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Energiebedingte CO2-Emissionen

Die energiebedingten CO2-Emissionen pro Einwohner haben in Bayern seit den 1990er Jahren deutlich abgenommen. In den letzten Jahren stagnieren sie.

CO2 entsteht unter anderem bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe wie Kohle, Erdgas und Erdöl oder daraus hergestellten Produkten (etwa Benzin oder Heizöl). Die hier dargestellten energiebedingten CO2-Emissionenen ergeben sich aus der Energienutzung aller Sektoren (Haushalte, Industrie, Verkehr, Stromerzeugung etc.).

Energiebedingte CO2-Emissionen in Tonnen pro Einwohner

  • In der Grafik sind die energiebedingten Kohlendioxid-emissionen geteilt durch die Einwohnerzahl dargestellt (nicht temperaturbereinigt).
  • Sie liegen laut der aktuellen Prognose für 2018 bei zirka 5,8 Tonnen pro Einwohner.


Milder Winter - Auswirkungen auf den Energieverbrauch
Die CO2-Emissionen fielen im Jahr 2018 niedriger aus als in den Vorjahren. Hier spielt zum einen der relativ milde Winter (wie auch 2014) eine Rolle. Jedoch wurden andererseits auch weniger Steinkohle und Erdöl als Primärenergieträger und mehr erneuerbare Energieträger eingesetzt.

"Nicht temperaturbereinigt" bedeutet, dass die Auswirkungen der Temperaturschwankungen auf den Verbrauch nicht herausgerechnet wurden.

Emissionen nach Sektoren

Die CO2-Emissionen entstehen, wenn die fossilen Energieträger eingesetzt, also verbrannt werden. Dies erfolgt auch bei der Umwandlung in Sekundärenergie (z. B. bei der Stromgewinnung aus Erdgas). Wenn Sie in der Endenergienutzung verbrannt werden (beispielsweise Kraftstoffe im Verkehr), können sie dort einem Nutzungsbereich zugeordnet werden.

BereichCO2-Emissionen in 1.000 tAnteil in %
Umwandlungsbereich (v.a. Strom- und Wärmeerzeugung)13.48417
Verkehr33.80543
Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und übrige Verbraucher21.49227
Verarbeitendes Gewerbe, Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden10.08113

Datenstand: 2017
Daten: LfStat (2019): CO2-Emissionen


Ziele

Der Freistaat Bayern hat sich im Energieprogramm 2015 zum Ziel gesetzt, den energiebedingten CO2-Ausstoß bis 2025 auf 5,5 Tonnen pro Kopf und Jahr zu reduzieren.

Der Freistaat hält an diesem Ziel auch nach dem beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie fest. Dies soll insbesondere durch CO2-Einsparungen im Gebäudesektor, in Industrie und Gewerbe erreicht werden.

Links und Downloads

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz:
Klimaschutz Bayern 2050 - Grundsätze und Ziele