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Windheizung 2.0 - Heizung für die Zukunft?

Die „Windheizung 2.0" soll sich dem dynamischen Angebot im Stromnetz und damit der Energiezukunft anpassen können: Bei Stromüberschuss (Winterstürme) entnimmt sie Energie, bei Engpass verzichtet sie. Ob und wie sich dieses zukunftsträchtige Heizsystem anwenden lässt, erforscht ein LfU-Projekt.

Windräder Symbolbild

Das Energiesystem auf Basis erneuerbarer Energien führt zu einem zunehmend dynamischen Angebot von Strom – zum Beispiel gibt es an sonnigen oder stürmischen Tagen besonders viel Strom und sogar Überschüsse, wodurch negative Strompreise
an der Börse auftreten. Mit „Power-to-Heat“, also „Strom zu Wärme“, kann überschüssiger Strom in Heizenergie umgewandelt werden.

Überschüssigen Strom als Heizwärme speichern


Bisherige Power-to-Heat Anwendungen können jedoch nicht ausreichend stromnetzdienlich eingesetzt werden. Hier setzt das Projekt „Energieinfrastruktur der Zukunft: Energiespeicherung und Stromnetzregelung mit hocheffizienten Gebäuden: Windheizung 2.0“ des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) an: Es zielt darauf ab, überschüssigen Strom (insbesondere von Windenergieanlagen) in effizienten Gebäuden per Warmwasserspeicher als Heizwärme zu speichern.

Gebäude der Zukunft als „funktionale Speicher“

So könnten Gebäude in Zukunft durch zeitliche Entkoppelung des Strombezugs von der Wärmebereitstellung (Zeitraum ein bis zwei Wochen) als „funktionaler Stromspeicher“ fungieren. Welche Voraussetzungen dafür notwendig sind und welche Optimierungen es noch für eine Breiteneinführung dieser Zukunftstechnologie bedarf, sind wichtige Teile des vom Bayerischen Wirtschaftsministerium finanzierten LfU-Projekts. Interessierte können auf der folgenden Tagung sowie in einer Projektskizze mehr zu Power-to-Heat und zum Projekt „Windheizung 2.0“ erfahren:

05./06.07.2017 Fachforum Thermische Energiespeicher in Neumarkt i.d.Opf.

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie; Bayerisches Landesamt für Umwelt:
Projektskizze „Windheizung 2.0“