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Energiezentrale Fürstenfeldbruck West

Innovatives Bio-Heizkraftwerk (Hackschnitzel) zur dezentralen Versorgung von privaten Haushalten und Unternehmen mit Heizwärme sowie Prozesswärme und -kälte.

Projektträger: Stadtwerke Fürstenfeldbruck GmbH

Projektstandort

Fürstenfeldbruck

Fürstenfeldbruck_georeferenzierung

Kontakt

Energiezentrale Fürstenfeldbruck West
Christian Wiegner
Abteilungsleiter "Fernwärme, Wasserversorgung und Eigenversorgung"
Bullachstraße 27
82256 Fürstenfeldbruck
Tel: (08141) 401-257
wiegner[at]stadtwerke-ffb.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
dezentrale, hocheffiziente Wärmeenergieversorgung mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz aus der Region; PV auf Dach

Einsparungen: CO2-Einsparung: 5.300 t / Jahr
Fotos
  • Energiezentrale West Fürstenfeldbruck
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(insgesamt 1 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Durch Investitionen mehrerer Unternehmen im Westen Fürstenfeldbrucks entstand ein Bedarf an Fernwärme und -kälte. Dies ermöglichte es, ein Biomasseheizwerk effizient und wirtschaftlich zu betreiben. Als örtliches Versorgungsunternehmen erkannte die Stadtwerke Fürstenfeldbruck GmbH dieses Potenzial. Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck entwickelten das Projekt Energiezentrale Fürstenfeldbruck West und setzten es um.
Durchführung
Die Besonderheit am Projekt Energiezentrale Fürstenfeldbruck West ist erstens die Vielzahl an Energieformen, die mit dieser Anlage bereitgestellt werden. Aus der regenerativen Energie, die aus Biomasse (Holzhackschnitzel) gewonnen wird, erzeugen die Stadtwerke Fürstenfeldbruck Prozesswärme in Form von Heißwasser mit 130°C, Fernwärme und im Sommer Kaltwasser zur Klimatisierung von Rechenzentren und Gebäuden. Dadurch erreicht die Anlage ca. 7.000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr.

Zum zweiten weist die Energiezentrale Fürstenfeldbruck West mit 0,23 einen sehr niedrigen Primärenergiefaktor auf. Dieser geringe Wert ist darauf zurückzuführen, dass zu 87 % Holzhackschnitzel als CO2-neutraler Energieträger eingesetzt wird (Stand 2008). Mit dieser einen Klimaschutzmaßnahme können somit ca. 5.300 t CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden.

Entscheidend für ein Projekt dieser Art ist die Kenntnis über den Energiebedarf der Abnehmer, um die Anlage entsprechend der örtlichen Gegebenheiten errichten zu können.
Tipps
  • Die Anlagen immer mit mehreren Energieträgern konzipieren, um zu starke Abhängigkeiten von einem einzigen Energieträger zu vermeiden.
  • Bei der Anlagenplanung besonders auf eine effiziente Brennstoff-Handhabung achten.
  • Für besonders wartungsintensive Anlagenteile (Biomassekessel) müssen die Wartungsabläufe in der Planung besonders berücksichtigt werden.
  • Eine Überdimensionierung der Biomassefeuerung unbedingt vermeiden.
Stolpersteine
  • Um Probleme bei der Planung und dem Betrieb zu vermeiden, unbedingt den Erfahrungsaustausch mit anderen Anlagenbetreibern suchen.
Auszeichnungen
  • 06/2009: Deutscher Energiekonzept Sonderpreis 2009
    verliehen von: e-coco energy-consider new concepts / Info.kreis für Raumplanung

Beispiel gemeldet:03/2011 

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