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Biomasseheizwerk Schesslitz

Innovatives und zukunftsweisendes Heizwerk, das unter Klimaschutzgesichtspunkten beispielhaft ist.

Projektträger: Landkreis Bamberg

Projektstandort

Scheßlitz

Scheßlitz_georeferenzierung

Kontakt

Landkreis Bamberg
Robert Martin
Klimaschutzbeauftragter
Ludwigstraße 23
96052 Bamberg
Tel: (0951) 85522
robert.martin[at]lra-ba.bayern.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Der größte Teil des Heizmaterials (rund 70 %) wird durch holziges, thermisch verwertbares Material aus den Grüngutsammlungen abgedeckt.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 435 t / Jahr

Kosten: Gesamtkosten: 1.500.000 Euro
  Weitere Angaben: Diese Angabe bezieht sich auf die Investitionskosten. Die Kosten für die Hackschnitzel belaufen sich auf rund 55.000 € / Jahr. Für das Gas entstehen etwa 8.500 € im Jahr.

Förderung: Kredit: 550.000 Euro
  Zuschuss: 74.000 Euro
  Fördergeber: KfW-Bankengruppe
Fotos
  • Außenansicht des Biomasseheizwerk Scheßlitz (Quelle: Landkreis Bamberg)
  • Gaskessel im Biomasseheizwerk Scheßlitz (Quelle: Landkreis Bamberg)
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(insgesamt 2 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Um dem Ziel der Klimaallianz, bis 2035 energieautark zu sein, ein Stück näher zu kommen, realisierten der Landkreis Bamberg, die Stadt Scheßlitz und der Förderschulverein des Landkreises Bamberg im Jahr 2012 den Bau des Biomasseheizwerkes.

Durchführung
Bevor das Biomasseheizwerk am 17. Januar 2013 in Betrieb genommen wurde, gab es einige vorangehende Meilensteine. Beispielhaft sei hier genannt, dass die ersten Studien zur Erstellung einer Wärmeversorgung mit Biomasse durch die Stadt Scheßlitz und den Landkreis Bamberg bereits in den Jahren 2002 und 2006 durchgeführt wurden.

Der Hackschnitzelkessel des Biomasseheizwerkes (BMHW) Scheßlitz hat eine Nennwärmeleistung von 800 kW. Die Wärmeversorgung von drei Schulen, einer Turnhalle sowie des Feuerwehrhauses der Stadt Scheßlitz erfolgt zu 85 % im Jahr durch den Hackschnitzelkessel. Zu 15 Prozent der Zeit, insbesondere bei Temperaturen ab -10 °C wird die Wärmeversorgung durch einen Gaskessel (Nennleistung: 660 kW) sichergestellt. Die Verteilung der Wärme zu den angeschlossenen Gebäuden erfolgt über ein Nahwärmenetz mit einer Länge von 400 Metern.

Der Einbau eines Elektrofilters ist grundsätzlich erst bei einer Anlage ab 1.000 kW erforderlich. Um jedoch jegliche Bedenken gegen evtl. austretende Emissionen gerade im Hinblick auf das Schulzentrum zu vermeiden, hat man sich entschlossen, diesen trotzdem einzubauen. Dadurch erhöhten sich die Investitionskosten um 125.000 €.

Besonderheit:
Das Biomasseheizwerk Scheßlitz ist bislang eine der wenigen Anlagen, die neben Waldholz-Hackschnitzeln auch ressourcenschonend holziges, thermisch verwertbares Hackgut einsetzen.

Das benötigte Heizmaterial von ca. 680 Tonnen besteht zu 30 % aus Waldholzhackschnitzeln, die von der Waldbesitzervereinigung Bamberg e.V. geliefert werden und zu 70 % aus Hackgut der Abfallwirtschaft des Landkreises Bamberg. Bei dem Hackgut handelt es sich um das holzige, thermisch verwertbare Material aus den Grüngutsammlungen.

Zitate
"Eine Biomasseheizung für die Scheßlitzer Schulen ist für die Region ein ökologischer und wirtschaftlicher Gewinn" (Angelika Morgenroth, Vorsitzende Waldbesitzerverein Bamberg)
Tipps
  • Von den ersten Überlegungen bis zur Inbetriebnahme vergingen etwa drei Jahre. Dies sollte bei der Planung, ein ähnliches Projekt zu realisieren, berücksichtigt werden.
  • Gemeinsam sind wir stark: Bei dem Biomasseheizwerk Scheßlitz handelt es sich um eine Kooperation mehrerer Beteiligter.

Beispiel gemeldet:04/2014 

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