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Nahwärmeversorgung

Öffentliche Gebäude und Privathäuser werden über ein gemeindeeigenes Netz mit Abwärme aus einer bäuerlichen Biogasanlage versorgt.

Projektträger: Gemeinde Kastl - Oberbayern

Projektstandort

Kastl

Kastl_georeferenzierung

Kontakt

Gottfried Mitterer
Bürgermeister
Altöttinger Str. 35
84556 Kastl Oberbayern
Tel: (08671) 9699-51
buergermeister[at]kastl-obb.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Es werden nachwachsende Rohstoffe genutzt und keine fossilen Brennstoffe verbraucht.

Kosten: Gesamtkosten: 540.000 Euro
  Weitere Angaben: Externe Personalkosten sind in den Gesamtkosten enthalten.

Förderung: Kredit: 300.000 Euro
  Zuschuss: 80.755 Euro
  Fördergeber: KfW-Darlehen mit Tilgungszuschuss des Bundes
Fotos
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(insgesamt 1 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Die Gemeinde Kastl nutz seit einigen Jahren regenerative Energien. Im Gemeindegebiet gab es 2009 bereits 192 Photovoltaik-Anlagen. Mit dieser beeindruckenden Zahl wurde Kastl auch schon mehrfach Deutscher Meister in der Solarbundesliga.

Da lag es nahe, alle öffentlichen Gebäude der Gemeinde an ein Nahwärmenetz anzuschließen und die Abwärme einer bäuerlichen Biogasanlage zum Heizen zu nutzen.
Durchführung
Eine bäuerliche Biogasanlage versorgt das von der Gemeinde gebaute und betriebene Nahwärmenetz mit Abwärme. Der Betreiber der Biogasanlage nutzt etwa die Hälfte der Abwärme selbst, die andere Hälfte speist er ins Nahwärmenetz ein.


Im ersten Bauabschnitt wurden alle öffentlichen Gebäude Kastls, ein Gasthaus und einige Wohnhäuser angeschlossen. 2009 wurde das Netz erweitert und ein Mehrfamilienhaus, ein Geschäftshaus mit Wohnungen, vier Doppelhaushälften und ein Einfamilienhaus wurden zusätzlich angeschlossen. Mit dieser Erweiterung ist die momentane Kapazitätsgrenze erreicht.


Von Vorteil ist, dass die angeschlossenen Gebäude die Wärme zum Teil zu unterschiedlichen Zeiten nutzen. So nutzen die Schule und der Kindergarten die Wärme überwiegend vormittags und das Gasthaus vor allem nachmittags und abends.


Um die Wärmeversorgung sicherzustellen, wurde in einem Neubau neben der Biogasanlage ein Brenner aufgestellt, der sowohl mit Biogas, als auch mit Flüssiggas betrieben werden kann. Sollte der Gasmotor der Biogasanlage ausfallen, kann das Biogas über diesen Brenner verheizt werden. Um die Gasversorgung des Ersatzbrenners abzusichern, mietete die Gemeinde einen Flüssiggastank an. Damit ist die Wärmeversorgung doppelt abgesichert.
Tipps
  • Eine längere Vorlaufzeit für die Planung berücksichtigen.
  • Schon bei der Planung einen Steuerberater hinzu ziehen.
  • Intensiver auf mögliche Anschlussnehmer zugehen.
Stolpersteine
  • Planung und Bauüberwachung trennen und an zwei Ingenieurbüros vergeben.
  • Auf eine ausreichende Isolierung der Nahwärmeleitungen achten.
  • Ausreichend Absperrventile einplanen.

Beispiel gemeldet:02/2011 

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