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Biogasanlage mit Satelliten-Blockheizkraftwerk (BHKW)

Die Biogasanlage Oberindling versorgt das Schulzentrum in Pocking, das Hallenbad und eine Seniorenwohnanlage mittels Gasleitung zu einem Satelliten-BHKW.

Projektträger: BGA Oberindling GmbH & Co. KG

Projektstandort

Pocking

Pocking_georeferenzierung

Kontakt

BGA Oberindling GmbH & Co. KG
Gerhard Zöls
Geschäftsführer
Oberindling 45
94060 Oberindling
zgerhard[at]t-online.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Strom- und Wärmeerzeugung mit sehr hohem Gesamtwirkungsgrad

Einsparungen: Energieeinsparung: 140.000 Liter Heizöl-Äquivalente pro Jahr

Kosten: Gesamtkosten: 1.500.000 Euro
  Weitere Angaben: Die Kosten belaufen sich nur auf den Satelliten samt Wärmenetz und Übergabestationen. Die Kosten der Gaserzeugungsanlage sind nicht eingerechnet.

Förderung: Fördergeber: Kreditanstalt für Wiederaufbau
Fotos
  • Luftbildaufnahme der Biogasanlage Oberindling. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
  • Das Blockheizkraftwerk in Pocking versorgt das Schulzentrum in Pocking, das Hallenbad und eine Seniorenwohnanlage. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
  • Das Blockheizkraftwerk mit Satellitencontainern. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
  • Satelliten-BHKW mit Pufferspeicher. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
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(insgesamt 4 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Auslöser war das Umdenken innerhalb der Gesellschaft sowie finanzielle Anreize durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Ein weiterer Aspekt waren die hohen Heizöl- und Gaspreise.
Durchführung
Die Biogasanlage Oberindling versorgt das Schulzentrum in Pocking, das Hallenbad und eine Seniorenwohnanlage. Für die Realisierung wurde eine zwei Kilometer lange Gasleitung von Oberindling nach Pocking gelegt. Die Anlage selbst besitzt eine elektrische Leistung von 500 kW und erzeugt rund 4.100 MWh jährlich. Auch am Anlagenstandort werden über ein 2.100 m langes Nahwärmenetz ca. 30 Häuser, Gewerbebetriebe und Stallungen beheizt.

Die zwei BHKWs am Satelliten besitzen eine elektrische Leistung von 380 kW und 250 kW mit einem 50 m3 großen Pufferspeicher. Die Länge des Wärmenetzes beträgt 950 m. Die Blockheizkraftwerke werden wärmegeführt betrieben, das heißt, dass im Sommer nur der 250 kW Generator läuft, in der Übergangszeit der 380 kW Generator und im Winter beide Generatoren. Durch die variable Betriebsweise wird der Wirkungsgrad enorm erhöht, jedoch muss berücksichtigt werden, dass Mehrinvestitionen für Motoren, Speicher, Lagerraum etc. anfallen. Es werden am Satelliten durch die wenigen Volllaststunden nur rund 3.100 MWh elektrische Energie erzeugt.
Durch die Anlage werden pro Jahr ca. 6.000 t Schweinegülle, 1.500 t Hühnertrockenkot und rund 15.000 t Silage verarbeitet.
Tipps
  • Satelliten mit der Hauptanlage mittels Glasfaserkabel verbinden um schnellere Informationsübertragung der Regeltechnik zu gewährleisten.
Stolpersteine
  • Druckregelung der Gasverdichter

Beispiel gemeldet:07/2015 

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