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Energetische Optimierung der Realschule Haag

Energetische Optimierung bei einem Neubau und bei der Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes.

Projektträger: Markt Haag i.OB

Projektstandort

Haag i.OB

Haag i.OB_georeferenzierung

Kontakt

Landkreis Mühldorf a.Inn
Töginger Str. 18
84453 Mühldorf a.Inn
Tel: (08631) 699-0
poststelle[at]lra-mue.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt

Einsparungen: Kosteneinsparung: ca. 25.000

Nutzen: Für das Gebäude wurden auf Basis einer konventionellen Energieversorgung Energiekosten von ca. 85.000 Euro / Jahr berechnet. Kosteneinsparung pro Anlage und Jahr: Solaranlage für Warmwasser 620 Euro, SolarWall 1.050 Euro, Spitzenlastsenkung Erdgas 9.550 Euro, BHKW 22 kW elektrisch 10.220 Euro, Photovoltaik 2 kW 1.020 Euro, Regenwassernutzung 2.550 Euro

Kosten: Gesamtkosten: 151.000 Euro
  Weitere Angaben: Investitionen: Solaranlage 22.000 Euro, SolarWall 17.000 Euro, Spitzenlastsenkung Erdgas 5.000 Euro, BHKW 70.000 Euro, Photovoltaik 17.000 Euro, Regenwassernutzung 20.000 Euro
Fotos
  • Wärmeversorgung aus dem Untergeschoss des Bestandsgebäudes
  • SolarWall an der Südfassade der Sporthalle; Solarkollektoren und Photovoltaikmodule auf dem Dach
  • SolarWall (perforierte, vorgehängte Blechfassade)
  • Frischluftansaugung für die Kühlung der Turnhalle im Sommer
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(insgesamt 6 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Die Staatliche Realschule Haag in Oberbayern wurde zum Schuljahr 1999/2000 gegründet. Sie residiert in den Gebäuden des ehemaligen Klosters bzw. der früheren Fachschule für Sozialpädagogik der Englischen Fräulein. Die ersten Klassen mussten sich zunächst mit Behelfsunterkünften zufrieden geben, bevor 2003 die gesamte Anlage mit Rundbau, Turnhalle und Altbau fertig gestellt bzw. neu saniert wurde.

Bereits in der Planung wurde im Grundkonzept eine energetische Optimierung als einer der Hauptpunkte erkannt und durch diverse Maßnahmen verwirklicht. Hierbei galt es auch den Spagat zwischen Neubau und historischem Altbau zu schaffen.
Durchführung
Im gesamten Schulkomplex wurden folgende Maßnahmen realisiert:
  • Integration von Altbau und Neubau unter den Gesichtspunkten des Denkmalschutzes
  • Solararchitektonische Optimierung des Neubaus: natürliche Beleuchtung und Belüftung, Minimierung der Umfassungsflächen, Wärmedämmmaßnahmen
  • Wärmedämmende Maßnahme im Denkmalschutzbereich durch Anbringung eines Thermokeramischen Anstrichs
  • Regenerative Energiegewinnung durch Sonnenkollektoren, Photovoltaik, SolarWall, Frischluftansaugung über Kühlkanal,Wärmerückgewinnungsanlage
  • Konventionelle Energiegewinnung durch Blockheizkraftwerk, Mehrstoffkessel (Gas/Öl)
  • Regenwassernutzung


Bei den Planungen zeigte sich die Möglichkeit, den Schülern die Vielzahl an verwirklichten Maßnahmen zum Klimaschutz näher zu bringen. Dazu wurden alle Komponenten soweit wie möglich für die Schüler sichtbar installiert, um auch für pädagogische Zwecke als Demonstrationsanlagen zur Verfügung zu stehen. durch die Integration vielfältiger Komponenten zur regenerativen und konventionellen Energiegewinnung, die solararchitektonische Optimierung des Baukörpers und die Regenwassernutzung im Schulbereich können die Schüler umfangreich und frühzeitig an die Thematik des Umwelt- und Klimaschutzes herangeführt werden.

Die SolarWall an der Südfassade der Sporthalle ist eine perforierte, vorgehängte Blechfassade, durch die hindurch die Aussenluft angesaugt und gleichzeitig erwärmt wird. Die vorgewärmte Luft wird der Lüftungsanlage für die Sporthalle zugeführt, wodurch auf eine zusätzliche Erwärmung der Zuluft in den Hauptnutzungszeiten weitgehend verzichtet und Energie eingespart werden kann. Dieses System wurde in Europa bisher nur vereinzelt eingesetzt. Der Einsatz im kommunalen Bau stellt ein Novum dar.

Beispiel gemeldet:05/2011 

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