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Windpark Zöschingen

Bürgerwindpark mit rund 700 Beteiligten aus der Region

Projektträger: VenSol Neue Energien GmbH

Projektstandort

Zöschingen

Zöschingen_georeferenzierung

Kontakt

Windpark Kreuzbuche GmbH & Co. KG
Jürgen Ganz
Marktplatz 2
87727 Babenhausen
Tel: (08333) 92328-0
info[at]vensol.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Einsparung von maximal 28.000 t CO2 jährlich gegenüber konventioneller Energieerzeugung

Einsparungen: CO2-Einsparung: maximal 28.000 t / Jahr

Kosten: Weitere Angaben: Investitionsvolumen von ca. 32 Millionen Euro
Fotos
  • Ein Windrad im Bürgerwindpark Zöschingen. (Quelle: VenSol Neue Energien GmbH)
  • Der Bürgerwindpark Zöschingen. (Quelle: VenSol Neue Energien GmbH)
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(insgesamt 2 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Als Projektierer von Bürgerphotovoltaik- und Bürgerwindkraftanlagen bot sich für die VenSol Neue Energien GmbH mit dem Windpark Kreuzbuche nahe der Ortschaft Zöschingen die ideale Gelegenheit ein Wind-Projekt im süddeutschen Raum zu verwirklichen.
Durchführung
Der Windpark Zöschingen, mit acht Windanlagen einer der größten Windparks in Schwaben (Stand 2016), ist ein wunderbares Beispiel für die Umsetzung der Energiewende in Deutschland: Rund 700 Bürger aus der Region sind an dem Projekt im Landkreis Dillingen beteiligt. Die Herausforderung, in Regionen mit schwächeren Windgeschwindigkeiten ökonomisch rentable Windenergieanlagen für die Bürger der betroffenen Region zu errichten, macht dieses Projekt besonders interessant. Der Windpark wurde 2012/13 durch die Firmen VenSol Neue Energien und Honold Windkraft errichtet und Anfang Mai 2013 offiziell in Betrieb genommen. Betriebsführer ist die Firma VenSol für alle kaufmännischen Belange und die Firma Honold auf der technischen Seite.

Investitionssumme und Beteiligung
Die Investitionssumme von rund 33 Millionen Euro wurde innerhalb kürzester Zeit durch etwa 700 an der Energiewende interessierte Bürger aus der Region eingebracht. Sie teilen sich auf sechs Bürgergesellschaften auf, von denen fünf in je eine Anlage und eine in drei Anlagen investiert haben.

Genehmigungsverfahren
Für die Gesamthöhe der Windenergieanlagen wurde durch den regionalen Planungsverband Augsburg eine Bauhöhenbegrenzung von 180 m aufgrund luftfahrttechnischer Belange festgelegt.

Anlagen und Potenzial
Auf Grund seiner eher ungewöhnlichen Lage in einem Nutzwald mit mehr als einem Kilometer Abstand zu den nächsten Wohnbebauungen, entschieden sich die Bauherren für die Anlagengeneration (N117/2400) des deutschen Herstellers Nordex. Die Anlagen der Leistungsklasse 2,4 MW haben fast 60 m lange Rotorblätter und eine Nabenhöhe von 120 m. Diese Maschinen sind besonders für Standorte mit schwächeren Windgeschwindigkeiten geeignet.

Mit den acht Nordex-Anlagen können bei ausreichendem Windaufkommen mehr als 12.000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden, was rund einem Drittel der Landkreisgröße entspricht. Gleichzeitig sparen die Anlagen bei optimaler Auslastung jährlich 28.000 t CO2 gegenüber konventioneller Energiegewinnung ein.

Bisherige Bilanz (Stand 2016)
Die Betreiber haben als jährliches Ziel 40 Millionen kWh formuliert. Aufgrund der relativen Windschwäche und nötigen Anlagenabschaltungen erzeugte der Windpark in den Jahren 2014 und 2015 absolut etwas weniger Energie als geplant, lag jedoch relativ zum Windaufkommen im Plan. In 2015 wurden 32 Millionen kWh erzeugt, was grob dem Verbrauch von 9.100 Drei-Personen-Haushalten im Jahr entspricht. Allerdings sind zwei volle Betriebsjahre ein zu kleiner Zeitraum, um Bilanz zu ziehen – die Betreiber und Beteiligten blicken zuversichtlich auf die kommenden Jahre. Die beteiligten Bürger wollen mit ihrer Investition vor allem einen Beitrag für eine saubere und grüne Energiezukunft leisten.
Zitate
"Am Beispiel Zöschingen zeigt sich wieder einmal, wie Kommunen ihrem Auftrag gerecht werden können, nachhaltig Ressourcen zu schonen und der Explosion der Energiepreise Einhalt zu gebieten." (Jürgen Ganz, GeschäftsführerVenSol Neue Energien GmbH)
„Es ging mir nicht um einen möglichst hohen Gewinn, sondern ich wollte einen Beitrag leisten, damit wir saubere Energie haben. (…) Hier sparen wir Atomstrom und Atommüll. Wir haben mit dem Windpark jetzt schon mehr Atommüll gespart, als in Asse gelagert ist. Das ist eine gigantische Leistung. Und insofern ist es eine positive und gute Investition.“ (Beteiligter Walter Thiergärtner in einem Bericht der Augsburger Allgemeinen vom 6. Februar 2016)

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