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Finanzierung und Beteiligung

Windenergieanlagen werden überwiegend von privaten Investoren oder Kommunen (hier meist die Stadtwerke) initiiert und betrieben. Vermehrt besteht aber auch die Möglichkeit, sich als Bürger finanziell an einer Windenergieanlage zu beteiligen. Dies ist vor allem bei einem sogenannten "Bürgerwindpark" der Fall. Aber auch Kleinwindanlagen können zukünftig eine größere Rolle spielen.

Bürgerwindpark vor Ort

Eine Möglichkeit ist, bei Kommunen und Planern nachzufragen, ob Windenergieanlagen in der Region geplant sind, an denen man sich als Bürger beteiligen kann. Meistens werden Bürgerwindenergieanlagen und -windparks von Gesellschaften, z. B. von Kommanditgesellschaften (KG), einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaft (GmbH & Co. KG) betrieben. Indem Bürger Anteile an einer Gesellschaft erwerben, können sie sich an den Investitionen beteiligen – mit allen damit verbundenen Chancen und Risiken.

Neben den Gesellschaften gewinnen eingetragene Genossenschaften (eG) als Beteiligungsform bei Windparks immer mehr an Bedeutung. Gegenüber der GmbH & Co. KG spielen die Interessen der Mitglieder hier eine besonders große Rolle, die Gewinnorientierung steht nicht ganz so im Fokus. Eingetragene Genossenschaften gelten als besonders insolvenzsicher. Weitere Informationen zu Bürgerenergieanlagen enthält die Broschüre „EnergieGewinner!“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (siehe Links und Downloads).

Unter unseren Praxisbeispielen finden Sie einige Bürgerwindparks mit nützlichen, weiterführenden Hinweisen aus der Praxis:
Praxisbeispiele Wind (Stichwort: Bürgerwind)

Investoren und Hersteller

Interessierte können auf den Internetseiten von Herstellern und Investoren von Windenergieanlagen recherchieren, ob und wie man sich als Bürger an den von diesen Unternehmen geplanten oder finanzierten Windenergieanlagen beteiligen kann.

Banken und Finanzdienstleister

Über den Finanzmarkt können sich Bürger ebenfalls an Windenergieanlagen beteiligen. Verschiedene Banken und Finanzdienstleister investieren das Geld ihrer Kunden in ökologische Projekte, z. B. in Windfonds. Windfonds fassen die Einlagen ihrer Anleger zusammen und investieren diese in ein exakt beschriebenes Projekt, z. B. einen Windpark oder eine einzelne Windenergieanlage.

Links und Downloads

Allgemein
Schreiben der Bayerischen Staatsministerien für Umwelt und Verbraucherschutz, des Innern, für Bau und Verkehr und für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie:
Unwirtschaftlichkeit und umzingelnde Wirkung von Windkraftanlagen; Abstände

Kleinwindanlagen
Bundesverband Windenergie e. V. (BWE):
Kleinwindanlagen
Marktüberblick "Kleinwindanlagen"

Bürgerwindpark/ Bürgerbeteiligung
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi):
Broschüre "EnergieGewinner! Bürger-Energie: Vorteile, Potenziale und Gewinne."
Agentur für Erneuerbare Energien e. V./ DGRV – Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V.:
Broschüre “Energiegenossenschaften“
Agentur für Erneuerbare Energien e. V. – Informationsportal "kommunal erneuerbar":
Beispiel Bürgerwindpark Wildpoldsried
Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Solar-Initiativen:
Leitfaden “Windkraft in Bayern: Rückenwind geben – Potenziale maßvoll ausbauen – Menschen mitnehmen!“
EnergieAgentur.NRW:
Klimaschutz mit Bürgerenergieanlagen
windcomm schleswig-holstein Netzwerkagentur Windenergie:
Leitfaden Bürgerwindpark / MehrWertschöpfung für die Region