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Mobilität

Mobilität ist für die Menschen heute eine Selbstverständlichkeit und häufig eine Notwendigkeit. Die Fahrt zur Arbeit und zum Einkaufen gehört für viele zur täglichen Normalität. Das Auto steht dabei fast immer im Mittelpunkt, ganz besonders in den ländlichen Regionen. Knapp ein Drittel des Endenergieverbrauchs in Bayern sind dabei dem Verkehrsgeschehen zuzurechnen. Diesem Bereich muss bei Energie- und Umweltthemen daher ein besonderes Augenmerk geschenkt werden.

Energie-3-Sprung – was tun?
Fast überall ist das Auto heute fester Bestandteil unseres Mobilitätsverhaltens. Dabei geht es häufig auch anders: Energiesparend, kostengünstig, gesundheitsfördernd und umweltschonend, vor allem mit dem Rad. Es ist für die Hälfte aller täglichen Wege außerdem das schnellste Verkehrsmittel. In der Stadt ist auch der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) die bessere Alternative zum Auto. Weitere Zukunftschancen liegen in den Sprit sparenden Effizienztechnologien und vor allem in der Elektromobilität in Verbindung mit Strom aus erneuerbaren Energien.

Wenn Sie und Ihre Familie z. B.
öfter mal das Auto stehen lassen, gerade für Kurzstrecken,
öfter mal umsteigen und zu Fuß, mit dem Rad, im Bus oder der Bahn die frische Luft, Stadt, Land und Leute neu entdecken,
wo es geht Fahrgemeinschaften und Car-Sharing-Angebote nutzen,
einen Wohnortwechsel prüfen, um Pendlerwege und -stress zu vermeiden,
bei Dienstreisen die Bahn dem Flugzeug vorziehen,
beim Autokauf auf geringen Kraftstoffverbrauch achten,
auf nachhaltig erzeugte Biokraftstoffe wie z. B. Bioethanol E85 und speziell dafür geeignete Pkw setzen,
beim Auto die Reifen und deren Luftdruck richtig wählen und
sich dazu einen Sprit sparenden Fahrstil angewöhnen
... dann tun Sie sich selber was Gutes, sparen Energie und schützen das Klima.
Vorteile / Nutzen – was bringt es?
Dabei bringt ein nachhaltiges Mobilitätsverhalten nicht nur für den Klima- und Ressourcenschutz greifbare Vorteile, sondern auch für andere Umweltbereiche (z. B. Luftqualität, Lärmschutz). Nicht zu vergessen: Mehr körperliche Bewegung und weniger Stress in Verkehrsstaus sind gut für unsere Gesundheit, zudem wird der Geldbeutel geschont.

Weitere Vorteile sind also:
die Verringerung der Luftbelastung, z. B. von Feinstaub und Stickstoffoxiden sowie der Lärmbelastung vor allem in Wohnbereichen,
die Aufwertung von Wohngebieten im Hinblick auf Lebensqualität,
eine Entlastung der Straßen zugunsten vorrangiger regionaler und lokaler Personen- und Gütertransporte, z. B. Krankentransporte, Zustelldienste,
die Verringerung von Zerschneidungseffekten in der Landschaft und die Aufwertung von Tourismus- und Erholungsgebieten sowie
weniger Bedarf für den Neubau zusätzlicher Verkehrswege mit deren Folgen für den Flächen- und Landschaftsverbrauch sowie die öffentlichen Haushalte.
Daten / Fakten – wo stehen wir?
Der Verkehrsbereich bietet viele Möglichkeiten, Energie zu sparen. Die Potenziale hierfür sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Mit der Wiederentdeckung des Fahrrades, dem Ausbau des ÖPNV und den neuen, kleinen und leichteren Autos, deren intelligente Verknüpfung auch in modernen Mobilitätsnetzen erfolgen kann, kann einiges bezweckt werden. Hinzu kommt heute die Elektromobilität, die auf viele Menschen sehr faszinierend wirkt.
Einige Daten und Fakten:
Der Bestand an Personenkraftwagen in Bayern steigt und liegt im Jahr 2016 bei über 7,5 Millionen Fahrzeugen. Deutschlandweit sind es heute über 45 Millionen Pkw, Tendenz weiter steigend. Die Fahrzeugdichte beträgt in Deutschland inzwischen 672 Kfz pro 1.000 Einwohner. Etwa 156.000 Hybrid- und Elektrofahrzeuge entsprechen einem Anteil von 0,35 %. Insgesamt sind heute etwa 61,5 Millionen Kraftfahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs. (Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Kraftfahrt-Bundesamt; Datenstand: 01.01.2016)
Interessanter Vergleich: So weit kommen Sie etwa, bis Sie eine Tonne CO2 verursacht haben.
Reisebus = 33.000 km
Zug Fernverkehr = 22.100 km
Linienbus = 13.300 km
Zug Nahverkehr = 12.800 km
Auto = 7.000 km
Flugzeug = 4.300 km
(Quelle: berechnet nach Umweltbundesamt 2012, Broschüre "Daten zum Verkehr"; Datenstand 2010)
Die Verkehrsleistung des öffentlichen Personennahverkehrs lag im Flächenstaat Bayern im Jahr 2015 bei 1.400 Personenkilometer (Pkm) je Einwohner und damit im deutschen Durchschnitt. Stadtstaaten, wie Hamburg und Berlin, haben mit über 2.500 Pkm naturgemäß einen stärker genutzten ÖPNV (Quelle: Länderinitiative Kernindikatoren; Datenstand 2016).
Abbildungen zur Mobilität
  • Vergleich des CO2-Ausstoßes verschiedender Verkehrsmittel (Quelle: Umweltbundesamt, Daten zum Verkehr 2012, TREMOD Version 5.25 (2011))
  • Die Abbildung zeigt die unterscheidlichen Distanzen, die man abhängig vom Verkehrsträger zurücklegen kann, bis man 1 Tonne CO2 verursacht hat. (berechnet nach Umweltbundesamt, Daten zum Verkehr 2012, TREMOD Version 5.25 (2011); Grafik: EAB)
  • Vergleich CO2-Ausstoß und Zeitaufwand im Berufsverkehr (Quelle: Umweltbundesamt, Daten zum Verkehr 2009, Grundlage UmweltMobilCheck der Deutschen Bahn – TREMOD-basiert)
  • Die Effizienzlandkarte zeigt die bis 2030 realisierbaren Effizienzpotenziale in Deutschland gegenüber einem Szenario mit eingefrorener Effizienzentwicklung (Quelle: Institut für Energie und Umweltforschung Heidelberg).
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(insgesamt 4 Bilder)

Links und Downloads

Allgemein
Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr (StMI):
Internetseite "Straße und Verkehr"
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV):
Broschüre: "Nachhaltig konsumieren in Bayern"
Internetseite "Nachhaltig konsumieren – Reisen und Mobilität"
Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
CO2-Rechner
Umweltbundesamt (UBA):
Internetseite "Verkehr – Nachhaltige Entwicklung“
Länderinitiative Kernindikatoren (LiKi):
Indikatoren "Verkehrsleistung"
Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD):
Intelligent mobil sein – Verkehrsmittel im Vergleich
Agentur für Erneuerbare Energien e. V.:
Broschüre "Energiewende im Verkehr"

Statistiken "Straßenverkehr/ Fahrzeuge"
Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (LfStaD):
Statistiken zum Straßenverker
Kraftfahrt-Bundesamt (KBA):
Zentrales Fahrzeugregister "Bestand"
Umweltbundesamt (UBA):
Broschüre "Daten zum Verkehr (Ausgabe 2012)"

Biokraftstoffe
The Biofuel-Community:
Adressen der Bioethanol-Tankstellen in Deutschland

Elektromobilität
Bayern Innovativ, Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH:
Kompetenzatlas Elektromobilität Bayern
Ladeatlas – Ladestandorte in Bayern als mobile WebApp
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB):
Broschüre "Erneuerbar mobil/ Marktfähige Lösungen für eine klimafreundliche Elektromobilität"
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA):
Förderung von Elektroautos: Umweltbonus Elektromobilität
Umweltbundesamt (UBA):
Studie "Weiterentwicklung und vertiefte Analyse der Umweltbilanz von Elektrofahrzeugen"
WWF Deutschland und LichtBlick SE:
Report "Driving the Energy Transition: wie Elektromobilität die Energiewende unterstützen kann"
e-tankstellen-finder.com:
Suchportal für E-Tankstellen mit Melde- und Eintragsmöglichkeit

Verkehrsmittelwahl
Oberste Baubhörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr (OBB) und Verkehrsinformationsagentur Bayern GmbH:
Reiseauskunft mit Verkehrsmittellvergleich
StadtTeilAuto Freising e.V.:
CarSharing in Bayern und Bodensee-Region

Lastenrad ausleihen
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) Kreisverband München e. V.:
daniel – Dein Lastenrad für München