Kontrast Gebärdensprachvideo Leichte Sprache Informationen zur Schriftgröße

Biomasse im Mischpult „Energiemix Bayern vor Ort“

Der Schieberegler Biomasse im Mischpult zeigt Ihnen für ein beliebig ausgewähltes Gebiet in Bayern den aktuellen Stand der Stromerzeugung aus Biomasse an. Auf dieser Grundlage können Sie verschiedene Szenarien der Stromerzeugung aus Biomasse für das ausgewählte Gebiet erproben und entwickeln und in ein Strommix-Szenario einbinden. Hierzu können Sie auf Informationen zum technischen Stromerzeugungspotenzial aus Biomasse zurückgreifen.

Wie können Sie den Schieberegler Biomasse im Mischpult einsetzen?
Welche Bedeutung könnte künftig die Biomasse in einem ausgewählten Gebiet haben?
Das Mischpult zeigt u. a. den Ist-Stand über den Ausbau der Biomasse in einem ausgewählten Gebiet an.
Mit dem Schieberegler Biomasse können Sie verschiedene Szenarien der Stromerzeugung aus Biomasse entwickeln.
Kommunen können daraus Ziele für ihre Energiekonzepte, bspw. für einen Energienutzungsplan, ableiten oder prüfen, ob eine Biogasanlage bspw. im Hinblick auf die erforderliche Anbaufläche mit benachbarten Kommunen oder Landkreisen sinnvoll ist.
Bürger können z. B. den Stand der Umsetzung in ihrer Kommune oder ihrem Landkreis mit dem von anderen vergleichen.
Liegt Ihnen bereits ein Energiekonzept vor, in dem Aussagen zur Biomasse getroffen werden?
Dann können Sie Ihre Ergebnisse am Schieberegler Biomasse kontrollieren.
Mit dem Mischpult können Sie den Energieträger Biomasse direkt mit den anderen erneuerbaren Energien vergleichen bspw. im Hinblick auf die Flächenbeanspruchung und CO2-Einsparung.
Wie werden die angezeigten Werte zum Schieberegler Biomasse ermittelt?
Die Daten zu EEG-gemeldeten Biomasseanlagen stammen aus dem Energie-Atlas Bayern. Es werden ausschließlich Daten der Anlagen verwendet, die am 31.12. des Jahres in Betrieb waren, zu dem die EEG-Meldungen in aufbereiteter Form vorliegen.
Daten von Anlagen ohne EEG-Meldung stammen vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie aus der Emissionsberichterstattung von 2012 beim Bayerischen Landesamt für Umwelt.
Biomasseanlagen werden im Energie-Atlas Bayern sowie im Mischpult unterschieden nach Biogasanlagen, Biomasseheizkraftwerke und sonstigen Biomasseanlagen.
Unter sonstige Biomasseanlagen werden Anlagen gefasst, die bisher aufgrund der Veröffentlichung nach dem EEG weder eindeutig als Biogasanlage noch eindeutig als Biomasseheizkraftwerk identifiziert werden konnten. Im Mischpult fließen sonstige Biomasseanlagen als Biomasseheizkraftwerk ein, da keine geeigneten Parameter für diese Anlagen zur Verfügung stehen.
Bei Anlagen, für die keine elektrische Arbeit (in ihrer EEG-Meldung) aufgeführt ist, wird diese errechnet. Dazu wird die eingetragene elektrische Nennleistung mit der durchschnittlichen Volllaststundenzahl der bayerischen Biogasanlagen von 7.197 h/a (vgl. LfL 2008: 2; Biogasproduktion in Bayern 2007) bzw. der bayerischen Biomasseheizkraftwerke von 4.770 h/a multipliziert.
Als spezifischer Flächenbedarf werden für eine Biomasseanlage 1.268 ha/MWel angenommen, für eine Biogasanlage 522 ha/MWel.
Der CO2-Minderungsfaktor durch den Einsatz von Biogasanlagen beträgt 0,41 t/MWh. Für Biomasseheizkraftwerke ergibt sich ein CO2-Minderungsfaktor von 0,5436 t/MWh. Das entspricht jeweils der Menge an CO2, die durch die Produktion einer Megawattstunde Strom aus einer Biogasanlage bzw. aus einem Biomasseheizkraftwerk eingespart werden kann. Sie ergibt sich aus der Differenz zwischen den spezifischen CO2-Emissionen des deutschen Strommixes (0,569 t/MWh, vgl. UBA 2015: 2; CO2-Ausstoß des deutschen Strommix für das Jahr 2014 (Schätzwert)) und den spezifischen CO2-Emissionen einer Biogasanlagen (0,159 t/MWh, vgl. LfL, 2010: 105) bzw. eines Biomasseheizkraftwerkes (0,0254 t/MWh, vgl. UBA 2014: 56; Emissionsbilanz 2013).
Für den Zubau werden ausschließlich landwirtschaftlichen Biogasanlagen berücksichtigt. Wenn Sie in Ihrem Szenario neue Biogasanlagen planen, dann wird eine zusätzliche elektrische Arbeit von 1.800 MWh/a angenommen.
Die angezeigten Werte der Anlagenanzahl werden aufgerundet, alle anderen Werte zum Schieberegler Biomasse sind kaufmännisch gerundet.
Information zur Berechnung
Warum kommt es zu Abweichungen zwischen den Anlagedaten im Energie-Atlas Bayern und den Anlagedaten im Mischpult?
Die Datengrundlage des Mischpults hat immer den Stand des 31.12. des Jahres, zu dem die EEG-Meldungen der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) in aufbereiteter Form vorliegen. Die Daten aus den EEG-Meldungen der ÜNB stehen jeweils am 31.07. des Folgejahres zur Verfügung, die anschließende Aufbereitung dauert mehrere Monate.
Nach der jährlichen Aktualisierung (4. Quartal des Jahres) sind die Anlagendaten im Energie-Atlas Bayern (Statistik-Layer) und im Mischpult identisch. Die Karten zum jeweiligen EEG-Anlagenbestand des Energie-Atlas Bayern werden jedoch kontinuierlich um Nutzermeldungen und um Meldungen aus dem Anlagenregister der Bundesnetzagentur (Inbetriebnahmen und Stilllegungen) erweitert. Diese Erweiterungen fließen erst beim nächsten Update in die Statistik-Layer ein, und stehen erst dann im Mischpult zur Verfügung.
Dies ist zusammen mit den durchgeführten Filterprozessen und den Annahmen in der verwendeten Datengrundlage des Energie-Atlas Bayern der Grund dafür, dass es zu Abweichungen zwischen den angezeigten Werten im Mischpult und den zusätzlich einschaltbaren Layern im Energie-Atlas Bayern kommen kann.
Information zur Berechnung
Hinweise zur Bedienung des Schiebereglers
Nach dem Starten des Mischpults wird Ihnen zunächst der aktuelle Ausbaustand erneuerbarer Energien in der von Ihnen ausgewählten Gebietskörperschaft angezeigt (31.12. des Jahres, zu dem die EEG-Meldungen in aufbereiteter Form vorliegen).
Den Schieberegler können Sie auch über das technische Potenzial hinaus verschieben. Dies ist sachgerecht, da der Ex-/Import von landwirtschaftlich erzeugter Biomasse nicht berücksichtigt wurde.
Ein rot eingefärbter Schieberegler signalisiert Ihnen, dass Sie mit der gewählten Einstellung eine Potenzialüberschreitung nach den beschriebenen Berechnungsmethoden eingegangen sind.
Es ist möglich, den Anteil der Biomasse am Stromverbrauch größer 200 % einzustellen. Nutzen Sie dafür das Eingabefeld direkt unterhalb des Schiebereglers.
Welche Potenziale stehen zur Verfügung?
Das im Mischpult abgebildete technische Potenzial ist ein Rechenwert, der sich nur auf die im Jahresverlauf benötigten Strommengen, nicht aber auf die bedarfsgerechte Verfügbarkeit oder die Versorgungssicherheit bezieht. Auch eine mehr als 100-prozentige Abdeckung des Bedarfs erfordert daher ausreichenden Netzausbau, konventionelle Kraftwerke, Stromspeicherung oder Demand Side Management.
Das umsetzbare Potenzial fällt immer kleiner aus als das technische Potenzial, da unter anderem wirtschaftliche Restriktionen und Hemmnisse bei der Markteinführung berücksichtigt werden müssen.
In der aktuellen Version steht Ihnen das technische Potenzial aus Biomasse zur Verfügung. Für den Zubau werden derzeit ausschließlich landwirtschaftliche Biomassepotenziale und deren Einsatz in Biogasanlagen berücksichtigt. Regional noch verfügbare Holzpotenziale aus bayerischen Forsten finden im Wärmesektor Berücksichtigung.
Wesentliche Grundlage ist hierfür das am Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt im Rahmen der Dissertation von Dr. Stefan Rauh entwickelte Landnutzungsmodell, mit dem zukünftige Entwicklungen der bayerischen Landwirtschaft dargestellt werden können.
Eine detaillierte Beschreibung der Ermittlungsmethode finden Sie im Dokument Information zur Berechnung.
Information zur Berechnung

Mitmachen

Das Mischpult steht Ihnen im Kartenteil des Energie-Atlas Bayern zur Verfügung.



Im ersten Schritt (Reiter "Gebietsauswahl") wählen Sie ein Gebiet aus, für das Sie ein Strommix-Szenario entwickeln möchten. Sie können festlegen, ob Sie einzelne oder mehrere Gemeinden, Landkreise oder Regierungsbezirke betrachten möchten.

Im zweiten Schritt (Reiter "Rahmendaten") finden Sie wichtige Rahmendaten zu den von Ihnen ausgewählten Gebietskörperschaften. Sie haben zudem die Möglichkeit, den Wert des gesamten Stromverbrauchs und/oder des Stromverbrauchs privater Haushalte zu verändern.

Im dritten Schritt (Reiter "Mischpult") können Sie den aktuellen Stand des Anteils erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in den von Ihnen ausgewählten Gebietskörperschaften ablesen, das Mischpult schrittweise bedienen und eigene Strommix-Szenarien aus erneuerbaren Energien entwickeln. Hierzu können Sie auf Informationen zum technischen Stromerzeugungspotenzial aus erneuerbaren Energien zurückgreifen.

Im Kartenteil können Sie das Mischpult jederzeit über den Button Mischpult im Menübalken direkt oberhalb der Karte aufrufen.

Bunte Zettel jeweils mit einem aufgezeichneten Fragezeichen (Quelle: Marek - fotolia.com)

FAQ

Antworten auf die häufigsten Fragen zum Mischpult.
mehr


Anteil am Gesamtstromver-
brauch in Gemeinden

kleines bayern

Die Karte zeigt den Anteil der Biomasse am Gesamtstromverbrauch der Gemeinden in Bayern.

Geben Sie hier Ihren Ortsnamen ein.

Anteil am privaten Stromver-
brauch in Gemeinden

kleines bayern

Die Karte zeigt den Anteil der Biomasse am privaten Stromverbrauch der Gemeinden in Bayern.

Geben Sie hier Ihren Ortsnamen ein.

Anteil am Gesamtstromver-
brauch in Landkreisen

kleines bayern

Die Karte zeigt den Anteil der Biomasse am Gesamtstromverbrauch der Landkreise in Bayern.

Geben Sie hier Ihren Ortsnamen ein.

Anteil am privaten Stromver-
brauch in Landkreisen

kleines bayern

Die Karte zeigt den Anteil der Biomasse am privaten Stromverbrauch der Landkreise in Bayern.

Geben Sie hier Ihren Ortsnamen ein.

Links und Downloads

Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU):
Hilfe zum Mischpult
Faltblatt zum Mischpult