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Bio-Biogasanlage ohne "Tank- oder Teller-Problematik"

In Kooperation von Naturstrom und 4 Biolandwirten wurde eine Biogasanlage zur Verwertung von Reststoffen gebaut.

Projektträger: Bioenergie Hallerndorf GmbH

Projektstandort

Hallerndorf

Hallerndorf_georeferenzierung

Kontakt

Bioenergie Hallerndorf GmbH
Christof Thoss
Geschäftsführer
Äußere Nürnberger Straße 1
91301 Forchheim
Tel: (09191) 62565-35
thoss[at]naturstrom.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
fast ausschließlich Reststoffverwertung; durch neue Beregnungstechnik wenig Eigenstromverbrauch

Einsparungen: Energieeinsparung: ca. 1.900 MWh / Jahr

Nutzen: Im Vergleich zu "konventionellen" Biogasanlagen keine Tank- oder Teller-Problematik, weniger Verschleiß, weniger Eigenstrombedarf (keine Rührtechnik), keine mineralische Düngung (Treibhausgasemissionen) wegen Ökolandbau, Einpassen in Fruchtfolge

Kosten: Weitere Angaben: viel Eigenleistung, kein GU
Fotos
  • Komplettansicht nach Beendigung der Bauarbeiten, © Naturstrom AG
  • Fütterung über Einschubschacht, © Naturstrom AG
  • Zentrale Sicht auf die Biogasanlage Hallerndorf, © Naturstrom AG
  • Fütterung seitlich, © Naturstrom AG
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(insgesamt 4 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Vier Biolandwirte (Bioland, Naturland) hatten in ihrer Fruchtfolge viel Kleegras zur Bodenverbesserung, zudem viel Mist und etwas Gülle. Auf der Suche nach einer sinnvollen Verwertung und gleichzeitiger verbesserten Pflanzenverfügbarkeit ihrer Reststoffe entstand der Plan eine Biogasanlage zu errichten. Sie traten an den Ökostromanbieter Naturstrom, Abteilung Biomasse, im benachbarten Forchheim heran.

Naturstrom beteiligte sich finanziell, bei der Genehmigung und der Bauausführung und ist in die Betriebsführung eingebunden.
Durchführung
Das Projekt befindet sich außerhalb der Tank- oder Tellerdiskussion, da Kleegras im Rahmen der Fruchtfolge des Ökolandbaus (Naturland bzw. Bioland) ohnehin anfällt, Gülle, Mist und Landschaftspflegematerialien als Reststoffe sowieso vorhanden sind. Die Anlage passt sich genau in die Fruchtfolge der beteiligten Biolandwirte ein, die Pflanzenverfügbarkeit des Gärrestes ist besser als bei direkter Ausbringung.

Als Errichter wurde die SAUTER Biogas GmbH ausgewählt, da deren Anlagen den Substratmix gut vergären kann. Als Besonderheit wird auf Schnecken bei der Einbringung sowie auf Rührwerke verzichtet. Stattdessen gibt es einen Einschubschacht, die Durchmischung im Fermenter wird durch eine gesteuerte Pumpen- und Bedüsungstechnik (Perkolationsverfahren) erreicht. Dadurch liegt der Eigenstrombedarf unter 6,3 %.
Tipps
  • Zu beachten ist, dass sich keine Futterklumpen unterhalb des Einschubschachtes bilden und die Mindestfüllhöhe im Endlager ausreicht, um genügend Rezirkulat aus dem Separator holen zu können
  • Im ersten Betriebshalbjahr sollte mit einer Betreuung in Größenordnung einer Vollzeitstelle gerechnet werden
Stolpersteine
  • früher Anschluss bei Telekom beantragen, zuerst den Trafo besorgen

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