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Aus- und Fortbildung

Wie gut ein Unternehmen im Umweltschutz ist, hängt entscheidend von seinen Mitarbeitern ab. Sind die Mitarbeiter überzeugt und engagiert, sind auch Maßnahmen zu Energieeinsparung und Energieeffizienz erfolgreicher. Ein Teil der Energiesparmöglichkeiten kann ohne zusätzliche Investitionen allein durch das Verhalten der Mitarbeiter ausgeschöpft werden (z. B. Abschalten von Maschinen in Betriebspausen). Voraussetzung dafür ist das Wissen und das Bewusstsein um Zusammenhänge und Verbesserungsmöglichkeiten im eigenen Arbeitsumfeld. Denn motiviert ist nur, wer auch informiert ist.

Energie-3-Sprung – was tun?
Jeder Einzelne im Unternehmen kann – insbesondere im täglichen Büroalltag – durch kleine Maßnahmen und Verhaltensänderungen zur Senkung von Energiebedarf und Rohstoffverbrauch beitragen. Aber auch wenn es darum geht, umfangreiche Maßnahmen, z. B. in der Produktion, umzusetzen, kommt es auf die Mithilfe aller an. Denn Mitarbeiter kennen ihr Arbeitsumfeld am besten und haben daher häufig gute Ideen, wie Verbesserungen erzielt werden können und wo angesetzt werden muss. Damit die Mitarbeiter ihre Aufgaben optimal ausüben können, empfiehlt sich oft auch eine spezielle Aus- oder Fortbildung, z. B. zum Energiemanager.

Sie können den Energiebedarf in Ihrem Unternehmen senken und das Klima schützen, wenn Sie z. B.
betriebsweit gültige Regelungen für Energieeinsparung und Energieeffizienz schaffen,
die Mitarbeiter regelmäßig informieren, was sie selbst im Alltag tun können (z. B. über das Schwarze Brett, Rundschreiben, Artikel in der Betriebszeitung),
den Beschäftigten Raum für Kreativität, Vorschläge und Kritik geben, damit neue Ideen und Betrachtungsweisen entstehen können,
Vorschläge zur Energieeinsparung ausdrücklich anerkennen und honorieren, z. B. im Rahmen eines innerbetrieblichen Vorschlagswesens,
eine Vorbildfunktion für Ihre Mitarbeiter übernehmen,
Geduld mitbringen, denn Verhaltensänderungen brauchen Zeit und Überzeugungskraft,
sich trauen, lange etablierte Vorgehensweisen wieder neu unter die Lupe zu nehmen, um Schwachstellen und Verbesserungspotenziale zu erkennen,
gemeinsam mit den Mitarbeiter Maßnahmen gestalten und umsetzen,
abteilungsübergreifende "Energieteams" einrichten und
Aus- und Fortbildungen der betroffenen Mitarbeiter, z. B. zum Energiemanager, unterstützen
Vorteile / Nutzen – was bringt es?
Die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter im Bereich betrieblicher Umweltschutz trägt nicht nur zum Schutz von Natur und Klima sowie zur Ressourcenschonung bei. Weitere positive Effekte ergeben sich für die Motivation der Mitarbeiter, die Abläufe sowie die Kommunikation im Unternehmen. Zusätzliche Vorteile sind daher z. B.:
Produktivitätssteigerungen und Kosteneinsparungen in allen Bereichen durch Identifizierung der Mitarbeiter mit dem Unternehmen.
Positive Arbeitsatmosphäre im Betrieb.
Gesteigerte Mitarbeiterzufriedenheit und Loyalität.
Verbesserte Kommunikation zwischen den verschiedenen Bereichen und Abteilungen.
Neue Ideen für Energieeinsparung und Energieeffizienz können entstehen.
Aufdecken von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen über den Umweltbereich hinaus.
Einbeziehung der Mitarbeiter erfüllt bereits einen wichtigen Bestandteil von Umweltmanagementsystemen wie EMAS.
Die Mitarbeiter erhalten Anregungen für den privaten Bereich. Durch praktische Tipps verändert sich das persönliche Energiebewusstsein, was wiederum in den Betrieb "zurückgespiegelt“ wird.
Daten / Fakten – wo stehen wir?
Das Nutzerverhalten im Betrieb hat große Auswirkungen auf den Energiebedarf und die Energiekosten. Bis zu 20 % Energiekosten können häufig ohne Investitionen allein durch Verhaltensänderungen eingespart werden ("No-Cost-Maßnahmen").
Wenn zusätzlich veraltete Technik durch moderne ersetzt wird, können in einem typischen Bürogebäude im Einzelfall sogar bis zu 75 % der Stromkosten eingespart werden.
Beispiele für Stromeinsparpotenziale durch die Kombination von energiesparendem Nutzerverhalten und energieeffizienter Technik bei einem typischen Bürogebäude:

Bürogeräte
Anteil am gesamten Strombedarf: 40 %
Einsparpotenzial: 50 %

Beleuchtung
Anteil am gesamten Strombedarf: 40 %
Einsparpotenzial: 75 %

Lüftung & Klimatisierung
Anteil am gesamten Strombedarf: 20 %
Einsparpotenzial: 35 %

Links und Downloads

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
Mitarbeitermotivation für umweltbewusstes Verhalten
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena):
Informationen und Werkzeuge für die Nutzermotivation im Bereich Energieeffizienz
EnergieAgentur.NRW:
Das virtuelle Energieeffizienzunternehmen
(Bereich “Nutzermotivation“)
Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz (MIE):
Praxisleitfaden "Mitarbeitermotivation Energieeffizienz & Klimaschutz"
Energie-Scouts – Qualifizierung für Azubis
IHK Nürnberg für Mittelfranken:
Internetseite zur Ausbildung als "EnergieManager (IHK)"