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Instandhaltung

Gepflegte Maschinen- und Anlagenparks beugen Systemausfällen vor, sichern die Produktqualität und halten zusätzlich den Energieverbrauch gering.

Gut gewartete Anlagen sparen Energie. Zum Beispiel können Abnutzungen den Energieverbrauch in die Höhe treiben, verdreckte Filter den Luftstrom behindern oder verunreinigte Wärmeübertrager ihre Funktion schlecht erfüllen.

Instandhaltung im Rahmen eines Energiemanagementsystems

Betrachten Sie bei der Instandhaltung alle wesentlichen Energieeinsatzbereiche. Das sind insbesondere die energieintensiven Maschinen sowie die Bereiche, die erhebliches Potenzial für eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung haben.

  • Ergänzen Sie Ihre Instandhaltungsziele um Effizienzkriterien.
  • Identifizieren Sie die Bereiche, in denen Instandhaltung energetische Vorteile bringen kann.
  • Ermitteln Sie Schwachstellen und planen Sie notwendige Abläufe und Instandhaltungsaktivitäten.
  • Wählen Sie Kennzahlen und kontrollieren Sie sie regelmäßig, damit sie bei Abweichungen schnell reagieren können.
  • Verknüpfen Sie Instandhaltung mit Energiemanagement z. B. durch regelmäßige gemeinsame Besprechungen.

Ein Schritt weiter: Prädiktive Instandhaltung und Refabrikation

Bei der Instandhaltung gibt es neue technische Möglichkeiten, die vorteilhaft sind und Sie unterstützen können.

Prädiktive Instandhaltung
Mit der „Prädiktiven Instandhaltung“ (Predictive Maintenance) können Fehlfunktionen oder Abnutzungen vorausgesagt oder frühzeitig erkannt werden. Sensoren sammeln Daten von Maschinen oder Komponenten, die mittels künstlicher Intelligenz/maschinellem Lernen ausgewertet werden. So können Sie geplante Stillstände zur vorausschauenden Wartung nutzen. Damit verringern Sie ungeplante Maschinenausfälle und verbessern die energiebezogene Leistung.
Refabrikation
Viele Anlagen besitzen eine lange Lebensdauer. Das ist zuallererst positiv zu bewerten, heißt aber auch, dass diese Anlagen nicht auf dem aktuellen Stand der Technik sind. Die Energieeffizienz vieler Komponenten (z. B. Elektromotoren, Pumpen, Steuerungseinheiten) verbessert sich fortlaufend.

Bei der Refabrikation, auch Remanufacturing genannt, werden alte Anlagen teilweise oder vollständig zerlegt, untersucht und Komponenten oder ganze Baugruppen durch effiziente und leistungsfähigere Teile ersetzt. Sie können auch weitere Modernisierungs- und Wartungsmaßnahmen vornehmen, um einen möglichst langen Betrieb sicher zu stellen. Dabei können auch Sensoren z. B. zur Energiedatenerfassung nachgerüstet werden. So kann der Energieverbrauch von alten bewährten Anlagen teilweise deutlich verringert werden. Konsultieren Sie im Zweifel den Hersteller oder fachkundige Unternehmen.