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Daten und Fakten

Zahlen und Daten dienen der Erfassung, Beschreibung und Steuerung der komplexen Energiewirtschaft und ihrer Teilsysteme. In Statistiken, Erhebungen und Berichten werden damit die Strukturen der Energiebereitstellung für Wärme, Strom und Kraftstoffe in Bayern, Deutschland und Europa bis ins Detail beleuchtet. Auf dieser Basis können Experten bei Bedarf spezifische Fragestellungen beantworten.

Nachfolgend werden zentrale Kenngrößen – teilweise etwas vereinfacht – gezeigt. Wenn Sie die Grafiken vergrößern wollen, klicken Sie einfach darauf.

Eine weitere Differenzierung (z. B. für die einzelnen erneuerbaren Energieträger) und Regionalisierung innerhalb Bayerns finden Sie im Energie-Atlas an folgenden Stellen:

Textteil:
- bei den einzelnen erneuerbaren Energien unter "Daten und Fakten"

Kartenteil:
- bei "Energie": Stand der Energiewende
- bei den einzelnen erneuerbaren Energien: Ausbaustand

Hinweis:
Einige der aufgeführten Diagramme bilden Indikatoren ab, die Entwicklungen auf der Grundlage standardisierter Verfahren aufzeigen. Sie ermöglichen auch die Überprüfung politisch gesetzter Ziele sowie einen länderübergreifenden Vergleich. Umfassende Informationen zu den Umweltindikatoren für Bayern, auch im Bereich Klima und Energie, finden Sie unter:

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
Internetseite zu Umweltindikatoren

Primärenergieverbrauch

  • Der Primärenergieverbrauch (PEV) umfasst die für Umwandlung und Endverbrauch benötigte Energie. Er ergibt sich aus der Summe der im Land gewonnenen Primärenergieträger, den Bestandsveränderungen sowie dem Saldo aus Bezügen und Lieferungen.
  • Nebenstehende Grafik zeigt die Struktur des Primärenergieverbrauchs in Bayern.


Erneuerbare Energien

  • Der Anteil der erneuerbaren Energieträger (EE) am Primärenergieverbrauch (PEV) wird in der Energiestatistik nach einer international einheitlichen Methode ermittelt. Für Sonnen- und Windenergie sowie Wasserkraft wird der PEV gleichgesetzt mit der erzeugten Energiemenge. Nur bei der Biomasse ist - wie bei den konventionellen Energieträgern - der Energiegehalt des eingesetzten Rohstoffs bekannt.
  • Bei Klick auf die Grafik sehen Sie die Aufteilung auf die einzelnen Energieträger.


Struktur der Bruttostromerzeugung in Bayern

  • Die Bruttostromerzeugung bezeichnet die von den Kraftwerken erzeugte Strommenge, inklusive dem Anteil, der von den Kraftwerken selbst verbraucht wird. Die erneuerbaren Energieträger haben 2014 mit über 36 % zur Bruttostromerzeugung in Bayern beigetragen. Die Anteile der weiteren Energieträger entnehmen Sie bitte nebenstehendem Diagramm. Bis 2025 soll der Anteil der erneuerbaren Energieträger an der Bruttostromerzeugung auf rund 70 % gesteigert werden.


Struktur der Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Bayern

  • Die erneuerbaren Energien hatten 2014 mit 31,9 Milliarden kWh einen Anteil von 36,2 % an der Bruttostromerzeugung in Bayern. Wie dieser Anteil strukturiert ist, zeigt das nebenstehende Diagramm.
  • Traditionell ist die Wasserkraft in Bayern die wichtigste erneuerbare Energiequelle bei der Stromerzeugung (2014: 11,3 Mrd. kWh). Zweitwichtigster erneuerbarer Energieträger bei der Stromproduktion ist die Sonne mit 10,4 Mrd. kWh vor der Biomasse mit 8,1 Mrd. kWh. Die Windenergie lieferte im Jahr 2014 rund 1,8 Mrd. kWh und damit etwa dreimal so viel wie 2009.
  • Bis 2025 soll der Anteil aller erneuerbaren Energieträger an der Bruttostromerzeugung auf rund 70% gesteigert werden. Dabei sollen die Wasserkraft und die Photovoltaik mit jeweils einem Anteil von 23 bis 25% bzw. 22 bis 25% an der Bruttostromerzeugung weiterhin eine entscheidende Rolle spielen. Bioenergie soll auf einen Anteil von rund 14 bis 16 %, Windenergie von ca. 5 bis 6 % und Geothermie von rund 1 % anwachsen.


Endenergieverbrauch

  • Der Endenergieverbrauch (EEV) umfasst die Verwendung der Energieträger nach ihrer Umwandlung in eine Form (z. B. Strom oder Heizöl), die der Verbraucher zur Erzeugung seiner benötigten Nutzenergie (z. B. Licht oder Heizwärme) verwenden kann.
  • Der Endenergieverbrauch wird nach bestimmten Verbrauchergruppen aufgeschlüsselt und verteilt sich wie in nebenstehender Grafik.
  • Im Jahr 2025 sollen 20 % des EEV aus regenerativen Energien stammen.


Entwicklung des Primärenergieverbrauchs seit 1990

  • Der Primärenergieverbrauch wird durch Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, die Witterungsbedingungen und Effizienzfortschritte bei der Nutzung von Energie stark beeinflusst. Seit den 1970er-Jahren hat der Primärenergieverbrauch in Bayern deutlich zugenommen. Dieser Trend konnte inzwischen trotz dynamischer Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung gestoppt werden, so dass der Verbrauch seit knapp zwei Jahrzehnten stagniert.

Ziele

  • Ziel ist ein Rückgang des Verbrauchs, insbesondere durch Maßnahmen zur Vermeidung von Energieverbrauch und zur Steigerung der Energieeffizienz.
  • Ziel der Bayerischen Staatsregierung (Energieprogramm) ist eine Verringerung um 10 % bis 2025 gegenüber dem Bezugsjahr 2010 und dies trotz erwartetem weiteren Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum.
  • Ziele der Bundesregierung (Energiekonzept 2010) sind ein Rückgang um 20 % bis 2020 und um 50 % bis 2050 gegenüber dem Bezugsjahr 2008.

    Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
    Kernindikator "Energieverbrauch"


Entwicklung des Anteils erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch seit 1990

  • Die erneuerbaren Energien weisen in Bayern im 10-Jahres-Trend eine sehr dynamische Entwicklung auf.
  • Ihr Anteil liegt derzeit bei 16,8 % (Prognose für 2014).

Ziele

  • Ziel des Bayerischen Energieprogramms ist bis 2025 den Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch auf 20 % (2010: 15,1 %) zu erhöhen.
  • Auf Bundesebene soll der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 auf 18 % steigen. Langfristig soll der Anteil bis zum Jahr 2050 auf 60% steigen.

    Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
    Kernindikator "Erneuerbare Energien“


Energieproduktivität - Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts bezogen auf den Primärenergieverbrauch

  • Die Energieproduktivität, sprich das Verhältnis von Bruttoninlandsprodukt zu Primärenergieverbrauch, stellt ein Maß für die Effizienz bei der Energieverwendung dar. Je höher dieser Wert ausfällt, desto effektiver ist die Wertschöpfung eines Landes bzw. einer Region hinsichtlich der eingesetzten Energie. Die Energieproduktivität nimmt in Bayern langfristig zu.

Ziele

  • Ziel des Bayerischen Energieprogramms ist eine Steigerung der Energieproduktivität um mindestens 25 % bis 2025 gegenüber 2010.
  • Ziel der Bundesregierung (Nachhaltigkeitsstrategie) ist eine Verdopplung bis 2020 gegenüber 1990.

    Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
    Kernindikator "Ressourcenproduktivität“


Energiebedingte Kohlendioxidemissionen in Bayern in Tonnen pro Einwohner

  • Die energiebedingten Kohlendioxidemissionen in Tonnen pro Einwohner nehmen in Bayern im 10-Jahres-Trend ab.
  • Um die bayerischen Klimaschutzerfolge bewerten zu können, müssen die Emissionen um die temperaturbedingten Einflüsse bereinigt werden. Die temperaturbereinigten energiebedingten Kohlendioxidemissionen sind in Bayern von 2010 von rund 6,2 auf rund 6,1 Tonnen pro Einwohner im Jahr 2014 trotz Wirtschaftswachstum und Abschaltung des Kernkraftwerks Isar 1 gesunken.
  • In der Grafik sind die tatsächlichen energiebedingten Kohlendioxidemissionen dargestellt (nicht temperaturbereinigt). Sie liegen für 2014 bei ca. 5,8 Tonnen pro Einwohner (Interpretationshinweis: 2014 hatte u.a. einen sehr milden Winter).

Ziele

  • Der Freistaat Bayern hat sich zum Ziel gesetzt, den energiebedingten CO2-Ausstoß bis 2020 auf unter 6 Tonnen und bis 2025 auf 5,5 Tonnen pro Kopf und Jahr zu reduzieren.
  • Der Freistaat hält an diesem Ziel auch nach dem beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie fest. Dies soll insbesondere durch CO2-Einsparungen im Gebäudesektor, in Industrie und Gewerbe erreicht werden.

    Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
    Kernindikator "Kohlendioxidemissionen"


Links und Downloads

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi):
Bayerisches Energieprogramm
Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
Energiewende: Ziele und Maßnahmen

Daten für Bayern
Energie-Atlas Bayern:
"Stand der Energiewende" im Kartenteil
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi):
Energiebilanz Bayern
Bayerisches Landesamt für Statistik (LfStat):
Energiestatistik Bayern
Agentur für Erneuerbare Energien (AEE):
Jahresreport Föderal Erneuerbar 2014/15: Zahlen, Daten, Fakten für Bayern

Daten für Deutschland
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi):
Erster Fortschrittsbericht zur Energiewende
Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e. V. (AGEB):
Internet-Seite mit Daten und Fakten
Agentur für Erneuerbare Energien (AEE):
Jahresreport Föderal Erneuerbar 2014/15: Zahlen, Daten, Fakten für Deutschland
Statistisches Bundesamt (DESTATIS):
Energiestatistik Deutschland
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE:
Energy Charts

Indikatoren
Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
Umweltbewertung – Umweltindikatoren (Zeigerwerte)
Länderinitiative Kernindikatoren (LiKi):
Länderübersicht Umweltindikatoren