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Vom Pfaffenwinkel zum Sonnenwinkel

PV-Anlagen erwirtschaften Gewinn und dienen Schülern als Lernobjekt.

Projektträger: EVA GmbH

Projektstandort

Ingenried

Ingenried_georeferenzierung

Kontakt

EVA GmbH
Wilhelm Westenrieder
Betriebsleiter Wertstoffhöfe
An der Kreuzstraße 100
86980 Ingenried
Tel: (08868) 1801-0
info[at]eva-abfallentsorgung.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Einsparung von ca. 391 Tonnen CO2 im Jahr

Einsparungen: CO2-Einsparung: 391 t / Jahr
  Energieeinsparung: 652 MWh / Jahr

Kosten: Gesamtkosten: 2.320.000 Euro
  Weitere Angaben: Die jährliche Einspeisevergütung beläuft sich auf 265.000 Euro.

Beschreibung

Auslöser
Der Kreistag hat der Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungsgesellschaft mbH (EVA GmbH) im Juli 2009 eine neue Aufgabe zugewiesen: Sie soll auf geeigneten Dächern landkreiseigener Gebäude Photovoltaikanlagen installieren und betreiben. Ziel des Landkreises ist es bis zum Jahr 2020 die CO2-Emissionen um mindestens 40 Prozent zu reduzieren. Das soll durch den Einsatz erneuerbarer Energien und eine effizientere Energienutzung erreicht werden.
Durchführung
Bis Juli 2011 konnten insgesamt zehn Projekte verwirklich werden. Dabei wurden rund 388 kWp Solarleistung installiert. Zusammen mit den bereits bestehenden Anlagen im Abfallentsorgungszentrum Erbenschwang stehen insgesamt 706 kWp Modulleistung für die Stromerzeugung aus Sonnenenergie zur Verfügung.

Die neuen Anlagen, die überwiegend auf Dächern von Landkreisschulen errichtet wurden, produzieren zusammen mit den EVA-Anlagen in Erbenschwang jährlich ca. 652.000 kWh Strom und sparen etwa 391 t CO2 ein. Bislang wurden rund 2.320.000 Euro investiert. Die jährliche Einspeisevergütung beläuft sich auf 265.000 Euro.

Die Anlage auf der Berufsschule Schongau stellt unter allen Projekten eine Besonderheit dar. Sie wird praktisch in den Unterricht einbezogen: An der Berufsschule Schongau gibt es ein "Haus im Haus", an dem die Auszubildenden verschiedene Installationen durchführen und testen können. Damit kann den Schülern auch die ganze weitere Elektrotechnik rund um eine Photovoltaikanlage am praktischen Beispiel näher gebracht werden.

Außerdem wurden bei der Berufsschule Dächer mit unterschiedlicher Ausrichtung zur Sonne mit Modulen belegt, um zu testen, wie effektiv und rentabel Solaranlagen noch arbeiten, die zu einer ungünstigeren Himmelrichtung ausgerichtet sind und weniger Sonne erhalten.

Die EVA kann darüberhinaus mit einer weiteren Besonderheit aufwarten: Hier befindet sich die erste PV-Anlage auf einer verfüllten und rekultivierten Deponie in Bayern. Diese wurde bereits 2002 mit finanzieller Förderung des bayerischen Umweltministeriums errichtet.
Tipps
  • Vorab Statik klären; bei Altgebäuden oft aufwändig
  • Schneefang bei öffentlichen Gebäuden berücksichtigen
  • Standort Wechselrichter: in Dachböden oft zu warm und schlecht erreichbar für Hausmeister
  • mögliche Geräuschentwicklung von Wechselrichtern beachten

Beispiel gemeldet:05/2012 

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