Erneuerbare Energien sind die Leitenergien der Zukunft (vgl. Energiekonzept der Bundesregierung). Der Übergang dorthin wirft noch viele Fragen auf, die Antworten werden z. T. kontrovers diskutiert, denn jede Form der Energieversorgung hat ihre Vor- und Nachteile: Erneuerbare Energien wie Biomasse, Geothermie, Sonne, Wasser und Wind stehen uns zwar zeitlich unbegrenzt zur Verfügung und ihre CO2-Emissionen sind weitaus geringer. Mit Ausnahme der großen Wasserkraft und teilweise der Biomasse sind sie aber derzeit mit höheren Kosten verbunden. Wie viele andere Technologien auch sind diese auf Förderungen bzw. Markteingriffe angewiesen, bis sie marktfähig sind. Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien erfordert zum einen mehr dezentrale Erzeugungsanlagen (z. B. Photovoltaik, Biomasse), zum anderen hoch verdichtete Erzeugungseinheiten fern der Verbrauchszentren (z. B. Offshore-Windparks, solarthermische Kraftwerke) und daher neue Stromleitungen. Die wetter- und tageszeitenbedingt schwankende Energiebereitstellung aus Wind und Sonne erfordert neue Energiespeicher, Regel- und Reserveenergie und eine Anpassung der Nachfrage. Wenngleich vielerorts neben Zustimmung auch Protest gegen konkrete Anlagen erkennbar ist, so ist mit einer dezentralen Erzeugung doch auch eine höhere Wertschöpfung für die Region verbunden, die zugleich für Arbeitsplätze vor Ort sorgt.
In einem"Team der erneuerbaren Energien" können die Stärken einzelner erneuerbarer Energien (z. B. die Speicherfähigkeit und Vielseitigkeit der Bioenergien oder die hohen Mengenpotenziale von Sonne und Wind) die jeweiligen Schwächen der anderen erneuerbaren Energien (z. B. die begrenzten Bioenergiemengen oder das schwankende Angebot von Sonne und Wind) ausgleichen. Diese Synergiepotentiale gilt es zu nutzen.
Auch in Zukunft führt daher an einem ausgewogenen Energiemix auf absehbare Zeit unter den Aspekten Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltverträglichkeit kein Weg vorbei. Eine Beurteilung der Kosten der verschiedenen Energieträger hängt stark davon ab, ob externe, d.h. versteckte Kosten wie Umwelt- und Gesundheitsschäden in der Bilanzierung berücksichtigt werden. Bezüglich der Treibhausgasmissionen erfolgt dies zumindest teilweise durch den europäischen Emissionshandel. Fest steht, dass der Energiemix je nach regionalen Verhältnissen und ökonomischen Randbedingungen variieren wird.
Die folgende Übersicht zeigt eine knappe Zusammenschau verschiedener Aspekte der Energieträger. Sie erhebt in dieser Form keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Bayerische Staatsregierung:
Das bayerische Energiekonzept “Energie innovativ“
Rund um das bayerische Energiekonzept “Energie innovativ“
Energie-Atlas Bayern:
Biomasse – Umweltaspekte
Wasserkraft – Umweltaspekte
Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
Energiewende: Ziele und Maßnahmen
Die Bundesregierung:
Internetseite zum Energiekonzept der Bundesregierung
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi):
Energie – Energiepolitik
Energie – Statistiken und Prognosen
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena):
Grundlagen "Erneuerbare Energien“
Energie in Bayern – Karten
Optimale Kartendarstellung:
technische Hinweise
Struktur des Anteils (2011: 29,2%) erneuerbarer Energien an der Nettostromerzeugung in Bayern mehr
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