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Eine zweite Haut für die Grund- und Hauptschule Nord

Die Schule wird bei laufendem Betrieb energetisch saniert. Dafür wird die Fassade mit Holzfertigelementen verkleidet, eine Passivhauslüftung eingebaut und das Dach auf Passivhausniveau gedämmt.

Projektträger: Große Kreisstadt Fürstenfeldbruck

Projektstandort

Fürstenfeldbruck

Fürstenfeldbruck_georeferenzierung

Kontakt

Christian Faulstroh
Sachgebietsleiter SG 45 Technisches Immobilienmanagement Hochbauplanung
Hauptstraße 31
82256 Fürstenfeldbruck
Tel: (08141) 281-4500
christian.faulstroh[at]fuerstenfeldbruck.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Die neue Fassade zusammen mit der Lüftung ermöglicht es, überwiegend mit der Körperwärme der Schüler zu heizen.
besonders schnell – braucht nicht viel Zeit zur Umsetzung
Witterungsunabhängige Vorfertigung der Fassadenelemente und schnelle Montage der vorgefertigten Elemente vor Ort.

Nutzen: Bisher liegen noch keine Daten vor. Rechnerisch werden die Wärmeverluste durch Lüften um ca. 90 % und die Wärmeverluste über die Außenwände und über die Fenster der Klassenzimmer um ca. 70 % reduziert.

Kosten: Gesamtkosten: 3.700.000 Euro
  Weitere Angaben: Gesamtprojektsumme der Generalsanierung 8.040.000 Euro.

Förderung: Zuschuss: 2.100.000 Euro
  Fördergeber: Konjunkturpaket II und Finanzausgleichsgesetz Bayern
Fotos
  • Schule vor der Sanierung; Architekturbüro Reitberger
  • Montage der Unterkonstruktion; Architekturbüro Reitberger
  • Baufortschritt Montag; Architekturbüro Reitberger
  • Baufortschritt Dienstag; Architekturbüro Reitberger
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(insgesamt 12 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
In Zusammenarbeit mit einem externen Architekturbüro untersuchte und beurteilte die Stadt Fürstenfeldbruck zunächst alle städtischen Gebäude unter energetischen Gesichtspunkten und erstellte eine Rangliste der Gebäude. Dabei zeigte sich, dass die Grund- und Hauptschule Nord erhebliche energetische Defizite aufwies.


Bei der weitergehenden energetischen Untersuchung der "Problemgebäude" erkannte man das große Sanierungspotenzial der Grund- und Hauptschule Nord und erstellte ein Konzept für eine Generalsanierung, das langfristig bis 2015 umgesetzt werden wird.


Dank des Konjunkturpakets II standen zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung, so dass die Generalsanierung mit der energetischen Sanierung der Außenhülle (Dach und Fassaden) im Jahr 2009 starten konnte.
Durchführung
Das für die energetische Sanierung beauftragte Architekturbüro konzipierte die neue Außenhülle so, dass das Dach und die rund 3.500 m² große Fassade der Schule während des laufenden Schulbetriebs saniert werden konnten, ohne dass einzelne Klassen in Container oder andere Provisorien umziehen mussten.


Für die neue Außenhülle wurde die bestehende Fassade mit vorgefertigten Fassadenelementen verkleidet. Die Unterkonstruktion wurde außerhalb der Unterrichtszeiten an der alten Fassade angebracht. Die neuen Fassadenelemente konnten anschließend auch während der Unterrichtszeiten an der Unterkonstruktion befestigt werden, da die Montage wenig Lärm verursachte. Ein Kran positionierte die Elemente vor der alten Fassade, damit diese mit der Unterkonstruktion verbunden werden konnten. So erhielt die Schule Klassenzimmer für Klassenzimmer eine zweite Haut.


In die vorgefertigten Fassadenelemente sind bereits passivhausgeeigneten Fenster integriert. Wurde vor einem Klassenzimmer die neue Fassade fertiggestellt, wurden die bestehenden Fenster aus der alten Fassade ausgebaut und anschließend die alten Laibungen angearbeitet und geschlossen.


Das Geld, das eingespart wurde, weil z. B. keine Schulcontainer gebraucht wurden, investierte die Stadt Fürstenfeldbruck in eine hochwertigere Wärmedämmung und in hochwertigere Fenster. Das reduziert langfristig die Unterhaltskosten.


Die gute Wärmedämmung in Verbindung mit der hochwertigen, energieeffizienten Lüftungstechnik senkt den Energiebedarf der Klassenzimmer auf ein Drittel des bisherigen Bedarfs, sodass die Räume heute überwiegend mit der Körperwärme der Schüler beheizt werden.
Tipps
  • Eine ausführliche Analyse eines Energieberaters.
  • Eine exakte Vorplanung und möglichst viele Informationen über technische Konstruktions- und Projektablaufdetails einholen.
  • Wenn möglich, Messdaten und Detailkosten vergleichbarer Projekte einholen.
  • Vor der Serienfertigung unbedingt ein Musterfassadenelement in Originalgröße erstellen lassen und ein Klassenzimmer exemplarisch damit ausstatten.
Stolpersteine
  • Als Stolperstein hat sich die Erneuerung der Dachhaut vor der Fassadensanierung herausgestellt. Die Montage der obersten Fertigteilelemente wurde durch den neuen Dachüberstand erschwert.
  • Die Vorlaufzeit für die Erstellung der ersten Fassade war, bedingt durch den Zeitrahmen, den das Konjunkturpaket II setzt, zu kurz.
  • Bei der Planung und Realisierung neuer Techniken müssen Pufferzeiten für Anfangsschwierigkeiten eingeplant werden.

Beispiel gemeldet:06/2011 

Links und Downloads

Architekturbüro Reitberger

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