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Neubau des Helmut-G.-Walther-Klinikums als "Green Hospital"

Als erstes Klinikum seiner Art in Bayern soll der Neubau im Passivhausstandard planerisch, baulich und betrieblich auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sein.

Projektträger: Landratsamt Lichtenfels

Projektstandort

Lichtenfels

Lichtenfels_georeferenzierung

Kontakt

Landratsamt LIchtenfels
Tristan Rinker
Stabsstelle Klinikum
Prof.-Arneth-Str. 2
96215 Lichtenfels
Tel: (09571) 12407
tristan.rinker[at]klinikum-lichtenfels.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Durch die hohe Energieeffizienz des neuen Gebäudes werden große Mengen an Energie und somit Treibhausgasen eingespart.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 75 % im Vergleich zum durchschnittlichen Bestandsbau und 66 % im Vergleich zu einem konventionellen Neubau

Kosten: Gesamtkosten: 116.000.000 Euro
  Weitere Angaben: Von den Gesamtkosten entfallen ca. 8.800.000 € auf die ökologische Ausrichtung des Gebäudes.

Förderung: Zuschuss: 80.000.000 Euro
  Fördergeber: Freistaat Bayern

Beschreibung

Auslöser
Der Beschluss zum Krankenhausneubau wurde 2010 vom Kreistag gefällt. Als Ziel wurde die Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Landkreis Lichtenfels für die nächsten Jahrzehnte festgelegt, während dieses Pilotprojekt zugleich auch als "Green Hospital" eine Vorbildfunktion für andere Krankenhäuser haben soll. Insgesamt sollen ökologische und ökonomische Belange mit den Bedürfnissen der Patienten in Einklang gebracht werden.
Durchführung
Durch die Nutzungsdauer von 24 Stunden pro Tag, spielt die Energieeffizienz bei Krankenhäusern eine besonders große Rolle. Neben der sehr guten Dämmung der Gebäudehülle, werden auch dreifachverglaste Fenster eingesetzt. Bei der Beleuchtung setzt man auf ein Maximum an Tageslichtnutzung, wobei dieses über lichtlenkende Prismen für die Patientenbereiche nutzbar gemacht wird. Dort wo Tageslicht nicht verwendet werden kann, kommen sensorgesteuerte, energiesparende LED-Lampen zum Einsatz. Auch die Anwendung energieeffizienter Medizintechnik sorgt für Einsparungen.

Der Grundlastbetrieb des Gebäudes soll zu 100 % regenerativ sein, wobei 12 % der Stromversorgung und 26 % der Wärmeversorgung vor Ort durch Geo- und Solarthermie, Photovoltaik und eine Hackschnitzelanlage gedeckt werden. Die übrige Versorgung soll durch Biogas und Ökostrom gesichert werden.

Im Sinne eines ganzheitlichen Konzeptes wurden auch die Belange der Patienten und Mitarbeiter in die Planung einbezogen, was sich beispielsweise in dem Einsatz umweltschonender und emissionsarmer Materialien auswirkt. Auch der Betrieb der Baustelle während der Bauzeit wird möglichst umweltschonend durchgeführt, wie z. B. durch Abfallvermeidung und die Minimierung schädlicher Auswirkungen durch Lärm und Staub.

Der erste Spatenstich wurde im Oktober 2012 gesetzt. Voraussichtlich 2017 wird das Krankenhaus die ersten Patienten aufnehmen und behandeln können. Insgesamt sollen in dem Neubau über 500 Patienten gleichzeitig stationär betreut werden können.

Eine anschließende Evaluation in Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschulen soll die Erfahrungen mit dem Pilotprojekt später für andere Krankenhäuser in Bayern zugänglich machen.

Beispiel gemeldet:05/2014 

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