Kontrast Gebärdensprachvideo Leichte Sprache Informationen zur Schriftgröße

Kleine Physik

Der Ursprung für die im tieferen Untergrund vorhandene Wärmeenergie liegt in radioaktiven Zerfallsprozessen und in der Restwärme aus der Zeit der Erdentstehung.

Im Erdkern ist es verschiedenen Schätzungen zufolge 4.800 °C bis 7.700 °C heiß. Durch das Temperaturgefälle zwischen Erdinnerem und Erdoberfläche wird Erdwärme ständig aus der Tiefe nach oben transportiert. Dieser geothermische Wärmefluss beträgt in Bayern rund 60 bis 80 mW/m². Bei der tiefen Geothermie werden Thermalwasser-Aquifere (Aquifer = natürlicher Grundwasserleiter) im tieferen Untergrund oder heiße Tiefengesteine genutzt.

Obwohl die tiefe Geothermie per Definition bei 400 m Tiefe beginnt, wird von "echter" tiefer Geothermie erst dann gesprochen, wenn sie sich mindestens für eine geothermische Wärmeversorgung eignet, z. B. für die Beheizung von Einfamilienhäusern in der Regel ab Tiefen über 1.000 m und Temperaturen > 60 °C.