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Stand-by-Verbrauch vermeiden - einfach Strom und Geld sparen

Elektrische Haushaltsgeräte haben meist einen wesentlich höheren Stand-by-Verbrauch als Geräte der Unterhaltungselektronik. Deshalb Haushaltsgeräte bei Nichtgebrauch unbedingt vom Netz trennen!

Projektstandort

Hof

Hof_georeferenzierung

Kontakt

Günther Feitenhansl
Tel: (09281) 62628
guenther.feitenhansl[at]online.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Ich habe es tatsächlich geschafft ca. 250 kWh Strom/Jahr einzusparen; a 25 ct = gut 60 Euro, ohne wesentl. Investition
besonders schnell – braucht nicht viel Zeit zur Umsetzung
Sobald der Stromfluss unterbrochen wird (Stecker ziehen) tritt der Stromspareffekt ein; auch Steckernetzteile ausstecken!
besonders kostengünstig – mit wenig Kapitaleinsatz machbar
Stecker ziehen kostet nichts - außer Disziplin, etwas bequemer ist es mit schaltbaren Steckdoseneinsätzen.

Einsparungen: Energieeinsparung: 4.800 kWh
  Kosteneinsparung: ca. 60 € / Jahr

Nutzen: 60 - 70 Euro bzw. 250 kWh mögen für den einzelnen Haushalt nicht allzuviel sein; dabei sollte man aber bedenken, dass es in Deutschland ca. 40 Millionen Haushalte gibt! Wenn nun jeder dieser Haushalte durch entsprechendes Verhalten nur 100 - 150 kWh Strom pro Jahr einspart, wäre dies bereits eine gewaltige Strommenge, die nicht produziert werden müsste!

Kosten: Gesamtkosten: 0 Euro
  Weitere Angaben: Die Kosten belaufen sich von 0 Euro fürs Ausstecken bis ca. 2 - 4 Euro pro schaltbaren Steck- doseneinsatz

Beschreibung

Auslöser
Auslöser für das "Projekt", das ich als Haushaltsvorstand meiner Familie "verordnet" habe, war ein Testbericht anlässlich der Anschaffung einer neuen Waschmaschine vor 4 Jahren, worin der Stand-by-Verbrauch als gering bezeichnet wurde.

Mit einem Strommessgerät ist es kein Problem die aktuellen Stromaufnahme eines elektr. Gerätes zu messen. Diese Messung ergab, dass die neuen Waschmaschine sage und schreibe ca. 10 Watt Strom im ausgeschalteten Zustand verbraucht, also nur wenn der Stecker in der Steckdose steckte! Durch diese Ergebnis aufgeschreckt wurden auch die übrigen Geräte im Haus gemessen - mit erstaunlichem Ergebnis.

Meiner Familie habe ich die entsprechenden Maßnahmen erklärt und darum gebeten, die Geräte bei Nichtgebrauch von Stromnetz zu trennen - und es funktioniert!
Durchführung
Ganz einfach auf den Punkt gebracht:

Wir trennen Geräte, von denen wir nicht hundertprozentig wissen, daß sie einen Netztrennschalter haben, bei Nichtgebrauch vom Stromnetz, dazu gehören auch Steckernetzteile für Handys, Rasierer etc. Als Faustregel schätze ich ca. 5 Watt Stromaufnahme pro Steckernetzteil, das sind pro Jahr ca. 11 Euro Ersparnis je Steckernetzteil bei einem Strompreis von 25 Cent.

Besonders interessant sind meine Maßnahmen, weil sie im Grunde völlig kostenlos zu bewerkstelligen sind. Es ist normalerweise keinerlei finanzielle Investition erforderlich, es sei denn, man leistet sich schaltbare Steckdoseneinsätze oder auch schaltbare Steckdosenleisten (hier aber unbedingt die Höchstbelastung von 3.500 Watt beachten!), die pro Stück zwischen 2 und 4 Euro kosten. Lässt man die Schalteinsätze weg, sind überhaupt keine finanziellen Investitionen nötig, es tritt demzufolge eine Sofortamortisation ein! Die einzige "Investition", die man braucht, ist die Disziplin, dass man nach dem Gebrauch das jeweilige Gerät wieder ausschaltet bzw. aussteckt.

Informationen für Nachahmer:

Einige wenige Geräte die im Haushalt verwendet werden (bei mir sind das die normale Kaffeemaschine und unser Toaster) haben richtige Netztrennschalter eingebaut. Es sind dies Kipp- bzw. Wippschalter, die beim Betätigen ein deutlich hörbares "Klack" von sich geben. Sollten Sie nicht absolut sicher sein, dass das Gerät nach dem Ausschalten vom Netz getrennt ist, ziehen Sie den Stecker, dann ist es getrennt. Einige Strommessgeräte zeigen erst Stromaufnahmen über 5 bzw. 8 Watt an; das nützt Ihnen bei Stand-by-Verbräuchen unter 5 Watt nicht viel (siehe Links).
Tipps
  • Schaltbare Steckdosenleisten nur mit max. 3.500 Watt (ca. 16 Amp.) belasten, sonst droht ein Kabelbrand! Sollten Sie selbst nicht in der Lage sein, netztrennende und nicht netztrennende Schalter zuerkennen, fragen Sie Bekannte, Freunde etc., die sich evtl. mit Elektrik etwas auskennen.Wer sich absolut nicht zu helfen weiß, kann mich auch gerne anmailen oder ggfs. anrufen.
Stolpersteine
  • Sollten Nachahmer jedoch einen Elektrofachbetrieb beauftragen, entstehen vermutlich Kosten, die die Amortisationszeit der Maßnahme entsprechend verlängern.

Beispiel gemeldet:03/2013 

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