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Endenergieverbrauch

Der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch in Bayern hat in den letzten zehn Jahren deutlich zugenommen. Er liegt inzwischen bei rund 22 %. Hier finden Sie weitere wichtige Zahlen und Erklärungen zum EEV.

Der Endenergieverbrauch (EEV) bezeichnet die Energie, die der Verbraucher zur Erzeugung seiner benötigten Nutzenergie einsetzt, beispielsweise Strom für Licht oder Brennholz für Heizwärme. Mehr als die Hälfte der Bruttoendenergie wird für die Erzeugung von Wärme oder Kälte eingesetzt und rund 30 % im Verkehr (Quelle: LAK Energiebilanzen 2019, Datenstand: 2016)

Die Endenergie ist die Energie, die dem Verbraucher vor Ort für seine Zwecke zur Verfügung steht. Beispielsweise ist die für die Heizung gelieferte Menge an Gas die Endenergie, die für die Wärmeerzeugung im Haus benötigt wird.

Struktur des Endenergieverbrauchs

  • Die Endenergie in Bayern stammt zum größten Teil aus Mineralölprodukten und Erdgas, die hauptsächlich zum Heizen und zum Antrieb von Fahrzeugen eingesetzt werden.
  • Erneuerbare Energien haben einen Anteil von insgesamt knapp 22 % am bayerischen Endenergieverbrauch.


Erneuerbare Energieträger im EEV

  • Den größten Anteil der erneuerbaren Energieträger am Endenergieverbrauch stellt die Biomasse mit 58 %.
    Etwa 70 % davon werden als Wärme genutzt, 19 % als Strom und 11 % als Kraftstoff.
  • Bei der Sonnenenergie (19 %) wird etwa ein Fünftel als Wärme verbraucht, der Rest als Strom.
  • Geothermie und Umweltwärme* (5 %) werden etwa 97 % zur Wärme- und 3 % zur Stromerzeugung verwendet.
    (* durch Einsatz von Wärmepumpen).
  • Wasserkraft (13 %) und Windenergie (5 %) dienen ausschließlich der Stromerzeugung.
  • Die Daten über die Nutzungsbereiche stammen aus dem Kapitel "Erneuerbare Energien" aus der Veröffentlichung des StMWi: Aktuelle Zahlen zur Energieversorgung in Bayern - Prognose bis zum Jahr 2018.


Endenergieverbrauch nach Verbrauchergruppen

  • Der Verbrauch der Endenergie findet in verschiedenen Lebensbereichen statt. Ein Drittel fällt dabei auf den Verkehrssektor.
  • Bei etwa einem Viertel liegt der Endenergieverbrauch in den Haushalten.
  • Die restlichen 39 % werden im Bergbau, Industrie sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen verbraucht.


Entwicklung des Endenergieverbrauchs

  • Der Endenergieverbrauch hat sich in den letzten 20 Jahren in der Summe nicht stark verändert. Es ist bisher kein Abwärtstrend festzustellen.
  • Der Anteil erneuerbarer Energien hat sich seit 1990 in etwa verfünffacht und liegt nach der Prognose für 2018 bei knapp 22 %.


Ziele

Ziel der Bayerischen Staatsregierung (Energieprogramm 2015) ist, dass im Jahr 2025 regenerative Energien 20 Prozent des Endenergieverbrauchs decken.

Ziele der Bundesregierung (Energiekonzept 2010) sind ein Anteil von erneuerbaren Energieträgern am Bruttoendenergieverbrauch von 18 % bis 2020 und 30 % bis 2030.