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Kleine Physik

Wärme entsteht unweigerlich bei jeder Form der Energieumwandlung. Wird diese Wärme nicht weiter genutzt, sondern an die Umgebung abgegeben, handelt es sich laut Definition um Abwärme.

Bei allen thermischen Prozessen und technischen Geräten in der Industrie oder im Gewerbe entsteht Wärme. Beispiele sind die sensible (und latente) Wärme in Verbrennungsabgasen, Kühlwässern aber auch in Abluftströmen der Gebäudebelüftung.

Abwärme ist nicht gleich Abwärme

Wärme fließt immer vom Ort der höheren Temperatur (Abwärmequelle) zum Ort der niedrigeren Temperatur (Abwärmesenke). Je größer der Temperaturunterschied ist, desto größer ist die übertragene Leistung. Abwärme auf einem höheren Temperaturniveau besitzt einen höheren "Exergiegehalt" und ist damit wertvoller. Sie kann vielfältiger und wirtschaftlicher eingesetzt werden.

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) liegt ein besonderer Fall vor. Hier ist der primäre Grund des Prozesses die Produktion von Strom und Wärme. Daher wird nur diejenige Wärme aus KWK-Anlagen Abwärme genannt, die bisher nicht für Wärmeanwendungen genutzt wird.

Wie treten Abwärmeströme auf?

Gefasste Abwärmeströme sind an ein Medium gebunden, wie z. B. an Abluft, Wasser oder Thermoöl. Hierbei wird zwischen latenter und sensibler Wärme unterschieden. Gefasste Abwärmeströme können in der Regel gut genutzt werden. Allerdings können die Abwärmemedien Verunreinigungen aufweisen, die einen Einfluss auf die Verwertbarkeit haben.

Diffuse Abwärmeströme entstehen vorwiegend durch Strahlung sowie Konvektion, beispielsweise an den Oberflächen von erwärmten technischen Anlagen. Sie müssen zur Nutzung erst noch gefasst und abgeführt werden. Eine Ausnahme stellt die Verwendung der Abwärme zur unmittelbaren Raumlufterwärmung am Ort der Entstehung dar.