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Auslegung der Anlage

Der solare Energieertrag an einem Standort hängt u. a. ab von:

  • der geographischen Breite des Standorts
  • der Ausrichtung und Neigung der Kollektorfläche sowie eventueller Verschattung durch Nachbarbebauung, Bäume etc.

Ausrichtung

  • Optimal ist eine Ausrichtung von Süd-Ost bis Süd-West. Kleinere Abweichungen nach Osten oder Westen mindern den Energieertrag jedoch nicht wesentlich. Da sich in Flusstälern im Winterhalbjahr der Nebel erst mittags auflöst, kann eine Westorientierung hier besser als eine Ostausrichtung sein. Verschattungen sollten vermieden werden.

Neigungswinkel

  • Der optimale Neigungswinkel hängt von der Nutzungsart ab. Ein Kollektorwinkel zwischen 40 - 60 Grad ist am besten geeignet, um Brauchwasser zu erwärmen. Die Sonne lässt sich zur Heizungsunterstützung in den Wintermonaten am besten mit einem Winkel von 45 bis zu 70 Grad einfangen.

Faustregeln zur Dimensionierung und zum Flächenbedarf einer Solarthermieanlage

  • Von der Größe des Speichers hängt ab, für wie viele Tage Solarenergie vorgehalten und wieviel Wärme in den Übergangszeiten genutzt werden kann. Mit größeren Speichern werden mehr sonnenarme Tage überbrückt. Bei einem kleinen Speicher muss die konventionelle Heizung öfter anspringen. Der Speicher sollte in einem Haushalt mit vier Personen mindestens eine Größe von 800 – 1.000 Litern haben, um die Solarenergie in den Übergangszeiten zu nutzen.
  • In der Fachliteratur wird häufig als Faustformel angegeben, dass pro Person 1 bis 1,5 m2 eines Flachkollektors geplant werden sollte. Damit auch in der Übergangszeit genug warmes Wasser zur Verfügung steht, ist eine Kollektorgröße von mindestens 2,5 – 3,75 m2 pro Person empfehlenswert.

Regelmäßige Kontrolle

  • In vielen Solarthermieanlagen tritt eine ungewollte Schwerkraftzirkulation des Warmwassers auf, indem in der Nacht leichtes warmes Solarfluid zur Dachsolaranlage hinaufströmt und abgekühltes und damit schweres Fluid nach unten sinkt. Dies kann hohe Wärmeverluste im Winter bedeuten.
    Eine regelmäßige Kontrolle der Anlage v. a. im Winter ist daher notwendig. Erkennbar ist das Problem, wenn bei stehender Anlage in der Nacht die Thermometer für Vor- und Rücklauf unterschiedliche Temperaturen zeigen.

Links und Downloads

Energie-Atlas Bayern:
Heizungsvergleich – Welche Heizung kommt für mich in Frage?
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie (StMWi):
Bayerischer Solaratlas
(Kapitel 4 "Nutzung der Sonnenenergie", S. 45 ff.)
Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr und Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie (StMWi):
Broschüre "Solaranlagen gut gestalten"
Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
Broschüre "Sonnenenergie" (S. 8 ff.)Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (BLfD)
Solarenergie und Denkmalpflege
Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V. (C.A.R.M.E.N. e.V.):
Broschüre "Solarthermie – Technik, Anwendung und Förderung"
Regierung von Oberbayern:
Infobrief "Solaranlagen gut gestaltet"