Kontrast Gebärdensprachvideo Leichte Sprache Informationen zur Schriftgröße

Fragen zum Programmteil PV-Speicher-Programm

1. Wie berechnet sich die förderfähige Speicherkapazität (kWh)?
Die Förderung der Speicherkapazität erfolgt im Verhältnis 1:1 zur Leistung der neuen PV-Anlage: Förderfähig ist nur die nutzbare Speicherkapazität in kWh, der eine mindestens gleich hohe Leistung der PV-Anlage in kWp gegenübersteht. Dabei wird nur jede volle kWh für die Förderhöhe herangezogen.

Beispiele:

Eine nutzbare Speicherkapazität des Batteriespeichers von 5,6 kWh und eine Leis-tung der PV-Anlage von 7,2 kWp ergibt eine förderfähige Speicherkapazität von 5 kWh.
Eine nutzbare Speicherkapazität des Batteriespeichers von 10,2 kWh und eine Leistung der PV-Anlage von 8,3 kWp ergibt eine förderfähige Speicherkapazität von 8 kWh.
Eine nutzbare Speicherkapazität des Batteriespeichers von 10,2 kWh und eine Leistung der PV-Anlage von 8,7 kWp ergibt eine förderfähige Speicherkapazität von 8 kWh.
Eine nutzbare Speicherkapazität des Batteriespeichers von 10,7 kWh und eine Leistung der PV-Anlage von 10,1 kWp ergibt eine förderfähige Speicherkapazität von 10 kWh.
2. Wie ist die nutzbare Kapazität des Batteriespeichers definiert?
Die nutzbare Kapazität des Batteriespeichers ist die Kapazität, die im Betrieb tatsächlich genutzt werden kann. Dem entgegen steht die nominale Batteriekapazität, die den gesamten elektrischen Energieinhalt des Speichers angibt. Die meisten Speicher können jedoch nicht zu 100 % entladen werden, sodass nicht die gesamte technische Kapazität im Betrieb genutzt werden kann. Die nutzbare Kapazität ist vom Hersteller anzugeben.
3. Kann ich die Förderung auch in Anspruch nehmen, wenn ich nur die PV-Anlage oder nur den Batteriespeicher installiere bzw. nachrüste?
Nein, gefördert wird nur die Erst-/ oder Ergänzungsinstallation eines neuen Batteriespeichers jeweils in Kombination mit einer neuen PV-Anlage.
4. Ich besitze bereits eine PV-Anlage und möchte diese um weitere neue PV-Module und einen neuen Batteriespeicher ergänzen. Kann ich die Förderung dafür in Anspruch nehmen?
Ja, hierbei handelt es sich um eine Ergänzungsinstallation eines neuen PV-Moduls und die Installation eines neuen Batteriespeichers.
5. Wird für die Berechnung der Förderhöhe auch die Leistung bzw. Kapazität der vorhandenen PV-Anlage bzw. des vorhandenen Batteriespeichers mit einbezogen?
Nein, für die Höhe der Förderung wird nur die Leistung bzw. Kapazität der neuen Komponenten herangezogen. Dabei muss mindestens eine zusätzliche Kapazität von 3 kWh Speicher und 3 kWp PV-Module erreicht werden.
6. Habe ich bei dem Einbau einer gebrauchten PV-Anlage bzw. eines gebrauchten Batteriespeichers Anspruch auf Förderung?
Nein, die Förderung kann nur für neue PV-Anlagen bzw. Batteriespeicher in Anspruch genommen werden.
7. Muss die neue PV-Anlage auf dem Dach des Wohngebäudes installiert werden?
Nein, die PV-Anlage muss sich lediglich auf demselben Grundstück (selbes oder angrenzendes Flurstück) wie das Wohngebäude befinden. Die PV-Anlage kann z. B. auch im Garten, auf der Garage oder einer Scheune installiert werden.
8. Gibt es Vorgaben für den Installationsort des Batteriespeichers?
Nein, der Batteriespeicher muss sich lediglich auf demselben Grundstück wie das Wohngebäude befinden.
9. Ist die Installation des Batteriespeichers, der PV-Anlage und der Ladestation für Elektrofahrzeuge auch förderfähig, wenn Eigenleistungen erbracht werden?
Eigenleistungen sind grundsätzlich möglich, insbesondere dann, wenn der Gebäudebesitzer selbst Elektroinstallateur ist. Entscheidend ist die Bestätigung eines eingetragenen Fachbetriebs, dass alle Arbeiten fachgerecht und vollständig durchgeführt wurden und die Nebenbestimmungen erfüllt sind.
10. Ich habe bereits vor einigen Jahren eine Förderung im Rahmen des 10.000-Häuser-Programms erhalten. Kann ich im Programmteil PV-Speicher-Programm trotzdem gefördert werden?
Ja, die Förderung ist für alle nun neu zu tätigenden Investitionen in PV-Stromspeicher bei gleichzeitiger Neuinstallation von PV-Modulen möglich.
11. Ist die Förderung im Rahmen des PV-Speicher-Programms kombinierbar mit der Förderung im Programmteil EnergieSystemHaus des 10.000-Häuser-Programms?
Grundsätzlich ja, allerdings kann ein und dieselbe Komponente und ihre Nebeneinrichtungen nur einmal gefördert werden. Insbesondere ist eine Doppelförderung ein und desselben PV-Speicher-Systems, bestehend aus PV-Anlage und Batteriespeicher, über den TechnikBonus T3 im Programmteil EnergieSystem-Haus und den Programmteil PV-Speicher-Programm ausgeschlossen.
12. Ist die Förderung des PV-Speicher-Programms kombinierbar mit der Förderung durch andere Institutionen, z. B. KfW und BAFA?
Ja, der PV-Speicher-Bonus kann im Rahmen der Bestimmungen anderer Fördermittelgeber mit anderen Programmen kombiniert werden. Der Bonus wird aber auch ohne die Förderung durch Dritte gewährt.
13. Was ist genau mit den Ladebetriebsarten 3 und 4 gemeint?
Für kabelgebundenes Laden von Elektrofahrzeugen sind verschiedene Ladebetriebsarten (auch "Lademodi" genannt) möglich. Diese sind in der Norm DIN EN 61851-1 definiert.
Die Ladebetriebsart 3 beschreibt Laden über Wechselstrom-Ladeeinrichtungen (AC-Laden) mit fest installierter Ladestation und integrierter Steckdose oder fest angeschlossenem Ladekabel. Durch Datenaustausch zwischen Ladestation und Fahrzeug wird eine Steuerung des Ladevorgangs ermöglicht.
Die Ladebetriebsart 4 beschreibt Laden über Gleichstrom-Ladeeinrichtungen (DC-Laden). Das Ladekabel ist hierbei fest an der Ladestation angebracht. Durch Datenaustausch zwischen Ladestation und Fahrzeug wird eine Steuerung des Ladevorgangs ermöglicht.
14. Welchen Zweck hat die Anschlussanforderung an die Ladestation für Elektrofahrzeuge?
Die Anforderung an die Einbindung der Ladestation für Elektrofahrzeuge in das intelligente Energiemanagementsystem des Hauses soll z. B. dabei unterstützen, dass
- der Eigenstromverbrauch erhöht wird,
- das Stromnetz nicht nach dem Feierabend schlagartig stark belastet wird,
- ein direktes Laden von der PV-Anlage in das Elektroauto möglich ist, ohne mehrmals zwischen Wechselstrom und Gleichstrom hin und her zu transformieren.
Theoretisch sind Ladestationen, die die Ladebetriebsart 3 oder 4 unterstützen, dazu in der Lage, intelligent in das Energiemanagementsystem eingebunden zu werden. Die Hardwarekomponenten sind größtenteils verfügbar, jedoch kann es noch zu Einschränkungen bezüglich der Kompatibilität zwischen den Geräten von unterschiedlichen Herstellern kommen. Diese Problematik liegt jedoch verstärkt auf der Softwareseite sowie einem fehlenden einheitlichen Standard. Somit muss die Ladestation nach Möglichkeit schnellstmöglich in das intelligente Energiemanagementsystem eingebunden werden.