Erweiterung und Effizienzsteigerung des Innkraftwerks Jettenbach-Töging

Durch Erneuerung des Kraftwerks Jettenbach-Töging wurde die Kraftwerksleistung von 85 MW auf 118 MW gesteigert, die Jahresstromerzeugung von rund 560 GWh auf 700 GWh.
Projektträger: VERBUND Innkraftwerke GmbH

Beschreibung

Auslöser

Das Kraftwerk Jettenbach-Töging besitzt eine rund 100-jährige Geschichte. Die Erneuerung des Kraftwerks unter Einsatz modernster Technik bei gleichzeitiger Nutzung vorhandener Ressourcen war daher ein logischer Schritt.

Durchführung

Mit dem Bau des Kraftwerks Jettenbach-Töging mit dem zugehörigen, rund 20 km langen, Innkanal wurde 1919 begonnen. Die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft hat die Entwicklung der Region nachhaltig beeinflusst – und wirkt bis heute nach.

100 Jahre nach dem Spatenstich war es Zeit für eine Erneuerung und den Einsatz modernster Technik. Denn selbst wenn die Wasserkraft eine lange Tradition besitzt, sind Innovation und Fortschritt keine Fremdworte. So stand bei den Planungsarbeiten für das Kraftwerk Jettenbach-Töging die Kaplan-Turbine noch gar nicht zur Verfügung.

3 Maschinensätzen mit Kaplan-Turbinen, untergebracht in einem dezenten Neubau neben dem denkmalgeschützten Bestand, werden daher die vorhandenen Maschinensätze ersetzen. Die Leistung des Kraftwerks Töging von derzeit rund 85 MW auf rund 118 MW gesteigert werden (+39 %). Die Jahresstromerzeugung (Regelarbeitsvermögen) von derzeit rund 560 GWh pro Jahr wird auf rund 700 GWh steigen (+25 %).

Zitate

  • "Wasserkraft in Bayern hat eine lange Tradition. Die ökologische Modernisierung vorhandener Anlagen bringt die Energiewende weiter voran. Heute ist ein guter Tag für die naturverträgliche Wasserkraft in Bayern: Die Erneuerung des Kraftwerks in Töging am Inn kann beginnen. Ein wesentliches Ziel ist dabei auch, die Gewässer-Ökologie zu verbessern. Wir bringen damit eines der größten Wasserkraftprojekte in Bayern auf den Weg. Das ist ein großer Wurf für Umwelt- und Naturschutz, Energiesicherheit und die Arbeitsplätze vor Ort. Dafür haben alle Beteiligten in einem anspruchsvollen Verfahren konstruktiv zusammengearbeitet." (19.9.2018 - Dr. Marcel Huber, Bayerischer Umweltminister)
  • "Energie aus Wasserkraft hat dank modernster Technologie bei uns eine gute Zukunft. Sie ist unverzichtbar für das Gelingen der Energiewende und ein elementarer Baustein für unsere Energieversorgung." (22.7.2019 - Hubert Aiwanger, Bayerischer Wirtschafts- und Energieminister)

Tipps

  • Wir empfehlen die rechtzeitige Einbindung der Öffentlichkeit
  • Dialogbereitschaft und Offenheit ist wichtig.

Stolpersteine

  • Komplexität von Antragsunterlagen – Abhilfe: eine begleitete, unterstützte Einsichtnahme bei der Auslegung der Unterlagen.

Beispiel gemeldet: 04/2021