie gute seismische Daten über den Untergrund zur Risikoabschätzung sind wichtig, damit das Projekt gelingt.
Tipps
  • Innovative Partnerbüros aus dem Fernwärmebereich, die sich ebenfalls mit Nachdruck für die Umsetzung dieser Energieform einsetzen.
  • Planungsbüros, die in erster Linie die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojektes im Auge haben.
  • Ein eigenes agiles Unternehmen, das als ständiger Motor das Projekt anschiebt, Erweiterungsmöglichkeiten untersucht und wirtschaftlich rechnet.
  • Faire Verträge, die allen Beteiligten wirtschaftlichen Erfolg sichern.
Stolpersteine
  • Wegen der kostenintensiven Tiefenbohrung ist eine gewisse Mindestgröße der Anlage notwendig. Potenzialerhebung durchführen und wenn möglich Options- oder Vorverträge abschließen.
  • Niederbringen der Tiefenbohrung erst bei einer wirtschaftlich sich tragenden Größe der Anlage, denn die Investitionskosten der Bohrungen und des Verteilnetzes sind beträchtlich.
Auszeichnungen
  • 06/1999: Bayerischer Energiepreis 1999
    verliehen von: Bayerisches Energie Forum

Beispiel gemeldet:12/2010
zuletzt aktualisiert:07/2021

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