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Wohnpark auf ehemaliger Industriebrache setzt auf 100 % erneuerbare Energien

Im Zuge des Flächenrecyclings der Altlast war eine Sanierung von belastetem Boden und Grundwasser notwendig.

Projektträger: Architekturbüro - Energieberatung Gschlößl

Projektstandort

Landshut

Landshut_georeferenzierung

Kontakt

Ludmilla Wohnpark
Frau Gschlößl
Oberglaim 7a
84030 Ergolding
Tel: (08784) 967098
info[at]architektur-gschloessl.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Energiereduktion durch energieeffiziente Bauweise

Einsparungen: CO2-Einsparung: ca. 290 t / Jahr

Nutzen: Pilotprojekt mit Leuchtturmfunktion für weitere Bauvorhaben Betriebskosten werden durch die Kombination verschiedener Erneuerbarer Energien und die Energieeffizienz des Gebäudes langfristig gesenkt Aufwertung der gesamten Wohngegend Sensibilisierung der Anwohner für den Einsatz Erneuerbarer Energien

Kosten: Gesamtkosten: 1.400.000 Euro

Förderung: Zuschuss: 50.000 Euro
Fotos
  • Der Lumilla Wohnpark; © Ludmilla Wohnbau GmbH
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(insgesamt 1 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Auslöser des Projektes "Ludmilla Wohnpark" war die Notwendigkeit zur Beseitigung einer nicht mehr nutzbaren Industriebrache. Im Fokus stand die Neugestaltung eines ansprechenden Wohnkonzeptes, das modernsten Ansprüchen gerecht werden sollte. Daher fanden Aspekte wie "Wie möchten Menschen wohnen und welche Ansprüche haben Sie an ihre eigenen vier Wände" oder "Beim Hausbau schon an später denken", verbunden mit einer energieeffizienten, zukunftsweisenden Bauweise und Gebäudetechnik, Berücksichtigung.
Durchführung
Die Ein- und Mehrfamilienhäuser wurden in Ziegelbauweise erstellt. Die Ziegel sind mit einem Mineralgranulat gefüllt und dienen als Wärmedämmung. Beheizt werden die Einfamilienhäuser mittels Erdwärmekollektoren. Der Strom für die notwendigen Wärmepumpen wird durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern erzeugt. Die Wärme und den Strom für die Mehrfamilienhäuser liefert ein mit Biogas betriebenes Blockheizkraftwerk. Überschüssiger Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Alle Wohnungen sind mit einer Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung versehen.

Durch die Bauweise wird ein hoher energetischer Standard gewährleistet. Der Energiebedarf der Gebäude wird vollständig über Erneuerbare Energien gedeckt.

Das Energiekonzept des Wohnparks wurde zusammen mit der Hochschule München entwickelt. Es wurde in das Forschungsprojekt "+Eins" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) übernommen, um neue Erkenntnisse im Bereich der Plusenergietechnik zu erforschen. Weiterhin sollen Leitfäden für Planer von zukünftigen Plusenergiesiedlungen und ein Simulationstool für die Auslegung von Erdwärmetauschern erstellt werden.

Altlastenbezug:

Auf dem Grundstück des Wohnparks befand sich vorher das Röderstein-Firmengelände. Bei der Altlastenerkundung wurden ein Lösemittel- (LHKW-) Schaden im Grundwasser und ein LHKW- und ein PCN-Schaden (polychlorierte Naphthaline)im Boden festgestellt. Die Grundwassersanierung mittels Pump-and-Treat lief von 2007 bis 2009. Seit Beendigung der Sanierung wird das Grundwasser regelmäßig überwacht. Der kontaminierte Boden wurde soweit möglich ausgetauscht. Zur vollständigen Sanierung des Bodens wurde bis 1992 die Bodenluft abgesaugt und über Aktivkohle abgereinigt.
Zitate
Durch den Ludmilla-Wohnpark Landshut wird jährlich so viel CO[SUB]2[/SUB] eingespart, wie durch 150 Autos mit einer Laufleistung von 12.000 km im Jahr in die Atmosphäre freigesetzt werden.
Tipps
  • Genaue Kenntnisse über die Ausdehnung der Altlast (horizontal und vertikal) sind erforderlich; daher sollte der Standort sehr genau erkundet werden
Stolpersteine
  • Verhinderung der Schadstoffverschleppung durch Baumaschinen
  • Abstimmung mit Kunden schriftlich von Termin zu Termin festhalten

Beispiel gemeldet:05/2012 

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