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Windenergie – Energie, die zieht

Seit Jahrhunderten nutzen wir den Wind: Früher war er für das Wirtschaftsleben wichtig und trieb Windmühlen und Handelsschiffe an. Im 20. Jahrhundert nutzen wir ihn vor allem in der Freizeit, z. B. zum Segeln, Surfen und Fliegen. Jetzt besinnen wir uns wieder darauf, die Kraft des Windes für unsere Lebensgrundlagen einzusetzen – bei der Stromerzeugung durch Windenergieanlagen (WEA). Dank der finanziellen Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz wird Windenergie seit zehn Jahren verstärkt genutzt.

Windkraftanlagen aus der Luft

Vorteile der Windenergienutzung:

  • Windenergie steht als erneuerbare Ressource dauerhaft zur Verfügung
  • Kein Kohlendioxid (CO2)-Ausstoß während des Anlagenbetriebs
  • Geringer Flächenbedarf von Windenergieanlagen
  • Neben der Wasserkraft kostengünstigste Form regenerativer Stromerzeugung
  • Sehr kurze energetische Amortisationszeit (unter einem Jahr)
  • Windenergieanlagen produzieren ihren Strom vorwiegend im Winter, wenn der Bedarf am höchsten ist


Windkraftanlage mit Aussichtsplattform 3

Nutzung von Windenergieanlagen:

  • Stromerzeugung
  • Einbindung in den Tourismus (Aussichtstürme)
  • Ermöglichung von Pacht- und Steuereinnahmen


"Windheizung 2.0": Überschuss-Strom als Heizenergie nutzen

Die "Windheizung 2.0" soll sich dem dynamischen Angebot im Stromnetz und damit der Energiezukunft anpassen: Bei Stromüberschuss und freien Leitungskapazitäten entnimmt sie Energie, speichert diese als Wärme im Gebäude und überbrückt damit Stromengpasszeiten. Das Projekt "Energieinfrastruktur der Zukunft: Energiespeicherung und Stromnetzregelung mit hocheffizienten Gebäuden – Windheizung 2.0" des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) erforscht Grundlagen und Möglichkeiten der Umsetzung.