Garching b. München
Geothermie und Biomasse - 97 % des Wärmebedarfs der Stadt Garching werden mit regenerativer Energie gedeckt.
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Stadt Garching Annette Knott Fachbereichsleiterin Bauverwaltung ( 089 ) 32089 - 149 annette.knott@garching.bayern.de |
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besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt Verwendung von regenerativen und nachhaltigen Energieträgern. |
| Nutzen | Es werden voraussichtlich 70.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. | |||
| Bemerkungen | Das Gesamtinvestitionsvolumen mit Realisierung aller drei Erzeugungsanlagen mit Fernwärmenetz beträgt ca. 90 Mio. Euro. | ||
| Fördergeber | KfW-Mittel | ||
Auslöser
Initiator des Projekts "Energie-Wende-Garching" war die Garchinger AR Recycling GmbH. Das Unternehmen bereitet jährlich große Mengen Altholz auf, das als Brennstoff für ein Biomasse-Heizwerk verwendet werden kann. Das allein reicht aber noch nicht aus, für eine sichere, regenerative Wärmeversorgung in Garching und Hochbrück. Deshalb sicherte sich das Unternehmen die Rechte zur Erschließung und Nutzung der tiefen Geothermie.
Im Doppelpack mit tiefer Geothermie können fast 100 % des Wärmebedarfs in Garching und Hochbrück aus regenerativen Energiequellen gedeckt werden. Denn Garching liegt in einem Gebiet, in dem es in großer Tiefe (über 2.000 m) Grundwasser mit hohen Temperaturen gibt. Da das Grundwasser in Garching 74°C warm ist, kann die tiefe Geothermie wirtschaftlich genutzt werden.
Gemeinsam mit der Stadt Garching und der E.ON Bayern Wärme GmbH gründete die AR Recycling GmbH die "Energie-Wende-Garching GmbH". Die drei Gründer sind gleichberechtigt und je zu einem Drittel an der "Energie-Wende-Garching GmbH beteiligt.
Durchführung
Ziel des Projekts ist es, eine unabhängige, dezentrale und nachhaltige Wärmeversorgung für Garching zu schaffen. Das besondere an dem Projekt "Energie-Wende-Garching" ist das Zusammenspiel von Tiefengeothermie und Biomasse.
Das Projekt ist in zwei Phasen untergliedert. Phase eins begann 2008 mit den zwei Geothermie-Tiefenbohrungen sowie dem Fernwärmenetzbau in Garching. Seit April 2011 ist die Geothermie-Heizzentrale in Betrieb. Der Bau des Biomasse-Heizwerks, das mit aufbereitetem Altholz der Kategorien I und II (z. B. naturbelassenes Altholz und Kinderzimmermöbel) beheizt wird und der Netzbau in Garching-Hochbrück erfolgt in den Jahren 2011/12. Zusammen mit dem Biomasse-Heizwerk werden 75 % des Wärmebedarfs von Garching gedeckt.
In der zweiten Phase wird das Fernwärmenetz weiter ausgebaut und das Biomasse-Heizkraftwerk errichtet. Das Biomasse-Heizkraftwerk wird ebenfalls mit Altholz beschickt und kann darüber hinaus mit einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage aus überschüssiger Wärme Strom erzeugen.
Die tiefe Geothermie versorgt die Wohnbebauung, das Biomasse-Heizwerk das Gewerbegebiet und das Biomasse-Heizkraftwerk das Hochschul- und Forschungsgelände. In Phase zwei werden im Vergleich zur ausschließlich fossilen Wärmeerzeugung voraussichtlich 70.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.
Tipps
Die EWG ist im Teilprojekt Geothermie selber Nachahmerin, in der Kombination Biomasse und Geothermie Vorreiterin. Nachhaltige regenerative vor Ort verfügbare Wärme ist ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsorientierten Wärmeversorgung.
Projektlaufzeit
06/2008 -
Energie in Bayern – Karten
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technische Hinweise
Struktur des Anteils (2011: 29,2%) erneuerbarer Energien an der Nettostromerzeugung in Bayern mehr
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