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Optimierung der Kläranlage Ammersee in Eching

Durch Steigerung der Gaserzeugung und Erneuerung der Blockheizkraftwerke konnte die Eigenstromerzeugung nahezu verdoppelt werden.

Projektträger: Ammerseewerke gKU (Eching a.A.) und AWA-Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe gKU (Herrsching a.A.)

Projektstandort

Eching a.Ammersee

Eching a.Ammersee_georeferenzierung

Kontakt

AWA-Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe gKU
Hermann Doblinger
Vorstand
Mitterweg 1
82211 Herrsching a.A.
Tel: (08152) 918330
doblinger[at]awa-ammersee.de

Nutzen und Kosten

besonders wirkungsvoll – hoher Nutzen für die Umwelt
Die Eigenstromerzeugung konnte nahezu verdoppelt werden, bei gleichzeitiger jährlicher CO2 Emissionsreduktion von 450 t.

Einsparungen: CO2-Einsparung: 450 t
  Kosteneinsparung: 73.000 €

Kosten: Gesamtkosten: 3.700.000 Euro
  Weitere Angaben: Bei dieser Angabe handelt es sich um die Gesamtkosten der Optimierungsmaßnahmen. 52 % der Kosten wurden von der AWA-Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe gKU und 48 % von den Ammerseewerken gKU getragen. Die Förderung des Projektes durch den Freistaat Bayern erfolgt durch die Möglichkeit der Verrechnung mit der Abwasserabgabe in Höhe von rund 491.000 €.

Förderung: Zuschuss: 491.000 Euro
  Fördergeber: Freistaat Bayern
Fotos
  • Luftbild der Kläranlage Ammersee. (Quelle: Energie-Atlas Bayern)
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(insgesamt 1 Bilder)

Beschreibung

Auslöser
Dieses Klärwerk wurde in den neunziger Jahren auf 90.000 Einwohner erweitert und ertüchtigt. 2003 erstellte ein Ingenieurbüro aus der Stadt Germering eine Studie zur Optimierung der Prozessabläufe. Die vorgeschlagenen Verbesserungsmaßnahmen wurden von den politischen Aufsichtsgremien genehmigt und in mehreren Bauabschnitten in den Jahren 2004 bis 2008 umgesetzt.
Durchführung
Die Kläranlage Ammersee wird gemeinsam von den Ammerseewerken gKU und der AWA-Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe gKU betrieben. Diese beiden Kommunalunternehmen sind alleinige Eigentümer der Kläranlage Ammersee.

Neben einer Verbesserung des Gewässerschutzes und der Erhöhung der Arbeitssicherheit konnte durch die Optimierung der Kläranlage die Gasproduktion von ca. 1.600 m3 auf 2.000 m3 pro Tag gesteigert werden. Der Energieinhalt dieses zusätzlichen Klärgases beträgt 2.600 kWh pro Tag. Durch die Steigerung der Gaserzeugung und die Erneuerung der Blockheizkraftwerke konnte die Eigenstromerzeugung von 740.000 kWh/a vor dem Umbau auf 1.400.000 kWh/a nahezu verdoppelt werden. Allein dadurch können jährlich rund 73.000 € an Stromkosten eingespart werden und CO2 Emissionen von 450 Tonnen im Jahr vermieden werden. Durch die CO2 neutrale Strom- und Wärmeerzeugung aus Klärgas werden insgesamt jährlich 1.700 t CO2 Ausstoß eingespart.

Die AWA-Ammersee gewann im Jahr 2009 den 2. Preis "Energiepreis des Landkreises Starnberg" (es gab zwei zweite Plätze, aber keinen 1. Platz). Diesen Energiepreis hat die AWA-Ammersee u.a. auch wegen der Maßnahmen auf der Kläranlage Ammersee erhalten.

Auszeichnungen
  • 01/2010: Energiepreis 2009
    verliehen von: Landkreis Starnberg

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