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Umweltaspekte

Erdwärme ist eine erneuerbare, ressourcenschonende Energie, die rund um die Uhr (grundlastfähig) zur Verfügung steht. Bei einer fachgerechten Ausführung und einem den Dimensionen angepassten Betrieb der Anlagen sind die Umweltauswirkungen oberflächennaher Geothermie gering.

Im Folgenden werden diese im Detail betrachtet.

Grundwasser
Bei Erdwärmesondenanlagen, die etwa 80 % der oberflächennahen Geothermieanlagen ausmachen, wird in der Regel zwischen 30 und 100 Meter tief in den Untergrund gebohrt. Bei unsachgemäßer Bohrung und Installation können dabei in manchen Untergründen Grundwasserstockwerke kurzgeschlossen werden, was negativen Folgen haben kann, wie Verschmutzung oder Absinken des Grundwassers. Aus diesem Grund müssen bereits bei der Planung die geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse genau beachtet und die Bohrung von Fachleuten durchgeführt werden. In Bayern ist eine Erdwärmesondenbohrung grundsätzlich nur bis in die Sohlschicht des obersten Grundwasserleiters zulässig.

Für einen Fachbericht zu bisher bekannten Auswirkungen geothermischer Vorhaben in Deutschland aus dem Jahr 2011 haben alle Staatlichen Geologischen Dienste Deutschlands die gemeldeten Auswirkungen von geothermischen Anlagen zusammengetragen. Dabei wurden 109 Fälle von Einflüssen auf das Grundwasser registriert. Bei damals 70.000 solcher Anlagen in Deutschland entspricht das weit unter einem Prozent, zudem waren viele der gemeldeten Auswirkungen temporär oder konnten unterbunden werden.

Negative Auswirkungen von oberflächennaher Geothermie auf das Grundwasser sind also sehr selten und können durch fachgerechte Ausführung ganz verhindert werden.
Wärmeentzug oder -eintrag am Standort
Das Funktionsprinzip einer geothermischen Heizung ist es, dem Untergrund Wärmeenergie zu entziehen, um diese z. B. in Wohnanlagen zu verwenden. Bei geothermischen Kühlanlagen wird dem Boden stattdessen überschüssige Wärme zugeführt.
Bei Erdwärmekollektoren, die je nach Bauart zwischen einem bis vier Meter unterhalb der Erdoberfläche verlegt werden, kann diese Wärmeänderung bei falscher Dimensionierung oder zu starker Nutzung auch Auswirkungen auf die Oberfläche haben. So kann sich zum Beispiel die Wachstumsperiode von Pflanzen, die über dem Kollektor wachsen, um bis zu zwei Wochen verzögern. Durch das richtige Verhältnis von Anlagengröße und Nutzungsintensität können solche negative Folgen jedoch verhindert werden.
Strom- bzw. Gasverbrauch
Bei der oberflächennahen Geothermie verbraucht eine Wärmepumpe zwar Strom bzw. Gas (je nachdem ob es sich um eine elektrische, gasbetriebene oder Hybridwärmepumpe handelt) , die CO2-Bilanz der Geothermie-Heizung ist dennoch deutlich besser, als die einer Gas- oder Ölheizung. Diese kann noch weiter verbessert werden, wenn z. B. der Strom für eine elektrische Wärmepumpe aus erneuerbaren Energien selbst erzeugt oder bezogen wird. Ein dem entsprechender Strombezug ist in Deutschland bei diversen Anbietern möglich.