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Die Energie-Wende-Garching - versorgungssicher, umweltverträglich, nachhaltig

Regenerative Fernwärmeversorgung für Privat- und Gewerbeobjekte sowie das Hochschul- und Forschungsgelände aus Tiefengeothermie.

Projektträger: Stadt Garching

Projektstandort

Garching b.München

Garching b.München_georeferenzierung

Kontakt

Energie-Wende-Garching GmbH & Co. KG
Christian Nolte
Geschäftsführer
Schleißheimer Str. 91
85748 Garching b. München
Tel: (089) 1891 779-0
info[at]ewg-garching.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Verwendung von regenerativen und nachhaltigen Energieträgern.

Nutzen: Einsparung von knapp 6.000 Tonnen CO2 in 2014 – beim weiteren Ausbau ist mehr als eine Verdopplung geplant.

Kosten: Weitere Angaben: Das Gesamtinvestitionsvolumen aus Erzeugungsanlagen mit Fernwärmenetz beträgt ca. 55 Mio. €.

Förderung: Fördergeber: KfW-Mittel
Fotos
  • Garching Geothermiebohrung
  • Garching Geothermie-Heizzentrale
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(insgesamt 2 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Die Energie-Wende-Garching wurde 2007 mit dem Ziel gegründet, die Stadt Garching mit dem Gewerbegebiet Hochbrück und dem Hochschul- und Forschungsgelände mit nachhaltiger ökologischer Wärme zu versorgen. Gründungsgesellschafter war zunächst die Garchinger AR Recycling GmbH, die sich die Rechte zur Erschließung und Nutzung der tiefen Geothermie sicherte. Später beteiligten sich die E.ON Bayern AG (heute Bayernwerk AG) und die Stadt Garching an der Energie-Wende-Garching. Inzwischen ist der Gründungsgesellschafter aus dem Projekt ausgeschieden, so dass nun je zur Hälfte ein Wirtschaftsunternehmen und die Kommune beteiligt sind.
Durchführung
Da Garching in einem Gebiet liegt, in dem das Grundwasser in großer Tiefe (über 2.000 m) ca. 75°C warm ist, kann die tiefe Geothermie wirtschaftlich genutzt werden. Nachdem in 2008 mit den beiden Geothermie-Tiefenbohrungen sowie dem Fernwärmenetzbau in Garching begonnen wurde, konnte die Geothermie-Heizzentrale 2011 in Betrieb genommen werden. Parallel dazu wurde das Fernwärmenetz weiter ausgebaut, so dass inzwischen bereits viele Privathaushalte, Kommunalobjekte (wie Kindergärten, Schulen, Feuerwehr), Institute und Gewerbebetriebe an das Netz der EWG angeschlossen sind. Ende 2014 wurden ca. 2.500 Einwohner und ein größerer Anteil an anderen Kunden mit Fernwärme versorgt.

In 2012 erfolgte eine Abkehr vom ursprünglich verfolgten Konzept einer kombinierten Erzeugung aus Biomasse mittels eines Biomasse-Heizkraftwerks und Geothermie. Die an kalten Tagen notwendige Zuheizung erfolgt seit dem Frühjahr 2013 über Erdgas. Der Anteil der Geothermie-Wärme an der eingespeisten Fernwärme betrug 81 % in 2012, 68 % in 2013 und 78 % in 2014.

2014 hat die EWG ein Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb genommen, das hilft die Stromkosten für die Geothermie-Heizzentrale und die Förderpumpe zu reduzieren. Die Wärme aus dem BHKW wird in das Fernwärmenetz eingespeist.

Im Vergleich zur ausschließlich fossilen Wärmeerzeugung wurden in 2014 ca. 6.000 Tonnen CO2 eingespart. Die Fernwärme wird zu einem bedeutenden Anteil primärenergiesparend gewonnen und leistet damit einen aktiven Beitrag zur Schonung fossiler Ressourcen. Der Primärenergiefaktor beträgt 0,59.
Tipps
  • Nachhaltige, regenerative und vor Ort verfügbare Wärme ist ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsorientierten Wärmeversorgung.

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