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Landkreis Cham bringt Energiewende voran

Energienutzungsplan dient als übergeordnetes regionales Planungs- und Handlungsinstrument.

Projektträger: Landkreis Cham

Projektstandort

Cham

Cham_georeferenzierung

Kontakt

Matthias Wiedemann
Mittelweg 15
93413 Cham
Tel: (09971) 78-568

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Energieeinspar- und Energieeffizienzpotenzial ist sowohl im Wärme- als auch im Strombereich sehr hoch

Nutzen: Der Nutzen dieses Konzeptes ist zunächst ein Überblick über die aktuelle energetische Situation im Landkreis Cham und darüber hinaus ein Leitfaden zu mehr Energieeffizienz und steigenden Einsatz von erneuerbaren Energien für die kommenden Jahre. Die Frage der Einsparung kann deshalb erst nach einigen Jahren rückwirkend beantwortet werden.

Kosten: Gesamtkosten: 80.000 Euro

Förderung: Zuschuss: 40.000 Euro
  Fördergeber: Bayerisches Wirtschaftsministerium

Beschreibung

Auslöser
Die Erstellung eines Energienutzungsplanes wurde durch den Kreistag beschlossen. Das Konzept wurde, nach Auswahl von drei Angeboten, von der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH (FfE) in München erarbeitet. Das Zukunftsbüro des Landkreises Cham erhob dazu die Daten aller Kommunen im Landkreis. Die Erstellung des Konzeptes wurde zu 50 % vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert.
Durchführung
Das vorliegende Konzept des Energienutzungsplanes beinhaltet eine umfassende Ist-Zustands-Analyse des Strom- und Wärmeverbrauchs sowie der Anteile erneuerbarer Energien. Darüber hinaus werden Energieeinspar- und Energieeffizienzpotenziale sowie die zukünftigen Möglichkeiten zum Ausbau erneuerbarer Energien dargestellt. Als Ergebnis des Konzeptes werden die erforderlichen Maßnahmen in einem Katalog zusammengefasst und deren Ziele und Umsetzungsnotwendigkeiten beschrieben. Der Energienutzungsplan (ENP) stellt Daten zur Verfügung, an denen sich relevante Stellen beim weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien orientieren können.

Der Energieverbrauch wird in diesem Konzept getrennt nach Verbrauchergruppen bzw. Wirtschaftssektoren untersucht, die folgendermaßen aufgeschlüsselt sind: Private Haushalte,Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen, Verkehr und kommunale Liegenschaften, wobei der Landkreis nur auf letztere direkt Einfluss nehmen kann.

Im Sinne der Nachhaltigkeit ist der ENP einwesentlicher Ansporn neue Quellen (insbesondere zusätzliche PV- und Windkraft-Anlagen) zur Erzeugung von erneuerbarer Energie zu erschließen.

Darüber hinaus spielt die Energieeffizienz eine wesentliche Rolle. So wird mit moderner Regelungs- und Steuerungstechnik sowie hocheffizienten Motoren und Beleuchtungen bei gleicher Leistung weniger elektrische Energie verbraucht. Ein wesentlicher Eckstein ist die fortgeführte Gebäudedämmung sowie der Einsatz von Biomasse, um den Primärenergieverbrauch im Heizungsbereich zu senken.

Die Kommunen sehen sich mit ihren Einzelprojekten hierbei als beispielgebende Vorreiter, um die eigenen Bürger zu motivieren selbst aktiv an der Energiewende teilzunehmen.
Tipps
  • Die Datenerhebung muss sehr gründlich erfolgen, um ein möglichst genaues Abbild der örtlichen Situation zu schaffen.
  • Die beteiligten Kommunen müssen frühzeitig eingebunden werden, um das Konzept aus dem Verständnis heraus zu unterstützen, dass auch sie von den Ergebnissen nachhaltig profitieren können.
Stolpersteine
  • Zur Datenerhebung ist ein ausreichend langer Zeitansatz nötig. Besonders über Haupturlaubszeiten hinweg kann es vorkommen, dass Datenabfragen sehr zeitverzögert beantwortet werden.
  • Darüber hinaus ist es nicht einfach, belastbares Datenmaterial zu erheben. Zum einen muss äußerst exakt gearbeitet werden, zum anderen ist es teilweise schwierig, hilfreiche Daten zu erhalten, da diese auf Grund von individuellen Datenschutzbestimmungen häufig nicht herausgegeben werden dürfen.

Beispiel gemeldet:01/2014 

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