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Autarke Versorgung mit regionaler, regenerativer Energie

Mehr als 95 % des Energiebedarfs der Benediktinerabtei Münsterschwarzach werden regenerativ vor Ort erzeugt. Dadurch ist ihre Kohlenstoffdioxidbilanz "negativ".

Projektträger: Abtei Münsterschwarzach

Projektstandort

Schwarzach a.Main

Schwarzach a.Main

Kontakt

Abtei Münsterschwarzach
Pater Christoph
Cellerar, wirtschaftlicher Leiter
Schweinfurther Str. 40
97359 Münsterscharzach-Abtei
Tel: (09324) 20-488
verwaltung[at]abtei-muensterschwarzach.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Durch den langen Atem, den Benediktiner aufgrund ihrer Lebensform haben, ist es gelungen die Abtei Münsterschwarzach nachhaltig auf regenerative Energien umzustellen. Daher auch der hohe Nutzen für die Umwelt.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 3.500 t pro Jahr
  Energieeinsparung: 5.000 MWh

Nutzen: Die Deckung des Energiebedarfs aus der Region verringert zudem die langen und oft mit Umweltkatastrophen verbundenen Transporte des Rohöls über die Meere.

Kosten: Gesamtkosten: 1.500.000 Euro
  Weitere Angaben: Die Angabe bezieht sich auf die Holzenergiezentrale mit Nahwärmenetz im Jahr 2003.

Förderung: Zuschuss: ca. 450.000 € Euro
  Fördergeber: EU und Freistaat Bayern
Fotos
Klicken Sie auf ein Bild (insgesamt 4 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Die Abtei Münsterschwarzach und die Vier-Türme GmbH bei Würzburg hatten sich im Jahr 2000 das Ziel gesetzt, sich autark mit regenerativen Energieträgern aus der Region zu versorgen. Seit 2008 ist die Kohlenstoffdioxidbilanz unseres Klosterdorfes praktisch ausgeglichen bzw. sogar "negativ" geworden.
Durchführung
Dazu wurde neben dem Bau einer Holzheizanlage und einer Biogasanlage eine Photovoltaikanlage errichtet, ein Wasserkraftwerk erneuert und laufend in die Energieeinsparung bei den Gebäuden investiert. Die Biogasanlage wurde nach dem Wärmeverbrauch im Sommer dimensioniert und erzeugt mehr als den doppelten Jahresstrombedarfs des Klosters. Die Kraft-Wärme-Kopplung kann dabei bis zu 80 % für die Warmwasserbereitung genutzt werden.
Mittlerweile erzeugen drei PV-Anlagen mit einer Gesamt Peak-Leistung von 80 kW auf den Dächern der Abtei elektrischen Strom. Darüber hinaus wurde bereits im Jahr 2000 in einen Windpark investiert.

Derzeit werden über 80 % des Heizenergiebedarfs mit Holz gedeckt. Mit der Biogasanlage kommen fast weitere 15 % hinzu und es bleiben nur noch wenige Tage im Jahr, in denen überhaupt noch Öl für Wärme benötigt wird. Die Biogasanlage erzeugt doppelt so viel regenerativen Strom wie im Kloster verbraucht wird. Somit kann die Abtei mit den 1.300 Menschen, die täglich dort leben und arbeiten, fast 99 % ihrer Energie aus regenerativen Quellen beziehen. Die Kohlenstoffdioxidbilanz fällt im Energiesektor negativ aus, da wesentlich mehr regenerativer Strom erzeugt als verbraucht wird.

Zitate
"Wir wissen, dass der damit verbundene finanzielle Einsatz keine schnellen Gewinne bringt. Trotzdem sind wir zu diesen Investitionen bereit, um ein nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen und die Ressourcen unserer Welt zu schonen." (Aus dem Visionspapier zum Energieprojekt der Abtei)
Tipps
  • Vor Beginn einer Maßnahme eine gründliche Analyse des gesamten Systems vornehmen!
  • Alle Beteiligten ins Boot holen.
Auszeichnungen
  • Demonstrationsbetrieb 2010
    verliehen von: C.A.R.M.E.N. e.V.

Beispiel gemeldet:03/2011
zuletzt aktualisiert:04/2021

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