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Situation in Bayern

Die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien und die Europäisierung der Strommärkte machen es nötig, das Übertragungsnetz auszubauen. Neue Höchstspannungsleitungen müssen gebaut, vorhandene ausgebaut werden.

In Deutschland müssen die Übertragungsnetzbetreiber gemäß Energiewirtschaftsgesetz ein sicheres, zuverlässiges und leistungsfähiges Energieversorgungsnetz betreiben und sind zu einer preisgünstigen und effizienten Energieversorgung verpflichtet. Vier Übertragungsnetzbetreiber sind auf dem deutschen Markt aktiv: 50Hertz Transmission GmbH (früher: Vattenfall Europe Transmission GmbH), Amprion GmbH (früher: RWE Transportnetz Strom GmbH), TransnetBW GmbH (früher: EnBW Transportnetze AG) und TenneT TSO (früher: E.ON Netz GmbH).

In Bayern sind als Übertragungsnetzbetreiber Amprion, TenneT und in geringem Umfang TransnetBW GmbH vertreten.

Zu den Stromnetzen im Kartenteil

Die Energiewende erfordert einen erheblichen Ausbau des Übertragungsnetzes auch in Bayern. Wesentliche Investitionen sind auch für die regionalen Verteilnetze in Bayern erforderlich, um zunehmende Stromeinspeisungen aus dezentralen Erzeugungsanlagen aufnehmen zu können.

Technischen Neuerungen (Intelligente Netze – Smart Grids, Leiterseilmonitoring zur optimierten Ausschöpfung der Übertragungskapazität einer Leitung, Hochtemperaturleiterseile zur Steigerung der Übertragungskapazität auf bestehenden Trassen, regelbare Ortsnetztrafostationen) kann eine große Bedeutung für die bessere Integration von erneuerbaren Energien und für die Hebung von Effizienzpotentialen zukommen.

Im Zusammenhang mit dem Netzausbau fällt häufig der Begriff "Smart Grid" - Intelligentes Stromnetz. Es wird vom "Smart Grid" gesprochen, wenn die vorhandene Kapazität des bestehenden sowie des konventionell ausgebauten Netzes mit Hilfe von Kommunikations-, Mess- und Regeltechnik optimiert und voll genutzt werden kann. Die Bundesnetzagentur hat in ihrem Eckpunktepapier zu den Aspekten des sich verändernden Energieversorgungssystems eine Definition und Abgrenzung des Begriffs "Smart Grid" vom "Smart Market" (intelligenter Energiemarkt) vorgenommen und erhofft sich eine intensivere Diskussion der Netz- und Marktthemen und innovative Veränderungen des Energieversorgungssystems.

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie fördert dazu beispielsweise in Hof und Arzberg das Modellprojekt Smart Grid Solar. Das ganzheitliche Konzept der Solarfabrik der Zukunft soll alle relevanten Komponenten von der Stromerzeugung bis zur intelligenten Messtechnik umfassen.

Stromübertragungsnetze

kleines bayern

Sie können sich hier Stromübertragungsnetze und Umspannwerksstandorte in Bayern anzeigen lassen. Beachten Sie die Informationen zu den Fachdaten (i-Button).

Geben Sie hier Ihren Ortsnamen ein.

Links und Downloads

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi):
Taskforce Netzausbau Bayern
Taskforce Netzausbau – Aktueller Stand Netzausbau Bayern
Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
Energiewende: Ziele und Maßnahmen
Bundesnetzagentur:
Eckpunktepapier „Smart Grid“ und „Smart Market"
Internetseite "Stromnetze zukunftssicher gestalten"
Video "Netzentwicklungsplan - Welches Stromnetz braucht Deutschland?" auf YouTube
Deutsche Energie-Agentur (dena):
dena-Netzstudie II von 2010
Bayerischer Industrie- und Handelskammertag BIHK e.V. und Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (VBEW):
Energienetze in Bayern - Handlungsbedarf bis 2022
Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB):
Netzentwicklungsplan Strom