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Photovoltaik im Mischpult „Energiemix Bayern vor Ort“

Die Schieberegler Photovoltaik-Dachfläche und Photovoltaik-Freifläche im Mischpult zeigen Ihnen für ein beliebig ausgewähltes Gebiet in Bayern den aktuellen Stand der Stromerzeugung aus Photovoltaik an. Auf dieser Grundlage können Sie verschiedene Szenarien der Stromerzeugung aus Photovoltaik für das ausgewählte Gebiet erproben und entwickeln und in ein Strommix-Szenario einbinden. Hierzu können Sie auf Informationen zum technischen Stromerzeugungspotenzial aus Solarenergie (PV-Dachfläche und PV-Freifläche) zurückgreifen.

Wie können Sie die Schieberegler Photovoltaik-Dachfläche und Photovoltaik-Freifläche im Mischpult einsetzen?
Welche Bedeutung könnte künftig die Photovoltaik in einem ausgewählten Gebiet haben?
Das Mischpult zeigt u. a. den Ist-Stand der Nutzung der Photovoltaik, differenziert nach Dachflächen- und Freiflächenanlagen, in einem ausgewählten Gebiet an. Mit den Schiebereglern Photovoltaik-Dachfläche und Photovoltaik-Freifläche können Sie verschiedene Szenarien der Stromerzeugung aus Photovoltaik entwickeln.
Kommunen können daraus Ziele für ihre Energiekonzepte, bspw. für einen Energienutzungsplan, ableiten oder prüfen, ob ein gemeinsamer Solarpark mit benachbarten Kommunen oder Landkreisen sinnvoll ist.

Bürger können z. B. den Stand der Umsetzung in ihrer Kommune oder ihrem Landkreis mit dem von anderen vergleichen.

Liegt Ihnen bereits ein Energiekonzept vor, in dem Aussagen zur Photovoltaik getroffen werden?
Dann können Sie Ihre Ergebnisse an den Schiebereglern Photovoltaik-Dachfläche und Photovoltaik-Freifläche kontrollieren.

Mit welchen erneuerbaren Energieträgern können 3 MW Leistung erzielt werden? Eine Gesamtleistung von 3 MW könnte entweder mit 300 Photovoltaik-Dachflächenanlagen zu jeweils 10 kWp, mit 200 Photovoltaik-Dachflächenanlagen zu jeweils 15 kWp oder mit einer Windenergieanlage zu 3 MW bereitgestellt werden. Das Mischpult bietet Ihnen an, den Energieträger Photovoltaik direkt mit den anderen erneuerbaren Energien zu vergleichen, beispielsweise im Hinblick auf die Flächenbeanspruchung und CO2-Einsparung.
Wie werden die angezeigten Werte zu den Schiebereglern Photovoltaik-Dachfläche und Photovoltaik-Freifläche ermittelt?
Die Daten zu den Photovoltaikanlagen stammen aus dem Energie-Atlas Bayern. Es werden ausschließlich Daten der Anlagen verwendet, die am 31.12. des Jahres in Betrieb waren, zu dem die EEG-Meldungen in aufbereiteter Form vorliegen.

Bei Anlagen, für die keine elektrische Arbeit in ihrer EEG-Meldung aufgeführt ist, wird diese errechnet. Dazu wird die eingetragene elektrische Nennleistung mit der spezifischen Volllaststundenzahl der gebietsbezogenen Photovoltaik-Dachflächenanlagen bzw. Photovoltaik-Freiflächenanlagen multipliziert. Für Gebiete ohne Photovoltaikanlagen können keine spezifischen Volllaststundenzahlen ermittelt werden. Daher wird für solche Gebiete die durchschnittliche Volllaststundenzahl der bayerischen Gemeinden angenommen. Für Photovoltaik-Dachflächenanlagen ergibt sich somit ein Faktor von 977 h/a und für Photovoltaik-Freiflächen-Anlagen ein Faktor von 1.061 h/a.

Als spezifischer Flächenbedarf werden für eine Photovoltaik-Dachflächenanlage 7,5 m2/kW angenommen, für eine Photovoltaik-Freiflächenanlage 30 m2/kW.

Der CO2-Minderungsfaktor durch Photovoltaikanlagen beträgt 0,5138 t/MWh. Das entspricht der Menge an CO2, die durch die Produktion einer Megawattstunde Strom aus einer Photovoltaik-Anlage eingespart werden kann. Sie ergibt sich aus der Differenz zwischen den spezifischen CO2-Emissionen des deutschen Strommix (0,569 t/MWh, vgl. UBA 2015: 2; CO2-Ausstoß des deutschen Strommix für das Jahr 2014 (Schätzwert)) und den spezifischen CO2-Emissionen einer Photovoltaik-Anlage (0,0552 t/MWh, vgl. UBA 2014: 39; Emissionsbilanz 2013).

Wenn Sie in Ihrem Szenario neue Photovoltaikanlagen planen, dann wird für Dachflächenanlagen eine elektrische Nennleistung von 20 kWp angenommen, für neue Freiflächenanlagen 1.500 kWp. Grundsätzlich wird die spezifische Volllaststundenzahl der gebietsbezogenen Photovoltaik-Dachflächenanlagen bzw. Photovoltaik-Freiflächenanlagen angesetzt. Für Gebiete ohne Photovoltaikanlagen wird die durchschnittliche Volllaststundenzahl der bayerischen Gemeinden angenommen. Für Photovoltaik-Dachflächenanlagen ergibt sich somit ein Faktor von 977 h/a und für Photovoltaik-Freiflächen-Anlagen ein Faktor von 1.061 h/a.

Die im Mischpult angezeigten Werte der Anlagenzahl werden aufgerundet, alle anderen Werte sind kaufmännisch gerundet.

Information zur Berechnung
Warum kommt es zu Abweichungen zwischen den Anzeigen Anlagendaten im Energie-Atlas Bayern und den Anzeigen Anlagendaten im Mischpult?
Die Datengrundlage des Mischpults hat immer den Stand des 31.12. des Jahres, zu dem die EEG-Meldungen der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) in aufbereiteter Form vorliegen. Die Daten aus den EEG-Meldungen der ÜNB stehen jeweils am 31.07. des Folgejahres zur Verfügung, die anschließende Aufbereitung dauert mehrere Monate.
Nach der jährlichen Aktualisierung (4. Quartal des Jahres) sind die Anlagendaten im Energie-Atlas Bayern (Statistik-Layer) und im Mischpult identisch. Die Karten zum jeweiligen EEG-Anlagenbestand des Energie-Atlas Bayern werden jedoch kontinuierlich um Nutzermeldungen und um Meldungen aus dem Anlagenregister der Bundesnetzagentur (Inbetriebnahmen und Stilllegungen) erweitert. Diese Erweiterungen fließen erst beim nächsten Update in die Statistik-Layer ein, und stehen erst dann im Mischpult zur Verfügung.
Dies ist zusammen mit den durchgeführten Filterprozessen und den Annahmen in der verwendeten Datengrundlage des Energie-Atlas Bayern der Grund dafür, dass es zu Abweichungen zwischen den angezeigten Werten im Mischpult und den zusätzlich einschaltbaren Layern im Energie-Atlas Bayern kommen kann.

Information zur Berechnung
Hinweise zur Bedienung des Schiebereglers
Nach dem Starten des Mischpults wird Ihnen zunächst der aktuelle Ausbaustand erneuerbarer Energien in der von Ihnen ausgewählten Gebietskörperschaft angezeigt (31.12. des Jahres, zu dem die EEG-Meldungen in aufbereiteter Form vorliegen).

Den Schieberegler können Sie auch über das technische Potenzial hinaus verschieben. Dies ist sachgerecht, da für die Potenzialabschätzung für Photovoltaik-Freiflächen beispielsweise Konversionsflächen nicht berücksichtigt werden konnten oder für die Potenzialabschätzung für Photovoltaik-Dachflächen höhere Modulwirkungsgrade oder geringere Flächenabschläge (z. B. für Solarthermienutzung) erwartet werden.
Ein rot eingefärbter Schieberegler signalisiert Ihnen, dass Sie mit der gewählten Einstellung eine Potenzialüberschreitung nach den beschriebenen Berechnungsmethoden eingegangen sind.

Es ist möglich, den Anteil der Photovoltaik am Stromverbrauch größer 200 % einzustellen. Nutzen Sie dafür das Eingabefeld direkt unterhalb des Schiebereglers.
Welche Potenziale stehen zur Verfügung?
Das im Mischpult abgebildete technische Potenzial ist ein Rechenwert, der sich nur auf die im Jahresverlauf benötigten Strommengen, nicht aber auf die bedarfsgerechte Verfügbarkeit oder die Versorgungssicherheit bezieht. Auch eine mehr als 100-prozentige Abdeckung des Bedarfs erfordert daher ausreichenden Netzausbau, konventionelle Kraftwerke, Stromspeicherung oder Demand Side Management.
Das umsetzbare Potenzial fällt immer kleiner aus als das technische Potenzial, da unter anderem wirtschaftliche Restriktionen und Hemmnisse bei der Markteinführung berücksichtigt werden müssen.

In der aktuellen Version steht Ihnen das technische Potenzial aus Solarenergie zur Verfügung. Das Solarstromerzeugungspotenzial wurde auf Dachflächen und auf Freiflächen getrennt ermittelt.

Eine detaillierte Beschreibung der Ermittlungsmethode finden Sie im Dokument Information zur Berechnung.

Information zur Berechnung

Mitmachen

Das Mischpult steht Ihnen im Kartenteil des Energie-Atlas Bayern zur Verfügung.



Im ersten Schritt (Reiter "Gebietsauswahl") wählen Sie ein Gebiet aus, für das Sie ein Strommix-Szenario entwickeln möchten. Sie können festlegen, ob Sie einzelne oder mehrere Gemeinden, Landkreise oder Regierungsbezirke betrachten möchten.

Im zweiten Schritt (Reiter "Rahmendaten") finden Sie wichtige Rahmendaten zu den von Ihnen ausgewählten Gebietskörperschaften. Sie haben zudem die Möglichkeit, den Wert des gesamten Stromverbrauchs und/oder des Stromverbrauchs privater Haushalte zu verändern.

Im dritten Schritt (Reiter "Mischpult") können Sie den aktuellen Stand des Anteils erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in den von Ihnen ausgewählten Gebietskörperschaften ablesen, das Mischpult schrittweise bedienen und eigene Strommix-Szenarien aus erneuerbaren Energien entwickeln. Hierzu können Sie auf Informationen zum technischen Stromerzeugungspotenzial aus erneuerbaren Energien zurückgreifen.

Im Kartenteil können Sie das Mischpult jederzeit über den Button Mischpult im Menübalken direkt oberhalb der Karte aufrufen.

Bunte Zettel jeweils mit einem aufgezeichneten Fragezeichen (Quelle: Marek - fotolia.com)

FAQ

Antworten auf die häufigsten Fragen zum Mischpult.
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Anteil am Gesamtstromver-
brauch in Gemeinden

kleines bayern

Die Karte zeigt den Anteil der Photovoltaik am Gesamtstromverbrauch der Gemeinden in Bayern.

Geben Sie hier Ihren Ortsnamen ein.

Anteil am privaten Stromver-
brauch in Gemeinden

kleines bayern

Die Karte zeigt den Anteil der Photovoltaik am privaten Stromverbrauch der Gemeinden in Bayern.

Geben Sie hier Ihren Ortsnamen ein.

Anteil am Gesamtstromver-
brauch in Landkreisen

kleines bayern

Die Karte zeigt den Anteil der Photovoltaik am Gesamtstromverbrauch der Landkreise in Bayern.

Geben Sie hier Ihren Ortsnamen ein.

Anteil am privaten Stromver-
brauch in Landkreisen

kleines bayern

Die Karte zeigt den Anteil der Photovoltaik am privaten Stromverbrauch der Landkreise in Bayern.

Geben Sie hier Ihren Ortsnamen ein.

Links und Downloads

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
Hilfe zum Mischpult
Faltblatt zum Mischpult