Kontrast Gebärdensprachvideo Leichte Sprache Informationen zur Schriftgröße

Windenergie im Mischpult „Energiemix Bayern vor Ort“

Der Schieberegler Windenergie im Mischpult zeigt Ihnen für ein beliebig ausgewähltes Gebiet in Bayern den aktuellen Stand der Stromerzeugung aus Windenergie an. Auf dieser Grundlage können Sie verschiedene Szenarien der Stromerzeugung aus Windenergie für das ausgewählte Gebiet erproben und entwickeln und in ein Strommix-Szenario einbinden. Hierzu können Sie auf Informationen zum technischen Stromerzeugungspotenzial aus Windenergie zurückgreifen.

Wie können Sie den Schieberegler Windenergie im Mischpult einsetzen?
Welche Bedeutung könnte künftig die Windenergie in einem ausgewählten Gebiet haben?
Das Mischpult zeigt u. a. den Ist-Stand der Nutzung der Windenergie in einem ausgewählten Gebiet an. Mit dem Schieberegler Windenergie können Sie verschiedene Szenarien der Stromerzeugung aus Windenergie entwickeln.
Kommunen können daraus Ziele für ihre Energiekonzepte, bspw. für einen Energienutzungsplan, ableiten oder prüfen, ob ein gemeinsamer Windpark mit benachbarten Kommunen oder Landkreisen sinnvoll ist.

Bürger können z. B. den Stand der Umsetzung in ihrer Kommune oder ihrem Landkreis mit dem von anderen vergleichen.

Liegt Ihnen bereits ein Energiekonzept vor, in dem Aussagen zur Windenergie getroffen werden?
Dann können Sie Ihre Ergebnisse am Schieberegler Windenergie kontrollieren.

Mit welchen erneuerbaren Energieträgern können 3 MW Leistung erzielt werden?
Eine Gesamtleistung von 3 MW könnte entweder mit 300 Photovoltaik-Dachflächenanlagen zu jeweils 10 kWp, mit 200 Photovoltaik-Dachflächenanlagen zu jeweils 15 kWp oder mit einer Windenergieanlage zu 3 MW bereitgestellt werden. Das Mischpult bietet Ihnen einen direkten Vergleich der erneuerbaren Energien an, auch im Hinblick auf die Flächenbeanspruchung und CO2-Einsparung.
Wie werden die angezeigten Werte zum Schieberegler Windenergie ermittelt?
Die Daten zu den Anlagen für Windenergieanlagen stammen aus dem Energie-Atlas Bayern. Es werden ausschließlich Daten der Anlagen verwendet, die am 31.12. des Jahres in Betrieb waren, zu dem die EEG-Meldungen in aufbereiteter Form vorliegen. Bei Windenergie werden nur diejenigen Anlagen im Mischpult berücksichtigt, die eine tatsächlich installierte elektrische Nennleistung von mindestens 500 kW aufweisen. Kleinwindenergieanlagen werden nicht berücksichtigt.

Bei Anlagen, für die keine elektrische Arbeit in ihrer EEG-Meldung aufgeführt ist, wird diese errechnet. Dazu wird die eingetragene elektrische Nennleistung mit der durchschnittlichen Volllaststundenzahl von 1.600 h/a multipliziert (vgl. IWES 2011: 4, 9, 13).

Als spezifischer Flächenbedarf werden 5 ha/MW angenommen.

Der CO2-Minderungsfaktor durch den Einsatz von Windenergieanlagen beträgt 0,5602 t/MWh. Das entspricht der Menge an CO2, die durch die Produktion einer Megawattstunde Strom aus einer Windenergieanlage eingespart werden kann. Sie ergibt sich aus der Differenz zwischen den spezifischen CO2-Emissionen des deutschen Strommix (0,569 t/MWh, vgl. UBA 2015: 2; CO2-Ausstoß des deutschen Strommix für das Jahr 2014 (Schätzwert)) und den spezifischen CO2-Emissionen einer Windenergieanlage (0,0088 t/MWh, vgl. UBA 2014: 42; Emissionsbilanz 2013).

Die im Mischpult angezeigten Werte der Anlagenzahl werden aufgerundet, alle anderen Werte sind kaufmännisch gerundet.

"Gebietskulisse Windkraft" im Kartenteil
Übersicht Berechnungsgrundlage Gebietskulisse Windkraft
Information zur Berechnung
Warum kommt es zu Abweichungen zwischen den Anlagendaten im Energie-Atlas Bayern und den Anlagendaten im Mischpult?
Die Datengrundlage des Mischpults hat immer den Stand des 31.12. des Jahres, zu dem die EEG-Meldungen der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) in aufbereiteter Form vorliegen. Die Daten aus den EEG-Meldungen der ÜNB stehen jeweils am 31.07. des Folgejahres zur Verfügung, die anschließende Aufbereitung dauert mehrere Monate.
Nach der jährlichen Aktualisierung (4. Quartal des Jahres) sind die Anlagendaten im Energie-Atlas Bayern (Statistik-Layer) und im Mischpult identisch. Die Karten zum jeweiligen EEG-Anlagenbestand des Energie-Atlas Bayern werden jedoch kontinuierlich um Nutzermeldungen und um Meldungen aus dem Anlagenregister der Bundesnetzagentur (Inbetriebnahmen und Stilllegungen) erweitert. Diese Erweiterungen fließen erst beim nächsten Update in die Statistik-Layer ein, und stehen erst dann im Mischpult zur Verfügung.
Dies ist zusammen mit den durchgeführten Filterprozessen und den Annahmen in der verwendeten Datengrundlage des Energie-Atlas Bayern der Grund dafür, dass es zu Abweichungen zwischen den angezeigten Werten im Mischpult und den zusätzlich einschaltbaren Layern im Energie-Atlas Bayern kommen kann.

Information zur Berechnung
Hinweise zur Bedienung des Schiebereglers
Nach dem Starten des Mischpults wird Ihnen zunächst der aktuelle Ausbaustand erneuerbarer Energien in der von Ihnen ausgewählten Gebietskörperschaft angezeigt (31.12. des Jahres, zu dem die EEG-Meldungen in aufbereiteter Form vorliegen).

Den Schieberegler können Sie auch über das technische Potenzial hinaus verschieben. Dies ist sachgerecht, da für die Potenzialabschätzung ausschließlich Flächen berücksichtigt wurden, in denen Windenergienutzung voraussichtlich möglich ist (dunkelgrüne Gebiete in der Gebietskulisse Windkraft, mittlere Windgeschwindigkeit höher als 5m/s in 140 m (nach Windatlas 2010)). Gebiete, in denen aufgrund einer Einzelfallentscheidung Windenergienutzung nur eventuell möglich ist (gelbe Gebiete der Gebietskulisse Windkraft), wurden beispielsweise nicht berücksichtigt. Ein rot eingefärbter Schieberegler signalisiert Ihnen, dass Sie mit der gewählten Einstellung eine Potenzialüberschreitung nach den beschriebenen Berechnungsmethoden eingegangen sind.

ACHTUNG: Die Darstellung der Gebietskulisse Windkraft beruht auf den Daten für Windgeschwindigkeiten mit Stand 2010. Sie wird derzeit mit den neuen Daten aus dem Bayerischen Windatlas 2014 überarbeitet.

Es ist möglich, den Anteil der Windenergie am Stromverbrauch größer 200 % einzustellen. Nutzen Sie dafür das Eingabefeld direkt unterhalb des Schiebereglers.

"Gebietskulisse Windkraft" im Kartenteil
Übersicht Berechnungsgrundlage Gebietskulisse Windkraft
Welche Potenziale stehen zur Verfügung?
Das im Mischpult abgebildete technische Potenzial ist ein Rechenwert, der sich nur auf die im Jahresverlauf benötigten Strommengen, nicht aber auf die bedarfsgerechte Verfügbarkeit oder die Versorgungssicherheit bezieht. Auch eine mehr als 100-prozentige Abdeckung des Bedarfs erfordert daher ausreichenden Netzausbau, konventionelle Kraftwerke, Stromspeicherung oder Demand Side Management.
Das umsetzbare Potenzial fällt immer kleiner aus als das technische Potenzial, da unter anderem wirtschaftliche Restriktionen und Hemmnisse bei der Markteinführung berücksichtigt werden müssen.

In der aktuellen Version steht Ihnen das technische Potenzial der Windenergie zur Verfügung. Neue Windenergieanlagen fließen mit einer angenommenen elektrischen Nennleistung von 3 MW in die Berechnung ein. Grundsätzlich wird die äquivalente Volllaststundenzahl der spezifischen Gemeinde, über die vorhandenen Potenzialflächen (dunkelgrüne Flächen der Gebietskulisse Windkraft) ermittelt, angesetzt. Für Gebiete ohne dunkelgrüne Potenzialflächen werden durchschnittliche Volllaststunden von 1.600 h/a angenommen.

Wesentliche Grundlage ist hierfür die Gebietskulisse Windkraft als Umweltplanungshilfe für Kommunen.

ACHTUNG: Die Darstellung der Gebietskulisse Windkraft beruht auf den Daten für Windgeschwindigkeiten mit Stand 2010. Sie wird derzeit mit den neuen Daten aus dem Bayerischen Windatlas 2014 überarbeitet.

Eine detaillierte Beschreibung der Ermittlungsmethode finden Sie im Dokument Information zur Berechnung.

Information zur Berechnung

Mitmachen

Das Mischpult steht Ihnen im Kartenteil des Energie-Atlas Bayern zur Verfügung.



Im ersten Schritt (Reiter "Gebietsauswahl") wählen Sie ein Gebiet aus, für das Sie ein Strommix-Szenario entwickeln möchten. Sie können festlegen, ob Sie einzelne oder mehrere Gemeinden, Landkreise oder Regierungsbezirke betrachten möchten.

Im zweiten Schritt (Reiter "Rahmendaten") finden Sie wichtige Rahmendaten zu den von Ihnen ausgewählten Gebietskörperschaften. Sie haben zudem die Möglichkeit, den Wert des gesamten Stromverbrauchs und/oder des Stromverbrauchs privater Haushalte zu verändern.

Im dritten Schritt (Reiter "Mischpult") können Sie den aktuellen Stand des Anteils erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in den von Ihnen ausgewählten Gebietskörperschaften ablesen, das Mischpult schrittweise bedienen und eigene Strommix-Szenarien aus erneuerbaren Energien entwickeln. Hierzu können Sie auf Informationen zum technischen Stromerzeugungspotenzial aus erneuerbaren Energien zurückgreifen.

Im Kartenteil können Sie das Mischpult jederzeit über den Button Mischpult im Menübalken direkt oberhalb der Karte aufrufen.

Bunte Zettel jeweils mit einem aufgezeichneten Fragezeichen (Quelle: Marek - fotolia.com)

FAQ

Antworten auf die häufigsten Fragen zum Mischpult.
mehr


Anteil am Gesamtstromver-
brauch in Gemeinden

kleines bayern

Die Karte zeigt den Anteil der Windenergie am Gesamtstromverbrauch der Gemeinden in Bayern.

Geben Sie hier Ihren Ortsnamen ein.

Anteil am privaten Stromver-
brauch in Gemeinden

kleines bayern

Die Karte zeigt den Anteil der Windenergie am privaten Stromverbrauch der Gemeinden in Bayern.

Geben Sie hier Ihren Ortsnamen ein.

Anteil am Gesamtstromver-
brauch in Landkreisen

kleines bayern

Die Karte zeigt den Anteil der Windenergie am Gesamtstromverbrauch der Landkreise in Bayern.

Geben Sie hier Ihren Ortsnamen ein.

Anteil am privaten Stromver-
brauch in Landkreisen

kleines bayern

Die Karte zeigt den Anteil der Windenergie am privaten Stromverbrauch der Landkreise in Bayern.

Geben Sie hier Ihren Ortsnamen ein.

Links und Downloads

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
Hilfe zum Mischpult
Faltblatt zum Mischpult