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Geomaris – das neue, energieeffiziente Erlebnisbad

Die Modernisierung und Sanierung spart viel Energie und CO2 bei gleichzeitigen Attraktionszuwächsen in der Architektur.

Projektträger: Stadt Gerolzhofen

Projektstandort

Gerolzhofen

 Gerolzhofen_georeferenzierung

Kontakt

Stadt Gerolzhofen
Wolfgang Schulz
Betriebsleiter
Dingolshäuser Strasse 2
97447 Gerolzhofen
Tel: (09382) 261
info[at]geomaris.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Durch den verringerten Bedarf an fossilien Brennstoffen wird der Ausstoß von Treibhausgasen gesenkt.

Einsparungen: CO2-Einsparung: ca. 4.000.000 kWh (Erdgas)
  Energieeinsparung: ca. 50 %
  Kosteneinsparung: ca. 50 %

Kosten: Gesamtkosten: ca. 10 Millionen Euro
  Weitere Angaben: Durch Zeitverzögerungen Kostenmehrung gegenüber Kostenvoranschlag.

Förderung: Zuschuss: 3,6 Millionen Euro
  Fördergeber: Freistaat Bayern: Programm "KlimR"

Beschreibung

Auslöser
Auslöser für den Umbau waren die stetig hohen Unterhaltskosten hinsichtlich des Strom- und Heizbedarfes für die Wasserflächen und die Gebäudeerwärmung.
Durchführung
Nachdem das Freizeitbad "Geomaris" im unterfränkischen Gerolzhofen wegen Umbaumaßnahmen eineinhalb Jahre geschlossen war, feierte man im November 2014 seine Wiedereröffnung.

In den 1970er Jahren errichtet, wurde das kombinierte Hallen- und Freibad in den frühen 90ern erweitert. Zwei Jahrzehnte später befand sich das Objekt am Ende seiner Nutzungsdauer, was eine aufwendige Teilsanierung mit Teilneubau notwendig machte.
Die bestehende Schwimmhalle wurde teilweise rückgebaut; der sanierungsfähige Teil wurde bis auf den Rohbauzustand zurückgeführt, ertüchtigt und um einen Neubauteil ergänzt, der das Gebäudevolumen in Richtung Osten erweitert. Auch die vorhandene technische Gebäudeausrüstung war im Wesentlichen abgängig und wurde ersetzt. Außensauna und Freibecken waren nicht Bestandteil der Planung und blieben daher unverändert. Neben einer optischen und funktionalen Aufwertung des Gebäudes wurde auch auf den Einbau energieeffizienter Technik und Wärmedämmung geachtet.

Die Beheizung der Schwimmhalle erfolgt über zwei Heizsysteme. Zur Temperierung des Fußbodens wurde im gesamten Badebereich eine Fußbodenheizung installiert, welche konstant mit einer Temperaturspreizung von 50 - 40°C betrieben wird, wobei die Fußboden-Oberflächentemperatur auf max. 36°C begrenzt ist. Die Deckung der Restheizlast der Schwimmhalle erfolgt über die zugehörige Lüftungsanlage.
Um ein ökologisches Gesamtkonzept im Zusammenspiel von Architektur und Haustechnik zu realisieren, wurde eine kompakte Gebäudevolumetrie mit optimierten Öffnungsanteilen einerseits sowie der Einsatz energetisch sinnvoller Lösungen im Bereich der technischen Anlagen andererseits konzipiert. Hochwertige Dämmstoffe, eine Dreischeiben-Verglasung sowie erneuerbare Energien in Form von Solarabsorbern zur Vor- und Erwärmung des Beckenwassers wurden eingesetzt. Auch wurde der Anteil geschlossener und damit sehr gut wärmegedämmter Wandflächen im Verhältnis zu den transparenten Wandflächen bezogen auf den Bestand um ca. 50 % erhöht. Im Zuge der Teilsanierung mit Teilneubau ist so ein energiesparendes Erlebnisbad mit einem verringerten Energieendbedarf um 50 % entstanden. Das Projekt erhielt finanzielle Förderung vom Freistaat Bayern über das Programm "KlimR". Der Erfolg der Sanierung lässt sich mit den gestiegenen Besucherzahlen belegen.
Tipps
  • Genaue Bestandsuntersuchung, die Aufenthaltsflächen nicht zu klein planen, BHKW-Größe richtig definieren
Stolpersteine
  • Reale Ausrichtung des Bades und Zielvorgaben realistisch an den Bedarf anpassen

Beispiel gemeldet:11/2017 

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