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"Smart Operator" - das intelligente Stromnetz

Das intelligente Stromnetz verbindet PV-Anlagen, Energiespeicher, intelligente Haushaltsgeräte und elektronische Zähler über ein Glasfasernetz und nutzt so die erneuerbaren Energien vor Ort optimal.

Projektträger: Lechwerke AG (LEW)

Projektstandort

Schwabmünchen

Schwabmünchen_georeferenzierung

Kontakt

Lechwerke AG
Roland Dölzer
Projektleiter Smart Operator
Schaezlerstr. 3
86150 Augsburg
Tel: (0821) 328 - 0
smartoperator[at]lew.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Strom aus erneuerbaren Energien vor Ort einsetzen oder speichern, statt ihn über die Netze zu transportieren

Nutzen: Erfahrungen sammeln bei Aufbau und Betrieb eines intelligenten Stromnetzes. Smarte Netze können dazu beitragen, den Netzausbau zu begrenzen und das Potenzial der erneuerbaren Energien besser zu nutzen.
Fotos
  • In Wertachau bauen die Lechwerke das erste intelligente Stromnetz in ihrem Gebiet. (Quelle: LEW)
  • Ein intelligenter Zähler wird eingebaut. (Quelle: LEW)
  • Gemeinsam für das Projekt (v.l.n.r.): Projektleiter Roland Dölzer, LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher und Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller. (Quelle: LEW)
  • So funktioniert der Smart Operator in einer Siedlung. (Quelle: LEW)
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(insgesamt 5 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Die Stromversorgung basiert künftig auf erneuerbaren Energien. Allein im Netzgebiet der Lechwerke speisen schon jetzt rund 64.000 Anlagen Strom aus erneuerbaren Energien ein. Die Herausforderung: Photovoltaikanlagen erzeugen Strom beispielsweise, wenn die Sonne scheint, unabhängig davon ob die Energie vor Ort gebraucht wird. Überschüssige Energie muss heute deshalb über das Netz abtransportiert werden.

Damit die Kapazitäten ausreichen, wird dafür das Stromnnetz aufwändig ausgebaut: Allein LEW wendet jährlich rund 20 Millionen Euro auf, um das Netz für erneuerbare Energien fit zu machen. Effizienter wäre es, den regenerativ erzeugten Strom vor Ort zu verbrauchen oder zu speichern. Dies ist das Ziel des intelligenten Stromnetzes: Es kann den lokal erzeugten Strom bestmöglich nutzen. Dafür kann das System verschiedene Bausteine ansteuern: etwa Energiespeicher, intelligente Haushaltsgeräte oder elektrische Heizsysteme. Sie können den Strom aufnehmen.

Das erste intelligente Stromnetz in ihrem Gebiet bauen die Lechwerke in Kooperation mit der RWE Deutschland und der RWTH Aachen sowie mit Unterstützung der Stadt Schwabmünchen und des Siedlervereins Wertachau auf.
Durchführung
Das Pilotprojekt gliedert sich in zwei Phasen:

Phase 1 (abgeschlossen) – Aufbau der Infrastruktur: Verlegen eines Glasfasernetzes für Kommunikation der Komponenten im intelligenten Netz (Smart Grid) sowie für schnelles Internet und Telefonie. Installation elektronischer Zähler (Smart Meter) in den teilnehmenden Haushalten. Einbau des Smart Operators. Start der Kommunikation über das Glasfasernetz und Auswertung des Verbrauchs in den teilnehmenden Haushalten. Entwicklung der Steuerungsmodelle für das Netz.

Phase 2 (läuft) – Erweiterung des Netzes durch Komponenten in den Haushalten (intelligente Wärmepumpen, Warmwasserspeicher, Haushaltgeräte) sowie zentraler Bausteine, wie einem großen Batteriespeicher, einer Ladesäule für Elektroautos und einer intelligenten Ortsnetzstation. Betrieb des Netzes mit allen Bausteinen und Auswertung.

Kern des intelligenten Stromnetzes ist der Smart Operator – eine auf den ersten Blick unscheinbare Rechnerbox. Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) hat die Steuerung für den Smart Operator eigens für die Anforderungen im Projekt entwickelt. Das Gerät ist über das Glasfasernetz mit Stromerzeugern, Verbrauchern und Speichern im Stromnetz verbunden. Seine Aufgabe: Er wird Einspeisungen, Lasten, Aufnahmefähigkeit sowie Speichermöglichkeiten erfassen, aufeinander abstimmen und in Einklang bringen. Anhand von Wetterprognosen kennt er die zu erwartende Erzeugung.
Zitate
"Wir wollen wissen, mit welchen Technologien das Potenzial der schwankenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien so gut wie möglich genutzt werden kann. Intelligente Netze sind deshalb eine entscheidende Grundlage für die Energieversorgung der Zukunft." (Dr. Markus Litpher, Vorstandsmitglied Lechwerke AG)
Tipps
  • Die Unterstützung durch die Bürger und Teilnehmer sowie die Mitwirkung der Stadt und des lokalen Siedlervereins sind wesentlich für die erfolgreiche Umsetzung.
Auszeichnungen
  • 12/2013: KUMAS-Leitprojekt 2013
    verliehen von: KUMAS - das bayerische Kompetenzzentrum Umwelt

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