Geomaris – das neue, energieeffiziente Erlebnisbad

Die Modernisierung und Sanierung spart viel Energie und CO₂. Gleichzeitig wird das Bad durch die neue Architektur viel attraktiver.
Projektträger: Stadt Gerolzhofen

Beschreibung

Auslöser

Auslöser für den Umbau waren die stetig hohen Unterhaltskosten hinsichtlich des Strom- und Heizbedarfes für die Wasserflächen und die Gebäudeerwärmung.

Durchführung

Nachdem das Freizeitbad Geomaris im unterfränkischen Gerolzhofen wegen Umbaumaßnahmen eineinhalb Jahre geschlossen war, feierten wir im November 2014 die Wiedereröffnung.

In den 1970er Jahren errichtet, wurde das kombinierte Hallen- und Freibad in den frühen 90ern erweitert. Zwei Jahrzehnte später befand sich das Objekt am Ende seiner Nutzungsdauer, was eine aufwendige Teilsanierung mit Teilneubau notwendig machte.
Die bestehende Schwimmhalle wurde teilweise rückgebaut. Der sanierungsfähige Teil wurde bis auf den Rohbauzustand zurückgeführt, ertüchtigt und um einen Neubauteil ergänzt, der das Gebäudevolumen in Richtung Osten erweitert. Auch die vorhandene technische Gebäudeausrüstung war im Wesentlichen veraltet und wurde ersetzt. Außensauna und Freibecken waren nicht Bestandteil der Planung und blieben daher unverändert. Neben einer optischen und funktionalen Aufwertung des Gebäudes wurde auch auf den Einbau energieeffizienter Technik und Wärmedämmung geachtet.

Die Beheizung der Schwimmhalle erfolgt über zwei Heizsysteme. Zur Temperierung des Fußbodens wurde im gesamten Badebereich eine Fußbodenheizung installiert, welche konstant mit einer Temperaturspreizung von 50 - 40 °C betrieben wird, wobei die Fußboden-Oberflächentemperatur auf max. 36 °C begrenzt ist. Die Deckung der Restheizlast der Schwimmhalle erfolgt über die zugehörige Lüftungsanlage.
Um ein ökologisches Gesamtkonzept im Zusammenspiel von Architektur und Haustechnik zu realisieren, wurde eine kompakte Gebäudevolumetrie mit optimierten Öffnungsanteilen einerseits sowie der Einsatz energetisch sinnvoller Lösungen im Bereich der technischen Anlagen andererseits konzipiert. Hochwertige Dämmstoffe, eine Dreischeiben-Verglasung sowie erneuerbare Energien in Form von Solarabsorbern zur Vor- und Erwärmung des Beckenwassers wurden eingesetzt. Auch wurde der Anteil geschlossener und damit sehr gut wärmegedämmter Wandflächen im Verhältnis zu den transparenten Wandflächen bezogen auf den Bestand um ca. 50 % erhöht. Im Zuge der Teilsanierung mit Teilneubau ist so ein energiesparendes Erlebnisbad mit einem verringerten Energieendbedarf um 50 % entstanden. Der Erfolg der Sanierung lässt sich mit den gestiegenen Besucherzahlen belegen.

Tipps

  • Wir empfehlen eine genaue Bestandsuntersuchung.
  • Wichtig ist, die Aufenthaltsflächen nicht zu klein zu planen.
  • BHKW-Größe richtig definieren

Stolpersteine

  • Es ist nicht so einfach, die reale Ausrichtung des Bades und die Zielvorgaben realistisch an den Bedarf anzupassen.

Beispiel gemeldet: 02/2018

zuletzt aktualisiert: 08/2022