Holzhackschnitzelheizung an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Mit dem Holzhackschnitzelheizwerk werden etwa 70 % der benötigten Wärme CO₂ neutral und aus regionalen Rohstoffen bereitgestellt.
Projektträger: Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Beschreibung

Auslöser

Der Energiebedarf des Zentrums für Forschung und Weiterbildung wurde bisher mit Heizöl, Erdgas und Fernwärme gedeckt. Steigende Energiepreise für diese Energieträger und der Anspruch, nachhaltige Energie zu verwenden waren der Anlass zum Umstieg auf den nachwachsenden Rohstoff Holz. Das Holz ist Waldrestholz aus regionalen Wäldern oder stammt aus der Landschaftspflege in der Region.

Durchführung

Das Zentrum für Forschung und Weiterbildung ist ein Teil der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf am Campus Weihenstephan. Für die Beheizung der Gewächshäuser und der Büro- und Lehrgebäude hat das Zentrum einen jährlichen Energiebedarf von ca. 4.000 MWh. Diese Energie wurde vor Inbetriebnahme der Holzhackschnitzelanlage mit Heizöl, Erdgas und Fernwärme gedeckt. Steigende Energiepreise einerseits, aber auch der Anspruch als grüne Hochschule die benötigte Energie möglichst CO₂-neutral herzustellen, waren Gründe für die Umsetzung des Projekts. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die regionale Wertschöpfung durch die Verwendung regionaler, nachwachsender Rohstoffe.

Der Biomasseheizkessel hat eine Leistung von 850 kW. Die dort erzeugte Wärme wird in die Heizzentrale "eingespeist" und von dort verteilt. Die Heizzentrale wurde 2019/2020 energetisch saniert. Es stehen drei Pufferspeicher zur Verfügung, so dass die Holzhackschnitzelheizung in den Wintermonaten kontinuierlich betrieben werden kann. Die zusätzlich benötigte Wärmeenergie wird als Fernwärme bezogen. Als Redundanz steht noch ein Ölkessel bereit.



Beispiel gemeldet: 02/2018

zuletzt aktualisiert: 11/2022